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OCZ Octane im Test: Die Rückkehr des Indilinx-Controllers

OCZ Octane im Test: Die Rückkehr des Indilinx-Controllers
Von , Andrew Ku

Für viele ist OCZ derzeit gleichbedeutend mit SandForce, doch in der neuen Octane-SSD steckt ein Indilinx-Controller. Reicht OCZs Know-How, um ihn fürs Performance-Segment fit zu machen, oder bleibt es ein netter Versuch? Dazwischen liegt die Wahrheit.

OCZ ist mit seinen letzten beiden Laufwerksgenerationen auf SandForce-Basis in letzter Zeit sehr erfolgreich gewesen. Immer wieder gelang es der Firma dabei, die Erwartungen an das, was eine SSD im Consumer-Bereich speziell bei der Performance zu leisten vermag, neu zu definieren. 

Als Launch-Partner von SandForce genoss OCZ dabei natürlich immer ein besonders gutes Verhältnis zu SandForce und durfte als erste Firma mit neuen Controllern und deren Fähigkeiten an den Start gehen. Wer als erster startet, kann auch die meisten Awards abräumen, und genau das gelang OCZ mit seinen neuen Produkten auch immer wieder. Die Vertex-Familie hat im Laufe der Jahre eine wirklich beeindruckende Anzahl an Auszeichnungen einsammeln können.

Eine solche Star-Position hat natürlich auch ihre Nachteile. Indem man sich mit den SandForce-SSDs einen so guten Ruf erarbeitete, half man unfreiwillig auch anderen Firmen, ihre Produkte mit SandForce-Controllerchip zu verkaufen.

Für die Firmen mag es eine unbequeme Wahrheit sein, doch in der Praxis ist es so: Stellt man zwei SandForce-SSDs mit gleicher Kapazität und gleichem Flash-Typ einander gegenüber, liefern sie auch fast identische Performance. Dem widerspricht auch SandForce nicht. Natürlich nutzt jeder Hersteller eine leicht für die eigenen Ansprüche angepasste Version der Referenz-Firmware. Deshalb ähneln sich beispielsweise OCZs Vertex 3 und Corsairs Force GT auch so sehr. Beide Laufwerke nutzen einen SandForce-Controller der zweiten Generation und synchronen ONFi-Flash-Speicher. In der konkreten Implementierung gibt es ein paar kleine Unterschiede, doch letztendlich liegen sie in den Benchmarks gleichauf.

Es ist also nur verständlich, dass OCZ sich gern als Firma darstellen möchte, die um konkurrenzfähig zu bleiben und sich von den Mitbewerbern abzusetzen auch bereit ist, ein gewisses Risiko einzugehen. Aus diesem Grund steckt im neuesten Laufwerk der 6-Gb/s-Generation kein SandForce-Controller. Stattdessen kommt im neuen SSD-Modell mit Namen Octane das Know-How des Controller-Herstellers Indilinx zum Einsatz, den OCZ im vergangenen Jahr kaufte, und die Octane wird von OCZs selbst entwickeltem Everest-Controller angetrieben.

Was dürfen wir performance-mäßig von diesem Laufwerk erwarten? OCZ ordnet es in der Performance-Reihe ein und platziert es strategisch unterhalb der Vertex-3-Familie. Trotzdem kann die Octane mit einem 6-Gb/s-Anschluss und laut Datenblatt rasend schnellen Datenraten beim Lesen aufwarten, besitzt einen großen Datencache und ist in Kapazitäten bis 1 TB verfügbar. Könnten wir es hier sogar mit einem Kandidaten zu tun haben, der ins obere Spitzenfeld der aktuellen SSD-Generation vorstoßen kann? Jain, denn das Laufwerk hat so seine Eigenheiten und Problemchen, die wir bei der Benchmarkauswertung genauer analysieren wollen. Dennoch steckt in diesem Laufwerk unserer Meinung nach eine ganze Menge Potential. Schauen wir uns also OCZs erstes Modell mit eigenem Controller an.

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  • bensen , 16. Januar 2012 23:35
    Ich weiß ja nicht was ihr da so misst. Aber der Artikel strotzt nur so vor Ungereimtheiten.

    Eure 4k Messungen stimmen doch vorne und hinten nicht.
    Bei 4K random Reads und QD=1 liest ne SSD doch nicht mit 100-200 MB/s. Die Werte liegen irgendwo bei 20-30 MB/s. Das kann man in allen Reviews dieser Welt nachschauen.

    Sollte euch doch auch selber auffalen, wenn ihr in ATTO bei 4k sequentiell QD=2 80 MB/s misst. Dann werden es wohl random nicht plötzlich 150-300 MB/s sein. Da stimmt was bei euren IO-Meter Einstellungen nicht.

    Und zum nächsten Problem. Warum ist die Crucial m4 256 GB schneller bei 4k Reads als die 128GB Version? Die 256GB müsste langsamer sein, da sie 8kb große Pages nutzt (die kleineren 4kb pages).
    In einem älteren Artikel wo ihr die m4 mit verschiedenen Kapazitäten vergleicht bekommt ihr das auch raus (obwohl auch dort die Werte beim IO-Meter so nicht stimmen können). http://www.tomshardware.de/Crucial-m4-ssd-Performance-Vergleich-Kapazitat,testberichte-240849-4.html
    Dort wurde die Inkonsistenz in euren Benchmarks auch schon angesprochen, aber von euch gekonnt ignoriert.
  • benkraft , 17. Januar 2012 08:09
    @bensen - Ich frage gerade bei Andrew nach. Sobald ich etwas weiß, schreibe ich was dazu.

    Update: Ich habe eine Antwort.

    Andrew sagt, dass beim IOmeter vier Worker zum Einsatz kommen, sodass trotz eine QD von 1 die effektive QD eigentlich 4 wäre. Er hat in einem Artikel auf der US-Seite schon einiges dazu gesagt, nämlich hier:
    http://www.tomshardware.com/reviews/ssd-gaming-performance,2991-3.html

    Zum anderen Punkt: Er führt die Unterschiede bei der Scaling Performance auf eine neuere Firmware zurück und sagt, dass beim Kapazitätsvergleich die FW 0001 zum Einsatz kam; beim Octane-Artikel war es FW 0002. Inzwischen ist die 0009 aktuell.

    Ich hoffe, das hilft.

  • bensen , 17. Januar 2012 14:53
    Zum ersten Thema:
    Ja das erklärt so einiges. Für QD=4 stimmen die Ergebnisse wohl. Das würde ich dann aber auch so benennen, sonst ist das ziemlich irreführend. Zumindest gehört das irgendwo in dem Artikel angemerkt.

    Aber ich frage mich wozu ihr das macht? Das sind ja in erster Linie Consumer SSDs und sollten auch entsprechend getestet werden. Und wenn amn sich die Zugriffe anschaut liegen die so gut wie alle zwischen QD=1-3. (Habt ihr das nicht mal selbst irgendwo gezeigt?) Diesen Bereich testen ihr ja somit gar nicht. Bereiche von DQ=16-64 sind doch nur noch im Enterprise-Bereich von Interesse.
    Und dann ist auch klar, dass ihr ab ner QD von 8 rein gar keine Unterschiede mehr misst. Das sind doch dann alles Messungen die völlig umsonst gemacht werden (vor allem auch beim schreiben ziemlich witzlose Diagramme). Und wie gesagt den interessantesten Bereich schaut ihr gar nicht an.

    Das zweite Thema kann ich immer noch nicht ganz nachvollziehen.
    1. Sind laut diesem Artikel hier alle m4 mit 002 getstet und nur die 512GB Version mit 009. Und zweitens ändert die Firmware nicht die Pagesize. Mit 8KB Pages müsste die 256GB Version trotzdem beeinträchtigt sein bei ner Dateigröße von 4KB. Es ist auch mir nicht ganz schlüssig warum die großen Versionen (256/512GB) hier um den Faktor 1,5-2 schneller sein sollten. Das ist völlig untypisch beim Lesen und zeigen andere Reviews so auch nicht.

    Dann auch beim sequentiellen Test mit 128kb großen Dateien. Unabhängig von der Kapazität zeigen die m4 dort die gleiche Transferrate im Lesen (etwa 270 MB/s mit 002 laut einem anderen Review und 370 MB/s mit 009)
    Der Unterschied in der Firmware ist bei euch gar nicht zu sehen, dafür ein Unterschied zwischen den einzelnen Kapazitäten.

  • mulderfan , 17. Januar 2012 22:57
    Seit wann kann denn Vista TRIM?
  • benkraft , 19. Januar 2012 13:05
    Zitat :
    Seit wann kann denn Vista TRIM?


    Korrekter Einwand. Windows 7 unterstützt TRIM, Vista noch nicht. Der Artikel wird entsprechend korrigiert.
  • tux-job , 19. Januar 2012 16:37
    "Dennoch ordnet der Hersteller die Performance eine Stufe unter dem Spitzenmodell ein und verlangt dementsprechend auch einen etwas niedrigeren Preis pro Gigabyte."

    "OCZ Octane 256 GB ab 308 Euro ~1,203Euro/GB"

    Seit wann gibt es SSDs mit real verfügbaren 256GB? Die Octante stellt wie alle anderen 256er doch nur 240GB Netto dem User zur Verfügung?!? dann würde nämlich das GB 1,2833... Euro kosten und das Fazit wäre eine Lachnummer. TJ
  • benkraft , 19. Januar 2012 16:46
    Zitat :
    "Dennoch ordnet der Hersteller die Performance eine Stufe unter dem Spitzenmodell ein und verlangt dementsprechend auch einen etwas niedrigeren Preis pro Gigabyte."

    "OCZ Octane 256 GB ab 308 Euro ~1,203Euro/GB"

    Seit wann gibt es SSDs mit real verfügbaren 256GB? Die Octante stellt wie alle anderen 256er doch nur 240GB Netto dem User zur Verfügung?!? dann würde nämlich das GB 1,2833... Euro kosten und das Fazit wäre eine Lachnummer. TJ


    Alle Hersteller legen die Brutto-Kapazität zugrunde. Sprichst du vom Unterschied zwischen GB und GiB? Dann kannst du dasselbe auch bei HDDs zugrunde legen. Overprovisioning kannst du hier nicht meinen, denn wie im Text erwähnt wird das bei der Octane ja nicht genutzt. Ich bin ein wenig verwirrt.
middleclass