Opera könnte für 1,2 Milliarden Dollar verkauft werden

Neben Microsofts Internet Explorer und dem später zu Firefox umbenannten Netscape-Browser, erkämpfte sich in den frühen Jahren des Internet ein weiterer Browser signifikante Marktanteile: Ab 1994 wurde die Entwicklung von Opera begonnen, der jedoch in der zweiten Hälfte der 2000er nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Popularität von Googles Chrome immer mehr an Bedeutung verlor.

In den vergangenen Jahren versuchte die Softwareschmiede mehr Beachtung auf Smartphones und Tablets zu finden und entwickelte mobile Browser für Android und iOS sowie Möglichkeiten zur Kompression des Datenverkehrs. Allerdings konnten sich die Norweger nur schwer gegen die in den Plattformen verankerten Angebote durchsetzen.

Nun scheint sich für Opera eine neue Zukunft abzuzeichnen. Zwei chinesische Internetunternehmen, Kunlun und Qihoo 360 (unterstützt von dem in Hongkong ansässigen Fonds Golden Brick), haben nach Angaben des Opera-CEOs Lars Boilesen ein Übernahmeangebot von 1,2 Milliarden Dollar unterbreitet. Sie wollen nach eigenen Angaben den Namen und die Technologie für ein weiteres Wachstum in der westlichen Hemisphäre nutzen. Möglicherweise geht es aber auch darum, einen leistungsstarken Browser für chinesische Nutzer zu konzipieren. Schon länger versucht die chinesische Regierung eine größere Unabhängigkeit gegenüber westlichen Hard- und Softwareanbietern zu erlangen und forciert die Entwicklung eigener Prozessoren genauso wie die eines eigenen (Linux basierten) Betriebssystems.

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