Nvidias Ampere muss arbeiten, Turing darf spielen. Aber später.

Wer als Spieler auf einen großen Knaller zur GDC (Game Developers Conference) oder Nvidias Hausmesse GTC (beide im März 2018) wartet, wird wohl doch enttäuscht werden. Wie wir aus unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Quellen erfahren konnten, wird im März außer einer möglichen Ankündigung und eines doch eher vagen Appetithäppchens wohl eher nichts Konkretes unters wartende Volk gestreut werden. Auch die Hoffnung, das neueste Spielzeug für nerdige Kellerkinder könnte sich bereits am gern und oft kolportieren 12. April materialisieren, sollte man besser mit Ehre und Anstand begraben.

Außerdem wird Nvidia die bereits bei Volta eingeführte, sehr strikte Gütertrennung zwischen Rechenknecht und Spielgefährte weiter fortführen. So war aus Kreisen der Serverindustrie bereits zu erfahren, dass Ampere als Volta-Nachfolger (vorerst) keine Consumer-Ableger bekommen und dass Turing dafür im Gegenzug allein den Spielern vorbehalten sein wird. Das ergibt insofern einen Sinn, als dass man mit zwei getrennt optimierten Architekturen wohl doch besser fährt.

Natürlich (und in erster Linie) auch als Anbieter, denn im Consumer-Bereich kann man von vornherein auf bestimmte Schlüsselfeatures verzichten, was die Entwicklung und Herstellung deutlich günstiger macht. Die Zeit eierlegender Wollmilchschweine, die sich per Lasercut oder Freischaltung beliebig wandeln können, dürfte damit (zumindest bei Nvidia) endgültig vorbei sein.

Und was bleibt nun dem Spieler? AMD übt mit Vega aktuell einfach zu wenig Druck aus, als dass Nvidia irgendetwas bringen müsste. Und wenn man das ganze Mining mal außen vor lässt, hat Nvidia aktuell im Gaming-Bereich ja auch absolut keine Not, die Innovationen weiter voranzutreiben. Das deckt sich dann auch ganz gut mit unseren Informationen, dass Nvidia Turing insgesamt ein wenig nach hinten hinaus verschoben zu haben scheint. Sollten die ersten Spezifikationen zu Turing bereits jetzt die Boardpartner erreicht haben, verschiebt sich dieser wichtige Schritt wohl eher in Richtung Mai 2018. Warum man dies tut und ob auch das Mining dabei eine Rolle spielen mag, bleibt vorerst eine reine Spekulationsspielwiese.

Häppchen aus diversen anderen Quellen aus Industrie und Entwicklung legen zudem nahe, dass die Massenproduktion von Turing-Karten erst Mitte Juni beginnen soll, so dass ein Hard-Launch an Boardpartner-Karten nicht vor Juli zu erwarten sein dürfte. Damit sollte die Computex in Taipeh im Juni 2018 eigentlich schon auszuschließen sein, was aber nicht bedeutet, dass man die eine oder andere Prototypen-Laubsägearbeit bereits im stromlosen Zustand bewundern könnte.

Zumindest zur Gamescom im August 2018 sollten dann aber echte Turing-Boardpartner-Karten unters wartende Spielervolk geworfen werden können, wenn denn die bösen Miner nicht alles gleich ab Werk vorab wegschnappen. Man darf also gespannt sein. So, oder so. In allen Informationen stecken natürlich noch sehr viele Wenn und Aber, jedoch decken sich viele der kleine Puzzle-Teile aus der Industrie bereits recht auffällig. Spätestens zum kolportierten GeForce-Launch im Juli 2018 wissen wir dann sicher mehr.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
6 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Gromran
    Klingt irgendwie unlogisch. Ich denke weiterhin Turing ist der Volta-Nachfolger. Und Ampere die Gamingkarte.
  • amd64
    Damit werden die Preise für Grafikkarten wohl noch lange hoch bleiben.
  • FormatC
    Anonymous sagte:
    Klingt irgendwie unlogisch. Ich denke weiterhin Turing ist der Volta-Nachfolger. Und Ampere die Gamingkarte.
    Logik steckt in weniger Dingen als man denken mag. ;)