Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

OWC Mercury Accelsior

Zwei PCI Express-SSDs im Test
Von , Achim Roos

Bei der OWC Mercury Accelsior hält sich der Hersteller mit technischen Daten deutlich stärker zurück als LSI beim Nytro WarpDrive, doch das zu erwartende Leistungsspektrum der PCIe-Steckkarte lässt sich auch anhand der wenigen Eckdaten klar verorten: Die Mercury Accelsior basiert auf einer PCIe-2.0-Steckkarte im Low-Profile-Format mit x2-Anbindung und verfügt über zwei SSD-Module mit SandForce SF-2281-Controller, die vom 6 Gb/s Marvell-RAID-Chip 88SE9230 als RAID 0 verwaltet werden, sich aber auch im RAID 1 nutzen lassen. Die vom Hersteller angegebenen Transferraten sollen mit bis zu 823 MB/s beim Lesen und 772 MB/s beim Schreiben recht nahe beim maximal möglichen PCIe-2.0-x2-Datendurchsatz von 1000 MB/s liegen.

Die beiden im Speicherriegelformat gehaltenen und als Blades bezeichneten SSDs der Mercury Accelsior kann man von der Platine lösen, wodurch sich die Karte jederzeit erweitern lässt. Passend dazu will OWC einzelne Blades unterschiedlicher Kapazitäten anbieten. Obwohl die Mercury Accelsior problemlos in PCs läuft, hat sie OWC in erster Linie für den Mac Pro entwickelt. Mac OS X lässt sich darauf wie auf einer gewöhnlichen Festplatte installieren und auch davon booten, ohne dass zuvor spezielle Treiber installiert werden müssen. Ausprobiert haben wir das allerdings nicht.

Je nach Modell speichert das synchrone MLC-NAND der OWC Mercury Accelsior 120 GB, 240 GB, 480 GB oder 960 GB Daten, wobei zusätzlich etwa 13 Prozent der nominellen Kapazität für das Overprovisioning dazukommen. Die Preise liegen beim kleinsten Modell bei rund 290 Euro, während der 960-GB-Bolide rund 1400 Euro kostet und die von uns gestetete 480-GB-Version mit einem durchschnittlichen Straßenpreis von 680 Euro zu Buche schlägt. OWC gibt 3 Jahre Garantie auf die PCIe-Karte.

OWC Mercury Accelsior-Karten

OWC Mercury AccelsiorOWCSSDPHW2R120OWCSSDPHW2R240OWCSSDPHW2R480OWCSSDPHW2R960
Kapazität120 GB240 GB480 GB960 GB
Schnittstelle / Formfaktorx2 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex2 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex2 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhex2 PCI Express 2.0 / halbe Bauhöhe
NAND-TypMLC (synchron)MLC (synchron)MLC (synchron)MLC (synchron)
Sequenzielles Lesen/Schreiben823 MB/s / 772 MB/s823 MB/s / 772 MB/s823 MB/s / 772 MB/s823 MB/s / 772 MB/s
IOPS 4K Lesen/Schreiben100.000 / 100.000100.000 / 100.000100.000 / 100.000100.000 / 100.000

Kommentar abgeben
Experten im Forum befragen
Ihre Reaktion auf diesen Artikel

Zu diesem Thema einen neuen Thread im Forum Artikel erstellen.

Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Alle 9 Kommentare anzeigen.
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • Tesetilaro , 20. November 2012 16:47
    zeigt sich imho nur, daß die Samsung und Marvell Controller den Sandforce haushoch überlegen sind, man stelle sich Raidverbund via PCIexpress angeschlossen mit mehreren dieser Controller vor...

    Dann wären die SF Controlle schlicht deklassiert - so stellen sich die Testergebniss zumindest für mich dar.
  • kraeutersalz , 20. November 2012 23:09
    Jetzt müssen die Hersteller nur noch die austauschbaren SSD-Blades in RAM-Riegel-Form anbieten und die Mainboardhersteller mehr Bänke einbauen. So könnte ich mir die Zukunft der Festspeicherung im Computer vorstellen.
    Irgendwann werden wir sowieso mal superrechner am Handgelenk tragen können ^^

    MfG kraeutersalz
  • Headyman , 21. November 2012 00:47
    "Zufällige Schreib- und Lesezugriffe mit einer Blockgröße von 512 GB..."
    So weit sind wir noch nicht ganz... :) 
  • Headyman , 21. November 2012 00:55
    Irgendwie ernüchternd, 4x Sandforce und nur 2-3 mal schneller wie 1xSamsung

    Hoffentlich kämpfen die Sandforce hier Controller nicht auch an Krankheiten, die Firmen wie OCZ ziemlich zermürbt haben.

    Bei der Zuverlässigkeit kommt man eigentlich an Samsung gar nicht mehr vorbei, seit der 470 und auch die 8xx Serien sind praktisch uneinholbar weit vorn.
  • derGhostrider , 21. November 2012 22:29
    Den Tippfehler hat ja bereits Headyman gefunden... ;) 

    Was bleibt da zu sagen? Nun, die LSI Karte ist für den Servereinsatz. Man darf nicht vergessen, daß die mit SLC-Chips ausgeliefert wird und somit sehr robust sein dürfte. Also in Anwendungsszenarien, wo normale Deskopf-SSDs nach einigen Monaten schlichtweg kaputt sind, hat eine solche Lösung keine Probleme.
    DAS ist dann wohl auch der entscheidende Grund für den Preis! Mit passendem RAID-Controller und genügend SSDs könnte man ansonsten die reine Geschwindigkeit auch anders realisieren. Aber Geschwindigkeit ist wertlos, wenn das System unzuverlässig ist bzw alle Nase lang die SSDs ausfallen. (Ausfallen durch extremen Verschleiß ist gemeint)

    Die OWC ist irgendwie überflüssig. m.E. schneidet die 840 pro häufig genug besser ab, kostet weniger und ist problemloser zu betreiben.

    -----

    Bleibt noch zu hoffen, daß die neuen Enterprise-SSDs von Samsung und Intel gegeneinander getestet werden! Also diese Samsung 1625 (?)... Die klingt von den Daten her nämlich brauchbar - sofern sie denn auch hält, was versprochen wird.
  • Tesetilaro , 22. November 2012 09:34
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 
  • sleepless , 24. November 2012 14:41
    IMMER WENN . . .

    . . . die chinesische Hardware-Mafia mit Begriffe wie :

    - SSD (gepaart mit PCI-Ex)
    bzw.
    - Entensteiß
    - Speed
    - Professional
    - etc.
    rumhantiert, . . .

    . . . ist nur EINES immer gaaaaaaaaaaaaaanz klar:

    Es wird extrem unangemessen SAU-TEUER !!!
  • derGhostrider , 24. November 2012 19:46
    Zitat :
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 

    Das ist Unfug. Eine Milchmädchenrechnung, die vielleicht zu Hause aufgeht oder in Systemen, bei denen es eigentlich eh egal ist, was man macht, da sie unglaublich unwichtig sind.

    Bei produktiven Servern kannst Du nicht alle Nase lang den Betrieb unterbrechen, nur da Du meinst an MLC-SSDs 10 Euro sparen zu können.
    Das rechnet sich niemals, denn allein die Ausfallzeit der Hardware ist bereits teurer als die SLC-SSD. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Arbeitszeit.
  • derLordselbst , 4. Februar 2013 13:22
    Für mich entscheidende Infos fehlen (oder ich habe sie überlesen^^):

    Unterstützen die Karten TRIM, bzw. klappt das über PCIExpress? Wenn nicht, bekommen sie die "Alterung" durch eigene Tools im Griff? (aus meinem Bekanntenkreis kenne ich RAID-Experimente, die erst begeisterten, aber nach einem halben Jahr langsamer als Single-SSDs liefen...

    Sind die Karten bootfähig?
Ihre Reaktion auf diesen Artikel