Chinesische Smartphone-Hersteller verzeichnen Absatzrückgang

Zweimal im Jahr versuchen die großen Smartphone-Hersteller mit neuen Flaggschiffen zu locken, doch aktuell scheint sich das Interesse der potentiellen Käufer in Grenzen zu halten: Drei der Branchengrößen aus China haben ihre Bestellungen bei Zulieferern um rund zehn Prozent reduziert. Sowohl Huawei, als auch Oppo und Vivo gehen davon aus, dass sich die Nachfrage im ersten Quartal des kommenden Jahres abkühlen wird.

Lediglich Xiaomi rechnet weiterhin mit stabilen Absatzzahlen, was aber nicht zuletzt mit dem Versuch des offiziellen Markteintritts in Europa zusammenhängen dürfte. Zudem hat der Hersteller in Indien im dritten Quartal Samsung überholt und ist auf dem Subkontinent damit zum Marktführer geworden. Auch die anderen drei Hersteller setzen größere Hoffnungen in den indischen Markt, nicht zuletzt um das sinkende Interesse in den anderen Teilen der Welt aufzufangen. Insbesondere Oppo konnte hier in den vergangenen Monaten zulegen und auch den indischen Hersteller Micromax überflügeln, obgleich sich das eigentliche Geschäft über Direktvertriebskanäle abkühlte. Huawei wird darüber hinaus sein Engagement in den USA verstärken.

Die Flaute dürfte einmal mehr vor allem kleinere Hersteller treffen, aber auch die Branchengrößen Apple und Samsung könnten ein zurückgehendes Interesse an Smartphones deutlich zu spüren bekommen. Apple kann sich zwar im Augenblick wohl über gute Verkäufe seine iPhone X freuen, doch schon das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus stehen bei den Nutzern nicht mehr sonderlich hoch im Kurs. Und auf dem indischen Markt haben die Amerikaner nicht zuletzt aufgrund der recht hohen Verkaufspreise ohnehin nicht allzu viel zu melden. Ihr Marktanteil liegt hier bei lediglich rund zwei Prozent.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar