MWC: Opera Max reduziert mobile Datenverbrauch

Einst war Opera einer der großen Browser-Anbieter und folgte dem Internet Explorer und dem Firefox auf dem Fuß. Doch mit der zunehmenden Dominanz von Google und der wachsenden Bedeutung mobiler Geräte verlor der Entwickler an Bedeutung. Doch Totgesagte leben länger, und so versucht der Hersteller nun mit einer neuen Idee neue Nutzer zu gewinnen. Auf dem MWC stellen die Norweger Opera Max als Beta-Version vor, eine App, die den Datenverbrauch des Smartphones reduzieren soll. Denn eines der größten Probleme bei der aktuellen Mobilkommunikation sind die zum Teil minimalistisch gehaltenen Datenvolumen in den Tarifen der Mobilfunkprovider.

Dazu meldet sich das Smartphone mit der App über eine VPN-Verbindung bei einem Opera-Server an, der vollmundig als "Dateneinsparungs-Cloud" bezeichnet wird. Sämtliche Verbiindungen werden nun über der Server geleitet, die gesendeten wie abgerufenen Datenpakete zunächst komprimiert und dann an die gewünschte Adresse weiterleitet. Um die Privatsphäre der Nutzer zu gewährleisten, werden ausschließlich unverschlüsselte Verbindungen über die Opera-Server geleitet.

Vor allem bei Videos, Bildern und Webseiten verspricht der Entwickler deutliche Einsparungspotetiale und stellt ein bis zu 50% geringes Datenvolumen in Aussicht. Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr theoretische Zielsetzung. Wenn man der App-eigenen Auswertung vertrauen darf - eine Überprüfung war bisher noch nicht möglich - dann lassen sich die Datenpakete beim Surfen jedoch um immerhin 10 bis 15% verkleinern. Bei der ausgiebigen Nutzung von Foto- und Videodiensten, dürften die Einsparungen noch größer werden.

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