Verkaufszahlen von PC-Systemen sollen weiter sinken

Tablets und selbst Smartphones werden seit Jahren für das schwindende Interesse am klassischen Desktop-PCs, aber auch tragbaren Rechnern verantwortlich gemacht.

Doch zuletzt erfreuten sich die GPC-Systeme gerade in der westlichen Hemisphäre einer wachsenden Beliebtheit: Wurden in Australien, Europa und den USA 2013 noch 51,1 Millionen Schreibtischrechner verkauft, steigt der Absatz in diesem Jahr auf voraussichtlich 53,3 Millionen.

Allerdings soll es sich den aktuellen Zahlen von IDC zufolge nur um eine kurze Ausnahme in einem langfristigen Trend handeln: In den aufstrebenden Märkten gehen die Käufe auch in diesem Jahr um 5,5 Millionen auf 80,2 Millionen zurück. Insgesamt sinkt die Zahl der weltweit verkauften Desktop-Rechner von 136,7 in 2013 auf 133,6 Millionen in diesem Jahr.

Auch der Ausblick, den die Analysten geben, ist alles andere als rosig: 2018 soll auch in der westlichen Welt der Bedarf an klassischen PCs auf 44,8 Millionen zurückgehen, in den wachsenden Märkten sollen es nur noch 76,4 Millionen sein.

Äquivalent ist das Bild bei Notebooks. Während die Absätze in den etablierten Märkten vom vergangenen zu diesem Jahr von 82,2 auf 89,4 Millionen Geräte wuchsen, wird bis 2018 von einem Rückgang auf 85,2 Millionen Notebooks jährlich ausgegangen. 

Damit werden den Prognosen zufolge 2018 weltweit fast 25 Millionen PC-Systeme weniger verkauft. 2013 soll das Gesamtvolumen noch bei 315,1 Millionen Rechnern gelegen haben. In diesem Jahr muss die Branche bereits einen deutlichen Rückgang auf 306,7 Millionen hinnehmen, 2018 sollen jährlich nur noch 291,9 Millionen Systeme verkauft werden.

Wie immer ist bei dieser Art Wahrschau aber eine gewisse Skepsis angesagt: Der Trend mag sich vielleicht bestätigen, aber ob die konkreten Zahlen vier Jahre in der Zukunft (!) genauso aussehen wie jetzt von IDG konstatiert, darf bezweifelt werden. Schließlich sind vier Jahre in der Technik-Branche eine lange Zeit. Theoretisch könnte es einen Innovationsbruch geben wie damals, als Apple das iPhone vorstellte und die Smartphones als neue Geräteklasse auf den Markt explodierten. Ein ähnliches Event könnte den Desktop-Niedergang beschleunigen. Das Gegenteil ist theoretisch aber genauso denkbar; vielleicht wird in einem Jahr eine Technik marktreif, deren Leistungsanforderungen so extrem sind, dass sie nur von den großvolumigen Desktop-PCs abgefangen werden können.

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4 Kommentare
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  • Die altbekannte Sau läuft mal wieder durchs Dorf. Also werden wir alle sterben und keiner denkt an die Kinder, wenn das Ende des PCs mal wieder näher rückt.
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  • hrhr... ich sag nur steambox... die läuft den trends entgegen, ihr werdet's sehen... linux wird boomen, microsoft wird pleite gehen und google die weltherrschaft an sich reissen...

    ich kann auch viel behaupten wenn der Tag lang ist, und natürlich statistiken so lange schönen bis diese das belegen *g*
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  • Das liegt wohl daran das immer weniger leute sich einen kommplettrechner beim händler kaufen. Bei uns in Stuttgart kaufen nur noch sehr wenige leute sich einen pc z.B. beim Media Markt. Wir haben hier einen K&M und einen Arlt. Sich den PC von denen zusammenstellen zu lassen ist:

    1. Sehr viel billiger, weil in dem Rechner dann nur drin ist was man auch haben will.

    2.Man vor ort einen Ansprechpartner hat, wo auch den Rechner vor ort öffnen und reparieren kann. Denn seien wir ehrlich, wer will seinen rechner schon 2-3 wochen einschicken lassen. Um dann nicht mal neuware zu bekommen, sondern nur ein Austauschgerät wo auch schon 3-4 mal dran rumgeschraubt wurde.

    Alles in allen sind kommplettrechner nur gut, wenn der laden wo sie verkauft pleite geht, und man sie für den bruchteil des vorigen preises bekommt. Das war senf dazu peace and out.
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