Nvidia stellt Patentantrag für winzige Computer
Nicht jedes Patent wird zu einem Produkt. Aber wenn dieser Patentantrag in Nvidias Planung eine Rolle spielt, dann könnte es sein, dass Nvidia künftig eine viel größere Rolle in der CPU-Herstellung spielen und sogar PC-Herstellern Konkurrenz machen wird.

Das "portable Computersystem" ist als ein kleiner Computer beschrieben, der in etwa die Größe eines USB-Sticks hat.
Nvidias Antrag umreißt die Idee, einen Tegra-Prozessor, Flash-Speicher, RAM, mindestens einen USB-Port und andere Schnittstellen – beispielsweise eine parallele oder serielle Schnittstelle, IEEE-1394- (Firewire), VGA-, HDMI-, S-Video-, AV-, DVI- oder LAN-Ports oder WLAN – in ein Gehäuse zu packen, das gerade einmal 40 bis 60 mm lang, 10 bis 20 mm breit und fünf bis 10 mm hoch ist. Die Ausstattung wäre mit der eines Rechners der Einstiegsklasse vergleichbar, der limitierte Speicherplatz wird durch Cloud-Anbindung ausgeglichen.
Das Ganze wäre natürlich keine kraftvolle Gaming-Kiste, aber dafür wahrscheinlich sogar am Schlüsselbund zu transportieren. Ein Display gibt es nicht, aber das ist abgesehen vom mangelnden Platz auch keine Wunder: Die Idee ist es schließlich, das Gerät mit einem Monitor oder Fernseher zu verbinden oder es sogar an einem "echten" Computer anzuschließen, um einfache Computing-Aufgaben deutlich energieeffizienter zu erledigen – immerhin soll das Gerät unter 10 Watt verbrauchen.
Man könnte natürlich argumentieren, dass die potenziellen Features bereits von Smartphones geboten werden. Aber zum einen wäre man dann ein Spielverderber und zum anderen wäre ein solches Nvidia-Tegra-System deutlich günstiger herzustellen als jedes in Sachen Leistung vergleichbare Smartphone: In der Massenproduktion könnte Nvidia die Materialkosten wahrscheinlich auf deutlich unter 100 US-Dollar (knapp 73 Euro) drücken – und bei diesem Preispunkt wäre es eine absolut interessante Geräteklasse.
Beispielsweise wäre ein Einsatz am Fernseher denkbar, mit dem man so vollwertig im Web surfen, E-Mails beantworten und kleine Office-Jobs erledigen kann. Das gleiche könnte er für die Frau Mama übernehmen, die einfach nicht mehr Leistung für ihre Anforderungen braucht.
Keine schlechte Idee, das.
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Zum Glück ist eine präzise und sicher auch fundierte Schätzung der Herstellungskosten im Artikel enthalten.
Sowas ist doch längst Stand der Technik:
http://www.raspberrypi.org/
Eine neue Erfindung ist das nicht, aber wenn das Patent blind erteilt wird, kann man den Markteintritt der aufkeimenden Konkurrenz erfolgreich behindern.