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Intels neue Waffe: Pentium 4 Prescott

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Gleich drei neue Desktop-Prozessoren stellt Intel am heutigen Tag vor. Einen taktgesteigerten Pentium 4 mit 3,4 GHz, dessen Extreme Edition mit 3,4 GHz und den mit Spannung erwarteten Prescott-Prozessor, der bereits seit Monaten die Gerüchteküche am Brodeln hielt. Allerdings wird dieser vom Chipgiganten stiefmütterlich behandelt, denn Prescott ist kein Topmodell. Im Gegenteil: Selbst die 3,4-GHz-Version soll erst "in Kürze" nachgeliefert werden.

Anfangs wurde über die Bezeichnung Pentium 5 spekuliert, da der auf 90 Nanometer verkleinerte Prozessor mit zahlreichen Änderungen gesegnet ist, die ihn vom klassischen Pentium 4 auf Basis des Northwood-Kerns unterscheiden: 1 MB anstatt 512 kB L2-Cache, ein von 8 auf 16 kB vergrößerter Daten-Cache, 13 neue Befehle, die Intel unter der Bezeichnung SSE3 zusammenfasst, sowie eine von 20 auf 31 Stufen verlängerte Pipeline, die der NetBurst-Architektur und letzten Endes der Hyper-Threading-Technologie zugute kommen sollen. Das Konzept ist nicht neu und hat auch Nachteile, doch dazu später mehr.

Dass die Entscheidung letzten Endes doch gegen Pentium 5 fiel, mag auch mit der Tatsache zusammen hängen, dass ohnehin wesentliche Änderungen bevorstehen, die eines Versionswechsels viel eher würdig sind. Nach der CeBIT wird der Sockel 478 durch den Sockel 775 und neue Chipsätze mit Unterstützung für DDR II abgelöst. Zudem wurde von Intel-Chef Otellini kürzlich die Diskussion um 64-bit-Erweiterungen für Intels Desktop-Prozessoren neu entfacht.

Es mag aber auch daran liegen, dass Intel den neuen Goldesel ganz bewusst als sanfte Modellpflege tarnen will, denn der 90-nm-Prozess rund um Prescott bietet mehr als nur die baldige Möglichkeit, die Taktraten abermals steigen zu lassen.

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