P67, X58 und NF200: Die Beste Plattform Für CrossFire Und SLI
Inhaltsverzeichnis
- 1. Kraft contra Finesse
- 2. Test-Plattformen und Benchmarks
- 3. SLI Plattform Performance: Aliens Vs. Predator
- 4. SLI Plattform Performance: Crysis
- 5. SLI Plattform Performance: F1 2010
- 6. SLI Plattform Performance: Just Cause 2
- 7. SLI Plattform Performance: S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat
- 8. SLI Plattform Performance: 3DMark 11
- 9. SLI Plattform Performance: Auswertung
- 10. CrossFire Plattform Performance: Aliens Vs. Predator
- 11. CrossFire Plattform Performance: Crysis
- 12. CrossFire Plattform Performance: F1 2010
- 13. CrossFire Plattform Performance: Just Cause 2
- 14. CrossFire Plattform Performance: S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat
- 15. CrossFire Plattform Performance: 3DMark 11
- 16. CrossFire Plattform Performance: Auswertung
- 17. Fazit
Intels X58-Chipsatz kann mit drei Grafikkarten und Triple-Channel-RAM umgehen, doch den schnellsten Gaming-Prozessor gibt es nur für die weniger vielseitige P67-Plattform. Welcher ist Chipsatz der Wahl bei Multi-GPU-Konfigurationen?
Anmerkung: Dies ist der letzte Teil unseres Dreiteilers zu Grafikkartenleistung, PCIe-Skalierung und Multi-GPU-Konfigurationen. Hier alle Teile im Überblick:
Teil 1, Die Karten: Mit bis zu drei GPUs am Start: Skalierung bei AMDs CrossFire und Nvidias SLI
Teil 2, Die Steckplätze: Blickpunkt PCIe-Scaling: GeForce und Radeon auf Intel P67
Teil 3, Die Chipsätze: P67, X58 und NF200: Die Beste Plattform Für CrossFire Und SLI
Auf dem Papier: High-End oder Mainstream?
Die Vorzüge und Nachteile von Intels Mainstream-Plattformen sind jedem bekannt, der sich für Technologie interessiert. Im Vergleich zum High-End X58-Chipsatz von Intel reduzieren insgesamt 16 PCIe 2.0-Lanes der CPU die Latenz (gut), aber auch die insgesamt verfügbare Bandbreite (schlecht).
Glücklicherweise macht ein offener Multiplikator auf Prozessoren der K-Serie das Übertakten zum Kinderspiel. Andererseits unterstützt der Prozessor lediglich zwei Grafikkarten für SLI-Konfigurationen. Tatsächlich geht diese Einschränkung auf Nvidia zurück. Streng genommen verwaltet der P67-Chipsatz die 16 PCIe-Lanes des Prozessors und dessen drei PCIe-Controller.

Von künstlichen Beschränkungen abgesehen bleibt der High-End X58-Chipsatz von Intel aufgrund dieser Einschränkungen beim P67-Chipsatz auch weiterhin die erste Wahl für Extrem-Enthusiasten. Grund hierfür sind seine 36 PCIe 2.0-Lanes, womit er bis zu vier Grafikkarten in x8-Konfigurationen anbinden und trotzdem noch vier Lanes übrig behalten kann. Es ist allerdings schade, dass offene Multiplikatoren für diese Plattform auf sehr teure Extreme Edition-CPUs wie den Core i7-980X oder -990X beschränkt sind. Glücklicherweise lassen sich auch preiswertere Prozessoren mithilfe des Referenztakts übertakten, was hohe Geschwindigkeiten ermöglicht. Auch den Triple-Channel-Speichercontroller darf man nicht außer Acht lassen, der immerhin bis zu 50% mehr Bandbreite bietet als die Mainstream-Lösungen von Intel - selbst wenn dieser Vorteil größtenteils akademischer Natur ist.

Im ersten Teil unserer dreiteiligen Serie haben wir Fragen bezüglich der Skalierung mit mehreren GPUs beantwortet und im zweiten Teil untersucht, welche Ansprüche Grafikkarten an die PCIe-Bandbreite stellen. Sozusagen als Synthese der beiden vorangegangenen Artikel geht es heute um folgende Fragen:
- Ist ein PCIe-Controller mit 32 Lanes (oder sogar noch mehr) für Konfigurationen mit zwei oder drei GPUs wirklich erforderlich?
- Können ein Speicherinterface mit drei Kanälen und ein Referenztakt, der doppelt so hoch wie bei Sandy Bridge ist, einem auf 4 GHz übertakteten Core i7-920 mit Bloomfield-Kern wirklich dabei helfen, die architekturbedingten Verbesserungen eines ebenfalls auf 4 GHz übertakteten Core i7-2600K der Sandy-Bridge-Generation zu kompensieren?
- Wie gut funktioniert der Ansatz, mit Nvidias NF200-PCIe-Bridge die Anzahl der PCIe-Lanes zu vervielfältigen, wenn 16 bzw. 32 Lanes nicht ausreichen?

Jeglicher Vergleich von Plattformen, die sich wenn auch nur leicht unterschieden, führt meist unweigerlich dazu, dass Anhänger beider Seiten der jeweils anderen vorwerfen voreingenommen zu sein. Die hier verwendeten Komponenten wurden aber mit größter Sorgfalt ausgewählt, denn es ging uns vor allem um einen fairen Kampf.
Die LGA-1155- Fans beispielsweise werden jetzt sicher darauf hinweisen, dass der X58 Express durch den Drei-Kanal-Speicher einen um 50 Prozent größeren Speicherausbau ermöglicht – vorausgesetzt es werden identische Module verbaut. Allerdings würden wir an dieser Stelle behaupten, dass das Triple-Channel-Interface (und der zusätzliche Speicher) Features sind, die Intel bei den näher am Mainstream angesiedelten Plattformen schlicht (und kalkulierend) weggelassen hat.
Die LGA-1366-Fraktion dürfte wiederum darauf hinweisen wollen, dass der Core i7-990X altersmäßig für diesen Vergleich besser gepasst hätte, weil auch er der 32-nm-Generation angehört. Allerdings hat sich gezeigt, dass die extrem teure Sechs-Kern-CPU in Spielen keinen deutlichen Performance-Vorteil bietet. Deshalb sorgt ein älterer Bloomfield-Prozessor dafür, dass sich die Modelle preislich nicht so deutlich unterscheiden. Dennoch haben wir uns für die Takteinstellungen 20 x 200 MHz (Bloomfield) und 40 x 100 MHz (Sandy Bridge) entschieden, um auf diese Weise beiden Prozessoren bei einer Testfrequenz von 4 GHz die größtmögliche Performance zu entlocken.
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Sehr schöner Plattformvergleich, der wohl manch hitzig geführten Diskussion zuende führen dürfte.
Sehr schöner Plattformvergleich, der wohl manch hitzig geführten Diskussion zuende führen dürfte.
Seh ich auch so.
Ein paar Spiele mehr hätten aber auch nicht geschadet. Ich vermisse die obligatorischen Dirt 2, Metro 2033...
BF BC2, Mass Effect 2 oder Dead Space 2 wären auch noch schön gewesen.
von Arma2 ganz zu schweigen