Hands-On: Gaming-Maus Ozone Exon F160 im Kurztest

Wir konnten einen Blick (bzw. die Hand) auf die neue Gaming-Maus von Oxone legen und lassen euch gerne an unseren Erkenntnissen teilhaben.

Ozone Exon F160: Die Technik

Hersteller von Mäusen gibt es wie Sand am Meer. Schließlich braucht ja jeder - bis auf einige wenige Trackball-Fanatiker - einen solche Nager an seinem PC. Auch die Anzahl der Hersteller für Gaming-Mäuse ist in den letzten Jahren rapide gestiegen - schließlich kann man hier ganz andere Preise aufrufen als für langweilige Büromäuse. Offensichtlich sind die Spieler bereit, die geforderten Summen für Bling-Bling und bessere Technik auf den Tisch zu legen.

Für die Exon F60 verlangt Ozon knapp 60 Euro. Um die Maus schmackhaft zu machen, prangt der eSportler xPeke vom 'League of Legends'-Team ORIGEN auf der Verpackung. Spannenderweise wurde sein Nick dort gleich mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben.

Die äußeren Werte

Doch nun zur Maus selbst, die 94 Gramm wiegt und 12,8 x 8,0 x 4,3 cm misst. Die F160 ist eine reine Rechtshändermaus und verfügt über fünf Tasten und ein Mausrad, das auch als sechste Taste fungiert. Taste 4 ist als DPI-Schalter vorkonfiguriert, mit dem zwischen zwei Auflösungen umgeschaltet werden kann, während die Tasten 5 und 6 als Daumentasten ausgelegt sind.

Das Kabel ist mit Stoff ummantelt, was manche Nutzer zum Schwärmen bringt, andere hingegen eher stört. Die Maus wird gleich an drei Stellen mit LEDs illuminiert. Eine davon ist das Mausrad, die anderen sind rein ästhetischer Natur. Die Farben können frei und unabhängig voneinander gewählt werden; auch verschiedene Blink- oder Farbwechseleffekte sind möglich.

Die Maus macht blauDie Maus macht blau

Die Maus liegt gut in der (rechten) Hand und die gummierte Oberfläche fühlt sich angenehm an. Für den Daumen ist eine ausreichend große Ablagefläche vorhanden. Der kleine Finger ruht in einer schmalen Mulde, damit er bei hektischen Manövern nicht über Bord geht. Bis auf einen äußerst dezent gehaltenen und gut versteckten Ozone-Schriftzug ist der Maus-Korpus selbst vollständig in Schwarz gehalten.

Die inneren Werte

Wichtigster Bestandteil einer Maus ist der Sensor. Hier setzt Ozone auf den rot leuchtenden Pixart 3310. Dieser gilt als fehlerfreier (also ohne jegliche Korrekturen) und einer der besten Sensoren auf dem Markt. Obwohl der Sensor "nur" mit 5000 DPI auflöst, lässt sich die Maus von 200 bis 7000 DPI konfigurieren. Folglich werden Werte oberhalb von 5000 intrapoliert und sind vermutlich völlig unnütz.

Da die sinnvoll verwendbaren Mausauflösungen selbst bei Gamern eh zwischen 2000 bis 4000 DPI liegen, lässt sich das leicht verschmerzen; mehr als 4000 DPI braucht man schlicht nicht.

Als fehlerfrei gilt der Sensor, weil er keine Korrektur, Mausbeschleunigung und Jittering anwendet. Falls man die Maus doch mal zum technischen Zeichnen verwenden will, kann man im Konfigurations-Tool die Funktion Line-Snapping graduell aktivieren und so das Zeichnen von geraden Linien vereinfachen. Im Ego-Shooter wird diese Funktion wohl eher nicht behilflich sein.

Konfiguration

Auf der Webseite des Herstellers findet man ein umfassendes Konfigurationsprogramm. Dieses ist leider nur auf Englisch verfügbar, bietet dafür aber eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten.

  • Konfiguration der beiden DPI-Voreinstellungen, die dann wiederum mit Taste 4 ausgewählt werden können.
  • Sensorhöhenkontrolle: Definiert, wie hoch die Maus vom Untergrund hochgehoben werden muss, damit der Sensor nicht mehr funktioniert.
  • Tastenkonfiguration inklusive einem Makro-Editor und der Möglichkeit, auch ohne Makros Doppelklicks, Dauerfeuer, Scharfschützenmodus und vieles mehr zu belegen.
  • Die Abtastrate kann in vier Schritten von 125 Hz bis 1000 Hertz verändert werden.
  • Line Snapping kann in fünf Stufen zugeschaltet werden und sorgt dann für geradere Linien.

Insgesamt kann man drei verschiedene Profile anlegen und mit dem Preview-Modus gemachte Änderungen in Echtzeit ausprobieren. Bis auf die fehlende deutsche Sprache erledigt das Konfigurationsprogramm seine Aufgabe vorzüglich und erweitert die Maus so um etliche Funktionen.

Praxistest & Fazit

Prinzipiell lässt sich mit der Maus sehr gut spielen und arbeiten. Und obwohl ein High-End-Sensor verbaut wurde, offenbart sich hier die einzige Schwäche: In unseren Tests patzte die Maus bei der Abtastung des Untergrunds gleich in zwei Szenarien.

  • Auf schwarzem Untergrund (zum Beispiel auf einem 'Razer Sphex'-Mauspad funktioniert die Maus erst ab einem Sensorhöhenwert von 2. Überhaupt sollte man die Einstellung 1 hier vermeiden, weil sie immer wieder zu einer stockenden Maus führt.
  • Auf einem Untergrund mit Buchenholzmaserung wird die Maus leicht launisch. Mal funktioniert sie perfekt und mal ist sie quasi unbenutzbar.

Ihre Stärken spielt die Maus aus, wenn man sie mit dem Konfigurationstool an seine Wünsche anpasst. Insbesondere der auf eine Taste legbare Scharfschützenmodus wird Shooter-Spielern sehr behilflich sein.

Allerdings stößt man bei nur sechs Tasten leicht an die Grenzen der Belegbarkeit. Dies ist für Gaming-Mäuse eine absolute Minimalanzahl - auch wenn man eigentlich nur fünf Finger hat.

In Punkto Ergonomie gilt bei der Maus "friss oder stirb". Sie lässt sich weder größenverstellen noch hinsichtlich ihres Gewichts verändern. Wer hier wählerisch ist, sollte die Maus besser selbst in die Hand nehmen und ausprobieren, ob sie zur eigenen Hand passt. Nachträgliche Anpassungen sind nämlich nicht möglich.

Fazit

Für happige 60 Euro erhält man mit der Ozone Exon F160 eine Maus mit erstklassigem Sensor und vorzüglicher Konfigurierbarkeit. Leider ist auf einigen Untergründen diese Konfigurierbarkeit auch nötig, da es sonst zu Problemen kommen kann. Die Exon F60 ist zwar - für Rechtshänder - ergonomisch geformt, doch lässt sie sich leider nicht an spezielle Bedürfnisse des Nutzers anpassen.

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