Test-Hardware und Einstellungen
Uns standen für diesen Test zwei Mainboards zur Verfügung, die Intels P55-Chipsatz mit Nvidias NF200-PCIe-Bridge kombinieren: EVGAs P55 Classified 200 und MSIs Big Bang–Trinergy.
| Test-System | |
|---|---|
| CPU (LGA 1156) | Intel Core i7-860 (2,93 GHz, 8MB Cache) übertaktet auf 4 GHz (20 x 200 MHz), 1,388V/1,367V |
| CPU (LGA 1366) | Intel Core i7-920 (2,66 GHz, 8MB Cache) übertaktet auf 4 GHz (20 x 200 MHz), 1,434V |
| P55-Mainboard | EVGA P55 SLI E655, P55 Express PCH BIOS A39 (10/23/2009) |
| P55+NF200-Mainboards | EVGA P55 Classified 200, BIOS A51 (12/29/2009) MSI Big Bang-Trinergy, BIOS V1.1 (11/24/2009) |
| X58-Motherboard | EVGA X58 SLI E758, X58 Express IOH ICH10R, BIOS SZ2Z (11/30/2009) |
| CPU-Kühler | Thermalright MUX-120 Lüfter: 2.500 U/Min. |
| Arbeitsspeicher | Kingston KHX2133C9D3T1K2/4GX (4GB) DDR3-2133 @ DDR3-1600 CAS 8-8-8-24 |
| Grafikkarte | 3 x Diamond Radeon HD 5870 1GB 850 MHz GPU, GDDR5-4800 |
| Festplatte | Western Digital Velociraptor WD3000HLFS, 300GB 10.000 U/Min., SATA 3 Gb/s, 16MB cache |
| Sound | HD Audio (on-Board) |
| Netzwerkkarte | Gigabit Ethernet (on-Board) |
| Netzteil | Corsair CMPSU-850HX 850W Modular ATX12V v2.2, EPS12V, 80 PLUS Gold |
| Software | |
| Betriebssystem | Microsoft Windows 7 Ultimate x64 |
| Grafiktreiber | ATI Catalyst 9.11 |
| Chipsatztreiber | Intel INF 9.1.1.1015 |
Eigentlich sollen die folgenden Benchmarks nur eine Antwort auf die Frage geben, ob die NF200-PCIe-Bridge es ermöglicht, auf Intels LGA-1156-Plattform eine CrossFireX-Kombination aus drei ATI-Karten zu ermöglichen, ohne dass es an Bandbreite mangelt. Man sollte meinen, dass zu diesem Zweck ein Mainboard mit P55/NF200-Kombination ausgereicht hätte. Die Sache hat aber einen Haken: Es gibt mehrere Möglichkeiten, den NF200 anzubinden.

MSIs Big Bang Trinergy stellt die „normale“ Methode dar, mit der sich PCIe-Lanes mithilfe der NF200-Bridge vervielfachen lassen. Dabei werden alle 16 PCIe-2.0-Lanes des LGA-1156-Prozessors mit dem Brückenchip verbunden, der dann entweder bis zu zwei Karten im x16-Modus oder vier Karten im x8-Modus betreibt. MSI stellt dem obersten PEG-Slot ganze 16 der insgesamt 32 PCIe-Lanes des NF200-Chips zur Verfügung, während der zweite Steckplatz über acht feste und acht schaltbare Pfade verfügt. Ist der dritte PEG-Slot auch belegt, gehen eben diese acht schaltbaren Lanes an ihn, sodass das Board zwischen dem Betrieb in der Konstellation 16x/16x/0 und 16x/8x/8x wechseln kann.
Das ASUS P7P55 WS Supercomputer stellt dem NF200-Chip zwar wie das MSI-Board ebenfalls alle 16 PCIe-Lanes zur Verfügung, verteilt diese aber über elektronische Weichen an vier PEG-Slots. Dabei teilen sich der erste und zweite sowie der dritte und vierte Slot auf ähnliche Weise die Bandbreite, wie bei MSIs zweitem und drittem Steckplatz. So werden die Kombinationen x16/x0/x16/x0, x16/x0/x8/x8 oder x8/x8/x8/x8 ermöglicht. Um herauszufinden, wie Effektiv es ist, die 16 PCIe-Lanes eines LGA-1156-Prozessors direkt an den NF200-Chip zu binden, reicht es also aus entweder das ASUS-Board oder das Modell von MSI zu testen, wobei unsere Wahl letztlich auf das MSI fiel.

EVGAs P55 Classified 200 geht einen anderen Weg und zweigt nur acht der 16 PCIe-Lanes an die NF200-Bridge ab. Die verbleibenden acht Lanes stehen exklusiv dem obersten Grafikkarten-Steckplatz zur Verfügung. So gelingt es EVGA, sogar noch einen Steckplatz mehr als das beschriebene ASUS-Board unterzubringen. Der offensichtliche Nachteil dabei ist aber, dass sich die vier Karten, die am NF200-Chip hängen, so die Bandbreite von nur acht PCIe-2.0-Lanes teilen müssen.
| Konfiguration: Benchmarks | |
|---|---|
| 3D-Spiele | |
| Crysis | Patch 1.2.1, DirectX 10, 64-bit executable, benchmark tool Test Set 1: Very High Details, No AA Test Set 2: Very High Details, 4x AA |
| Far Cry 2 | Patch 1.03, DirectX 10, in-game benchmark Test Set 1: Ultra High Quality, No AA Test Set 2: Ultra High Quality, 4x AA |
| Tom Clancy's H.A.W.X | Patch 1.02, DirectX 10.1, in-game benchmark Test Set 1: Highest Settings, No AA Test Set 2: Highest Settings, 4x AA |
| S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky | Clear Sky Benchmark version Test Set 1: Ultra Preset, DX10 EFDL, No AA Test Set 2: Ultra Preset, DX10 EFDL, 4x MSAA |
| World in Conflict | Patch 1009, DirectX 10, timedemo Test 1: Very High Details, No AA / No AF Test 2: Very High Details 4x AA / 16x AF |
| Synthetische Tests | |
| 3DMark Vantage | Version: 1.0.1, GPU and CPU scores |
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Was mich ja wunder ist, dass das ASUS P6T mit seiner x16/x16/x4 Konfiguration sowohl bei einer als auch bei zwei Karten hinter der direkten x16/x8/x8-Konkurrenz liegt. Ganz deutlich wird das vor allem bei nur einer Karte. Ihr habt nicht etwa versehentlich den x4 als erstes verwendet, oder? Das würde nämlich auch erklären, wieso der Unterschied bei drei Karten immer mehr schrumpft.
Ich mag ja solche Overkilltests aber bevor gleich die P/L-Wächter hier aufkreuzen und den Test auseinander nehmen bezüglich dem Einsatz von Multi-GPU und das ganze Geblubber bitte schreibt es groß oben drüber, dass es als Machbarkeitsstudie gedacht ist und nicht mehr. Das ist pure Munition für jeden Berufsmarktschreier.
z.B. über Sinn und Zweck ein Triple-Crossfire aus 5870 Karten (1000€ Anschaffungspreis) mit Lynnfields zu paaren muss nicht diskutiert werden. Wer soviel Geld raushaut um auf seinem 30 Zöller noch Antialiasing zu fahren, der hat auch noch die paar Kröten um die dicke Plattform zu nehmen.
In so einem Test haben Wörter wie "günstig" und ganz besonders "Preisleistungsverhältnis" nichts verloren.
Interessant finde ich allerdings die Skalierung von mehreren Karten. Zumindest die Frase "2 Karten bringen kaum Leistungsvorteil" gehört definitiv der Vergangenheit an.
Schoen dass das getestet wurde!
Ich bin gleich doppelt ueberrascht.
1. Das der P55 Chipsatz so gut mit 2 5870 zurecht kommt im vergleich zum X58 Chipsatz mit doppelter Anbindung. Das der unterschied zwischen x16/x16 und x8/x8 so klein ist ueberrascht mich.
2. Das eine zweite 5870 nur zwischen 50-55% bzw. 60-65% mit AA an performancegewinn bringt. Besonders wenn man bedenkt dass man dadurch (eventuell) microruckler erhaelt, die die gefuehlte fps-zahl deutlich druecken, ist der sinn einer 2x5870 crossfire loesung mind. fragwuerdig.
Was mich interessieren würde ist die Crossfireleistung des P55 mit USB3 OHNE den Nvidiachip.
Danach suche ich mir grad die Finger wund. Denn so wie es aussieht rauben die P55 Boards mit USB3 Schnittstelle dem zweiten PCIE Anschluß nochmal vier Lanes....
@P55: das liegt stark am Board selbst. Bei High-End-Boards mit USB 3.0 macht es keinen Unterschied zu denen ohne.
Netter Test, man sollte es aber wirklich als Machbarkeitsstudie betrachten. Wer 1200 Euro für drei Grafikkarten hat, dem tut auch ein anderer Unterbau nicht weh (siehe Vorposter).

Ansonsten: Top Idee, das mal zu testen