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Intel Pentium 4 alias Prescott im Detail

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Äußerlich gleich, neues im Inneren: 1 MB L2-Cache, 16 kB L1-Daten-Cache und ein erweiterter Befehlssatz namens SSE3.

Schon im Herbst sollte sie eigentlich kommen, doch die CPU wurde auf den späten Winter verschoben. Schnell kamen Gerüchte auf: Hatte Intel die 90-nm-Fertigung etwa nicht im Griff? Oder war genau das Gegenteil der Fall und dieser Schritt kam aus strategischen Überlegungen?

Wir halten Fertigungsschwierigkeiten für den wahren Grund. Die Ursache sehen wir jedoch nicht im 90-nm-Prozess, sondern im Design der neuen CPU. Zwei Indizien sprechen dafür: Zum einen wird Prescott bei gleichem Takt spürbar wärmer als ein Northwood-Prozessor - wir ermittelten einen durchschnittlichen Unterschied von vier Grad Celsius am unteren Rand des verwendeten Zalman-Kühlers - und zum anderen zögert Intel noch mit der Auslieferung der 3,4-GHz-Version.

Die Nomenklatur der Neulinge ist schnell erklärt: Intel fügt zur Kennzeichnung einfach ein E hinter die Taktzahl, z.B. Pentium 4 3.0E GHz. Das ließt sich zwar nicht schön, hat sich aber bewährt. Neben den drei Versionen, die wir in diesem Artikel vorstellen (2,8 bis 3,2 GHz) wird Intel eine Low-Cost-Variante mit 2,8 GHz, 133 MHz Systemtakt (FSB533) und ohne Hyper Threading anbieten. Diese CPU ist vor allem für Geschäftskunden vorgesehen, denen Intel eine langfristige Plattformstabilität garantiert.

Im Grunde hat sich nicht viel geändert: Es bleibt bei Sockel 478, nur die Spezifikationen hat Intel angepasst. Das ist auch bitter nötig, denn mit einer TDP (Thermal Design Power) von nunmehr 103 W sind die Modelle mit 3,2 und 3,4 GHz neue Rekordhalter in Sachen Leistungsverlust. Paradox, denn ein Shrinking sollte eigentlich das Gegenteil bewirken.

Faszinierend ist dabei die TDP des Pentium 4 Extreme Edition mit 3,4 GHz: Mit 102,9 W bleibt er knapp darunter. Bei den TDP-Angaben handelt es sich zwar um die nur selten erreichte maximale Verlustleistung, doch wir konnten auch zwischen dem P4 Extreme Edition 3,4 GHz und dem Pentium 4 3,2E GHz deutliche Temperaturunterschiede zu Lasten des Prescott feststellen.

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