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Zwei PCI Express-SSDs im Test

Zwei PCI Express-SSDs im Test
Von , Achim Roos

RAID-Controller mit integrierten SSDs: Beides sitzt auf den PCI-Express-Steckkarten von LSI und OWC, die wir im Testlabor der Leistung herkömmlicher SSDs gegenüberstellen.

Vor rund einem Jahr übernahm LSI, ein Anbieter von Speicher- und Netzwerklösungen, mit SandForce einen der führenden Hersteller von SSD-Controllern. Aus dieser Fusion entsprang zuerst die bereits von uns getestete LSI WarpDrive Acceleration Card und nun deren Nachfolger Nytro WarpDrive, der auf den Enterprise-Einsatz zugeschnitten ist. Hinter beiden steckt das gleiche Funktionsprinzip, erklärt am Beispiel unseres aktuellen Testkandidaten: Das Nytro WarpDrive bezeichnet eine Serie von PCI Express-Steckkarten in Kapazitäten von 200 GB bis 1600 GB zur Beschleunigung von Anwendungen, die sich durch ihre auf der Platine eingesetzten und zu einem RAID 0 zusammengeschlossenen SSDs laut LSI durch besonders hohe Leistung bei niedrigen Latenzzeiten und gleichzeitig geringer CPU-Belastung auszeichnen sollen. Messungen bei LSI haben angeblich ergeben, dass eine einzige Nytro-WarpDrive-Karte die Arbeit hunderter herkömmlicher Festplatten verrichten kann.

Auf die Idee, eine PCI-Express-Steckkarte mit NAND-Flash zu verdrahten, sind allerdings auch andere Hersteller schon gekommen, beispielsweise OCZ mit dem Revodrive. Mit OWC gesellt sich nun ein weiterer Anbieter dazu, siedelt das Einsatzgebiet seines Produkts aber weniger im Enterprise-Markt als vielmehr bei den PC- und Mac-Enthusiasten an, die ihren Rechner beschleunigen wollen. Der zweite Testkandidat heißt OWC Mercury Accelsior, eine PCI-Express-Steckkarte für PCs und Mac Pro-Rechner, die mit zwei SSD-Modulen bestückt ist, wie das WarpDrive standardmäßig im RAID 0 arbeitet und in Kapazitäten von 120 GB, 240 GB, 480 GB und 960 GB erhältlich ist. Im Gegensatz zur LSI-Karte wendet sich die Mercury Accelsior nicht nur an den Profi-Bereich, sondern platziert sich vielmehr als extrem schnelle Speicherlösung für jedermann. Wie der Name schon andeutet, soll das besonders gut, weil besonders schnell gelingen. In Zahlen ausgedrückt will die OWC Mercury Accelsior Transferraten von bis zu 820 MB/s sowie bis zu 100.000 IOPS erreichen.

Anhand der beiden PCIe-Karten wollen wir exemplarisch zeigen, wie für das Enterprise- oder Profi-Segment konzipierte SSD-Lösungen gegenüber herkömmlichen Desktop-/Workstation-Flashlaufwerken abschneiden. Im Prinzip kommt dafür zwar nur das Nytro WarpDrive in Frage, doch wir haben die OWC Mercury Accelsior wegen ihres gleichen Funktionsprinzips mit in den Test aufgenommen. Ebenfalls zum besseren Vergleich mit SSDs sind in den Benchmark-Charts eine Auswahl älterer sowie aktueller und besonders schneller Flash-Laufwerke aufgeführt, darunter die Micron P300 und die Samsung 840 Pro.

Alle 9 Kommentare anzeigen.
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  • Tesetilaro , 20. November 2012 16:47
    zeigt sich imho nur, daß die Samsung und Marvell Controller den Sandforce haushoch überlegen sind, man stelle sich Raidverbund via PCIexpress angeschlossen mit mehreren dieser Controller vor...

    Dann wären die SF Controlle schlicht deklassiert - so stellen sich die Testergebniss zumindest für mich dar.
  • kraeutersalz , 20. November 2012 23:09
    Jetzt müssen die Hersteller nur noch die austauschbaren SSD-Blades in RAM-Riegel-Form anbieten und die Mainboardhersteller mehr Bänke einbauen. So könnte ich mir die Zukunft der Festspeicherung im Computer vorstellen.
    Irgendwann werden wir sowieso mal superrechner am Handgelenk tragen können ^^

    MfG kraeutersalz
  • Headyman , 21. November 2012 00:47
    "Zufällige Schreib- und Lesezugriffe mit einer Blockgröße von 512 GB..."
    So weit sind wir noch nicht ganz... :) 
  • Headyman , 21. November 2012 00:55
    Irgendwie ernüchternd, 4x Sandforce und nur 2-3 mal schneller wie 1xSamsung

    Hoffentlich kämpfen die Sandforce hier Controller nicht auch an Krankheiten, die Firmen wie OCZ ziemlich zermürbt haben.

    Bei der Zuverlässigkeit kommt man eigentlich an Samsung gar nicht mehr vorbei, seit der 470 und auch die 8xx Serien sind praktisch uneinholbar weit vorn.
  • derGhostrider , 21. November 2012 22:29
    Den Tippfehler hat ja bereits Headyman gefunden... ;) 

    Was bleibt da zu sagen? Nun, die LSI Karte ist für den Servereinsatz. Man darf nicht vergessen, daß die mit SLC-Chips ausgeliefert wird und somit sehr robust sein dürfte. Also in Anwendungsszenarien, wo normale Deskopf-SSDs nach einigen Monaten schlichtweg kaputt sind, hat eine solche Lösung keine Probleme.
    DAS ist dann wohl auch der entscheidende Grund für den Preis! Mit passendem RAID-Controller und genügend SSDs könnte man ansonsten die reine Geschwindigkeit auch anders realisieren. Aber Geschwindigkeit ist wertlos, wenn das System unzuverlässig ist bzw alle Nase lang die SSDs ausfallen. (Ausfallen durch extremen Verschleiß ist gemeint)

    Die OWC ist irgendwie überflüssig. m.E. schneidet die 840 pro häufig genug besser ab, kostet weniger und ist problemloser zu betreiben.

    -----

    Bleibt noch zu hoffen, daß die neuen Enterprise-SSDs von Samsung und Intel gegeneinander getestet werden! Also diese Samsung 1625 (?)... Die klingt von den Daten her nämlich brauchbar - sofern sie denn auch hält, was versprochen wird.
  • Tesetilaro , 22. November 2012 09:34
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 
  • sleepless , 24. November 2012 14:41
    IMMER WENN . . .

    . . . die chinesische Hardware-Mafia mit Begriffe wie :

    - SSD (gepaart mit PCI-Ex)
    bzw.
    - Entensteiß
    - Speed
    - Professional
    - etc.
    rumhantiert, . . .

    . . . ist nur EINES immer gaaaaaaaaaaaaaanz klar:

    Es wird extrem unangemessen SAU-TEUER !!!
  • derGhostrider , 24. November 2012 19:46
    Zitat :
    Der Punkt mit SLC vs. MLC ist mitnichten so einfach, inzwischen gibt es tools die auswerten wann die SSD voraussichtlich ausfällt, dann kann ich in ruhe berechnen wieviele MLC SSDs ich über die lebenszeit brauchen, den preis addieren und dann feststellen, möglicherweise günstiger als eine SLC...

    hängt halt alles vom Scenarion ab ;) 

    Das ist Unfug. Eine Milchmädchenrechnung, die vielleicht zu Hause aufgeht oder in Systemen, bei denen es eigentlich eh egal ist, was man macht, da sie unglaublich unwichtig sind.

    Bei produktiven Servern kannst Du nicht alle Nase lang den Betrieb unterbrechen, nur da Du meinst an MLC-SSDs 10 Euro sparen zu können.
    Das rechnet sich niemals, denn allein die Ausfallzeit der Hardware ist bereits teurer als die SLC-SSD. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Arbeitszeit.
  • derLordselbst , 4. Februar 2013 13:22
    Für mich entscheidende Infos fehlen (oder ich habe sie überlesen^^):

    Unterstützen die Karten TRIM, bzw. klappt das über PCIExpress? Wenn nicht, bekommen sie die "Alterung" durch eigene Tools im Griff? (aus meinem Bekanntenkreis kenne ich RAID-Experimente, die erst begeisterten, aber nach einem halben Jahr langsamer als Single-SSDs liefen...

    Sind die Karten bootfähig?
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