OnePlus 2: Das OP2 lohnt sich auch für One-Besitzer

Mit seinem ersten Smartphone – dem "Flagship-Killer" One – hat der chinesische Hersteller für Furore gesorgt und ein tolles Telefon samt interessanter Vermarktungsstrategie auf den Markt gebracht. Beim 2 ist nicht viel anders – aber manches viel be...

Wer das OnePlus One schon mal in Händen gehalten hat, wird das 2 wohl sogar blind erkennen: Die raue Rückseite und die harten Kanten – das war schon für den Vorgänger charakteristisch.

Bei genauerem Tasten werden aber zwei Änderungen auffallen: Das 2 besitzt jetzt einen optisch und mechanisch abgesetzten Home-Button und an der linken Gehäuseseite sitzt ein Schieberegler, der in drei Positionen arretiert werden kann. Wer sehr sensible Finger hat, spürt zudem, dass das OnePlus 2 jetzt von einem Metallrahmen eingefasst ist. So viel erst einmal zu den erfühlbaren Unterschieden.

Mehr als bei der äußeren Erscheinung hat sich beim Innenleben des neuen "Flagship-Killers" getan. OnePlus hat sowohl das SoC auf den neusten Stand gebracht als auch den Arbeitsspeicher auf jetzt satte vier Gigabyte aufgebohrt. Weitere Verbesserungen oder Neuerungen muss man im Datenblatt fast mit der Lupe suchen.

Da wäre zum Beispiel die Unterstützung für zwei SIM-Karten statt bisher nur einer. Zudem will der Hersteller das Display und die Kameras verbessert haben. Das lässt sich nicht aus dem Datenblatt herauslesen, muss also quasi unter dem Ladentisch passiert sein. Das Betriebssystem ist nun eine Eigenentwicklung namens Oxygen OS 2.0. Wie das beim One verwendete CyanogenMod basiert auch Oxygen OS auf Googles Android.

Das OnePlus One war in den ersten Monaten seiner Existenz ein echter Preisbrecher: 300 Euro kostete die 64-GByte-Version. Mit dem Kursrutsch des Euro entschloss sich der Hersteller später zu einer Preisanpassung und verlangte fortan 50 Euro mehr – nur um den Preis wenige Wochen später wieder auf das ursprüngliche Niveau zu senken. Die Herstellungskosten seien gesunken, so der Hersteller.

Beim Nachfolger sind die Kosten anscheinend wieder nach oben gegangen - oder will OnePlus einfach mehr verdienen? Die getestete 64-GByte-Variante schlägt jedenfalls mit 400 Euro zu Buche, die 16-GByte-Version, die dann auch nur drei Gigabyte RAM besitzt, soll 340 Euro kosten. Nicht zu vergessen: Der Versand verschlingt auch nochmal 20 Euro. Damit ist das OnePlus 2 zwar sicher kein Schnäppchen mehr, die technischen Daten lassen aber immer noch auf ein sehr faires Angebot schließen.

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2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • konradw
    OTG-Support hat das OP2 doch! https://forums.oneplus.net/threads/closed-oneplus-2-otg-support.331721/
    Man braucht nur erst mal einen passenden Adapter/OTG-Stick mit Typ-C Anschluss!
    Leider ist es aber wieder zu groß. Dieselbe Ausstattung in 4,7" wäre perfekt. Aber leider meinen alle Hersteller nur Phablets herstellen zu müssen...
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  • diem_
    Das mit der Größe ist ein echtes Modeproblem. Wer Geräte bevorzugt, die man mit einer Hand sicher bedienen kann, der kann die Marktoptionen an einer Hand abzählen.

    Schade, dass die Tech-Seiten sich fast ausschließlich auf diese sogenannten Flagschiffe stürzen oder vermeintliche Preis-Leistungs-Träger, mit halbierter Hardware bei gleichem Formfaktor.
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