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LSI WarpDrive Acceleration Card SLP-300 (300 GB)

Volle Kraft: PCI Express-SSDs Im Test
Von , Achim Roos

Firmware: 01.03.00.00
Driver:  2.10.38

LSI geht bei seinen 6 Gb/s SAS-Speicherprodukten aggressiv vor und ist einer der ersten Hersteller von 6 Gb/s SAS- Controller zweiter Generation. Wir testen derzeit den neuen MegaRAID SAS 9285-8e, der Dank der Dual Core CPU-Einheit zu deutlich besseren I/O-Performance-Werten führen soll. Die WarpDrive Acceleration Card ist eine logische Weiterentwicklung der Controller-Produkte, da Fusion-io-Karten in erster Linie auf Enterprise-Arbeitslasten abzielen, die auch für LSI als traditionelles Jagdrevier gelten.

Es macht also durchaus Sinn, SSD-Lösungen für Enterprise-Umgebungen anzubieten, die direkt nach dem Auspacken verwendet werden können. Das Unternehmen verbindet seinen LSISAS2008-Speicher-Controller mit sechs Flash-Speichermodulen. Jedes dieser Module ist an einen der Controller-Ports angeschlossen und bietet 64 GB SLC NAND-Flash-Speicher. Von dieser Kapazität werden allerdings effektiv lediglich 50 GB genutzt. Die SandForce SF-1500-Controller bedienen die SSDs. Im Grunde genommen werden diese SSDs genau wie alle anderen SSDs gehandhabt, die man selbst an einen solchen Controller anschließen würde. Es wäre nett gewesen, wenn diese Karte auch mit zwei zusätzlichen SAS- oder SATA-Ports ausgestattet wäre, womit man weiteren Speicher hätte anschließen können; allerdings ist das beim SLP-300 nicht der Fall. Uns gefällt, dass die SLP-300 bootfähig ist und damit für die Installation des Betriebssystems genutzt werden kann.

Im Vergleich zur Lösung von Fusion-io ist dies der klar komplexere Ansatz, da man hier SATA-SSDs benötigt, die in einem RAID-Array eingesetzt werden, das wiederum von der LSI-Hardware verwaltet wird. Dieser Ansatz aufgrund seiner modularen Struktur Sinn. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, kommt es in erster Linie auf die Ergebnisse an. Sollte es also eine herkömmliche Lösung auf RAID-Basis geben, die mit Standardkomponenten eine hervorragende Performance liefert, ist das verwendete Konzept ganz in unserem Sinn.

Alle sechs SSDs sind zweilagig direkt auf der Karte montiert. Man könnte die Karten leicht entfernen oder durch entsprechende Hardware ersetzen falls verfügbar. Unserer Meinung nach würde sich mSATA als Formfaktor hier anbieten, da dieser relativ neue Standard ermöglichen könnte, auf flexible Weise SSDs iauf eine Storage-Steckkarte zu integrieren.

Trotz des massiven Erscheinungsbildes benötigt die Karte lediglich halbe Bauhöhe sowie –länge und passt damit auch in 2HE Rackmount-Server. Zudem sollten wir erwähnen, dass diese Karte ein x8 PCI Express 2.0-Interface benutzt. Also ist auf Client-PCs ein derartiger Slot oder ein x16-Steckplatz notwendig. Dank des PCIe 2.0-Standards bietet die Karte theoretisch eine maximale Bandbreite von 4 GB/s Upstream und Downstream. Das ist zwar nicht wirklich nötig, schadet aber auch nicht.

Zur Verwaltung des WarpDrives verwendet man den MegaRAID Storage Manager von LSI.Zur Verwaltung des WarpDrives verwendet man den MegaRAID Storage Manager von LSI.

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