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Nytro WarpDrive

Zwei PCI Express-SSDs im Test
Von , Achim Roos

LSI bietet seine Nytro-Anwendungsbeschleuniger in zwei Varianten an. Den Anfang macht das Nytro WarpDrive, eine PCIe-2.0-Steckkarte im Low-Profile-Format mit x8-Anbindung, auf der 4 SandForce 2583-Controller samt jeweils zugeteiltem NAND-Flash sitzen. Diese sind wiederum zu einem RAID 0 zusammengeschlossen und werden von einem LSI PCIe-SAS-Controller verwaltet. Der so gebündelte Speicherplatz des Nytro WarpDrive steht anschließend dem Betriebssystem zur Verfügung, unter anderem CentOS, FreeBSD, Solaris, VMware sowie diversen Inkarnationen von Windows und Windows Server. Zu den typischen Anwendungsgebieten für das WarpDrive zählen laut Hersteller etwa das Web-Serving, Data-Warehousing, Data-Mining, Online Transaction Processing sowie ganz allgemein der Einsatz in Hochleistungsrechnern.

Die Kapazitäten des Nytro WarpDrive bewegen sich zwischen 200 GB und 1600 GB und setzen je nach Modell auf SLC-NAND oder MLC-NAND (siehe Tabelle). Wir haben die kleinste Ausgabe NWD-WLP4-200 auf den Prüfstand gehoben, die im Online-Shop von LSI zum Testzeitpunkt 4.995 US-Dollar kostet, also rund 3.900 Euro. Deren Speicherplatz verteilt sich auf 4 x 64 GB-Module, wobei nur jeweils 50 GB genutzt werden und die restliche Kapazität dem Overprovisioning dient. Für das Spitzenmodell NWD-BLP4-1600 sind 16.795 US-Dollar fällig, umgerechnet etwa 13.150 Euro.

Nytro WarpDrive-Karten

Nytro WarpDrive-ModellNWD-WLP4-200NWD-WLP4-400NWD-BLP4-400NWD-BLP4-800NWD-BLP4-1600
Kapazität200 GB400 GB400 GB800 GB1600 GB
Schnittstelle / Formfaktorx8 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex8 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex8 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex8 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex8 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhe
NAND-TypSLCSLCMLCMLCMLC
Anwendungstyp laut HerstellerSchreibintensivSchreibintensivAusgeglichene Lese- und SchreibvorgängeAusgeglichene Lese- und SchreibvorgängeAusgeglichene Lese- und Schreibvorgänge
IOPS 4K Lesen/Schreiben238.000 / 133.000238.000 / 133.000218.000 / 75.000218.000 / 75.000218.000 / 75.000
IOPS 8K Lesen/Schreiben189.000 / 137.000189.000 / 137.000183.000 / 118.000183.000 / 118.000183.000 / 118.000
Bandbreite Lesen/Schreiben2.0 GB/s / 1.7 GB/s2.0 GB/s / 1.7 GB/s2.0 GB/s / 1.0 GB/s2.0 GB/s / 1.0 GB/s2.0 GB/s / 1.0 GB/s

Eine weitere Variante des Nytro WarpDrive müssen wir noch nachliefern, wobei sich an der Hardware nichts ändert. Das Nytro WarpDrive XD, dessen Namenszusatz für "accelerated disk" steht, ist ein Bundle aus der WarpDrive-Karte und einer Caching-Software von LSI. Mit diesem Programm lässt sich Caching auch von SAS oder Direct Attached Storage-Arrays durchführen. Derzeit ist im Online-Shop von LSI nur eine einzige Version des Nytro WarpDrive XD erhältlich (BLP4-400), wobei der Aufpreis gegenüber der "XD-losen" Ausgabe 3900 US-Dollar beträgt (etwa 3100 Euro).

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  • Tesetilaro , 20. November 2012 16:47
    zeigt sich imho nur, daß die Samsung und Marvell Controller den Sandforce haushoch überlegen sind, man stelle sich Raidverbund via PCIexpress angeschlossen mit mehreren dieser Controller vor...

    Dann wären die SF Controlle schlicht deklassiert - so stellen sich die Testergebniss zumindest für mich dar.
  • kraeutersalz , 20. November 2012 23:09
    Jetzt müssen die Hersteller nur noch die austauschbaren SSD-Blades in RAM-Riegel-Form anbieten und die Mainboardhersteller mehr Bänke einbauen. So könnte ich mir die Zukunft der Festspeicherung im Computer vorstellen.
    Irgendwann werden wir sowieso mal superrechner am Handgelenk tragen können ^^

    MfG kraeutersalz
  • Headyman , 21. November 2012 00:47
    "Zufällige Schreib- und Lesezugriffe mit einer Blockgröße von 512 GB..."
    So weit sind wir noch nicht ganz... :) 
  • Headyman , 21. November 2012 00:55
    Irgendwie ernüchternd, 4x Sandforce und nur 2-3 mal schneller wie 1xSamsung

    Hoffentlich kämpfen die Sandforce hier Controller nicht auch an Krankheiten, die Firmen wie OCZ ziemlich zermürbt haben.

    Bei der Zuverlässigkeit kommt man eigentlich an Samsung gar nicht mehr vorbei, seit der 470 und auch die 8xx Serien sind praktisch uneinholbar weit vorn.
  • derGhostrider , 21. November 2012 22:29
    Den Tippfehler hat ja bereits Headyman gefunden... ;) 

    Was bleibt da zu sagen? Nun, die LSI Karte ist für den Servereinsatz. Man darf nicht vergessen, daß die mit SLC-Chips ausgeliefert wird und somit sehr robust sein dürfte. Also in Anwendungsszenarien, wo normale Deskopf-SSDs nach einigen Monaten schlichtweg kaputt sind, hat eine solche Lösung keine Probleme.
    DAS ist dann wohl auch der entscheidende Grund für den Preis! Mit passendem RAID-Controller und genügend SSDs könnte man ansonsten die reine Geschwindigkeit auch anders realisieren. Aber Geschwindigkeit ist wertlos, wenn das System unzuverlässig ist bzw alle Nase lang die SSDs ausfallen. (Ausfallen durch extremen Verschleiß ist gemeint)

    Die OWC ist irgendwie überflüssig. m.E. schneidet die 840 pro häufig genug besser ab, kostet weniger und ist problemloser zu betreiben.

    -----

    Bleibt noch zu hoffen, daß die neuen Enterprise-SSDs von Samsung und Intel gegeneinander getestet werden! Also diese Samsung 1625 (?)... Die klingt von den Daten her nämlich brauchbar - sofern sie denn auch hält, was versprochen wird.
  • Tesetilaro , 22. November 2012 09:34
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 
  • sleepless , 24. November 2012 14:41
    IMMER WENN . . .

    . . . die chinesische Hardware-Mafia mit Begriffe wie :

    - SSD (gepaart mit PCI-Ex)
    bzw.
    - Entensteiß
    - Speed
    - Professional
    - etc.
    rumhantiert, . . .

    . . . ist nur EINES immer gaaaaaaaaaaaaaanz klar:

    Es wird extrem unangemessen SAU-TEUER !!!
  • derGhostrider , 24. November 2012 19:46
    Zitat :
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 

    Das ist Unfug. Eine Milchmädchenrechnung, die vielleicht zu Hause aufgeht oder in Systemen, bei denen es eigentlich eh egal ist, was man macht, da sie unglaublich unwichtig sind.

    Bei produktiven Servern kannst Du nicht alle Nase lang den Betrieb unterbrechen, nur da Du meinst an MLC-SSDs 10 Euro sparen zu können.
    Das rechnet sich niemals, denn allein die Ausfallzeit der Hardware ist bereits teurer als die SLC-SSD. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Arbeitszeit.
  • derLordselbst , 4. Februar 2013 13:22
    Für mich entscheidende Infos fehlen (oder ich habe sie überlesen^^):

    Unterstützen die Karten TRIM, bzw. klappt das über PCIExpress? Wenn nicht, bekommen sie die "Alterung" durch eigene Tools im Griff? (aus meinem Bekanntenkreis kenne ich RAID-Experimente, die erst begeisterten, aber nach einem halben Jahr langsamer als Single-SSDs liefen...

    Sind die Karten bootfähig?
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