Microsoft: Nvidia-SoCs für Windows 10?

Microsoft will Windows 10 nicht nur in der IoT-Welt für Prozessoren mit einer ARM-Architektur öffnen, sondern die Chips auch in Notebooks sehen, die das Betriebssystem nutzen. Dies erklärten die Redmonder im Dezember vergangenen Jahres. Kurz darauf ließ die Softwareschmiede verlautbaren, dass es sich zunächst lediglich um Qualcomms Snapdragon 835 handeln soll, der von Windows 10 unterstützt werden soll.

Allerdings soll es dabei allem Anschein nach nicht bleiben. Hinter den Kulissen scheint Microsoft bereits intensive Gespräche mit weiteren Chipherstellern zu führen, um das Betriebssystem noch stärker für ARM-SoCs zu öffnen. Zum einen soll es sich dabei um Samsung handeln, schließlich bieten auch die Eigenregie entwickelten Exynos-SoCs einiges Potential, zum anderen soll allem Anschein nach Nvidia für eine Kooperation gewonnen werden.

Mit seinen Tegra-Chips gehörte Nvidia einst zu den Innovationstreiber unter den SoC-Entwicklern. Der Tegra 2 war der erste Smartphone-Chip mit zwei, sein Nachfolger, der Tegra 3, war der erste mit vier CPU-Kernen. Und wenngleich sich Nvidia aus dem Markt mit den mobilen Chips zurückgezogen hat, ist die Entwicklung an dieser Stelle dennoch nicht gänzlich zum Erliegen gekommen: Mit dem auf dem Tegra X1 basierenden Erista setzt Nintendo bei seiner Switch-Konsole auf ein Nvidia-SoC in einem zumindest teilweise mobil nutzbaren Geräte. Auch in der Shield-Konsole des Herstellers steckt ein Tegra X1.

Bis Nvidia tatsächlich ein SoC für ein Windows-Notebook anbietet, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Zunächst dürfte der Hersteller, der sich neben seinen Grafikkarten mittlerweile hauptsächlich mit der Entwicklung von Prozessoren für die intelligenten (Fahr-)Assistenten im Auto beschäftigt, beobachten, ob sich ARM-Chips in Windows-PC-Systemen tatsächlich durchsetzen können.

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