Pentium 955 Extreme: Vier virtuelle CPUs bis 4.26 GHz
Inhaltsverzeichnis
- 1. Enormes Overclocking-Potenzial: 4.26 GHz stabil
- 2. Software-Angebot
- 3. 14 von 21 Benchmarks nutzen Multi-Cores
- 4. Rollout der siebten Extreme Edition
- 5. Pentium Extreme Edition 955
- 6. 2 x 2 MB L 2-Cache und FSB1066
- 7. Virtualization Technology
- 8. Der Hyperthreading-Tradition treu geblieben
- 9. Overclocking auf 3,73 und 4,0 GHz
- 10. Overclocking auf 4,26 GHz
- 11. Keine Energiesparfunktionen
- 12. Aktualisierte Benchmark-Suite
- 13. Impressionen vom Testsystem
- 14. Motherboards für den neuen Star
- 15. Gigabyte GA-G1975X
- 16. Test-Setup
- 17. Benchmarks & Einstellungen
- 18. Messung des Stromverbrauchs
- 19. Benchmark-Ergebnisse
- 20. OpenGL, Fortsetzung
- 21. OpenGL, Fortsetzung
- 22. OpenGL, Fortsetzung
- 23. Video
- 24. Audio
- 25. Applikationen
- 26. Applikationen, Fortsetzung
- 27. Applikationen (Multitasking)
- 28. Synthetische Benchmarks
- 29. Fazit
- 30. Mehr zum Thema

Für knapp 1000 Euro steht Intels neues Spitzenmodell in der Preisliste : Der Pentium 955 Extreme. Er ist der potente Gegenspieler zu AMDs Athlon FX-60 und zeigt in punkto Leistung, welches Potenzial heute in einem 65-nm-Prozessor steckt. Im THG-Labor lief das Testsystem bei exorbitanten 4.26 GHz Taktrate vollkommen stabil - schließlich bietet Dell ein ähnliches System mit gleicher Leistung seit wenigen Tagen an. Probleme beim Übertakten gibt es nicht, denn beim Pentium 955 EE ist der Taktmultiplikator noch oben hin offen. Somit entfallen aufwändige Justagen beim FSB-Takt, der ohnehin schon mit realen 266 MHz (FSB 1066) läuft und eine Bandbreite von 8.5 GB/s bietet. Was der Pentium 955 EE bietet, ist so ziemlich einzigartig am Markt : Zwei physikalische CPUs (Doppelkern) und Hyperthreading machen virtuell vier Prozessoren, die auch im Windows-System angezeigt werden. Derartigen Aufwand muss AMD nicht treiben, denn der einfacher aufgebaute Athlon FX-60 bringt es in einigen Disziplinen auf mehr Performance. Allerdings fällt das Fazit bei Applikationen im Video-Bereich klar aus : Hier ist der Pentium 955 EE einsame Spitze. Wir haben Intels potenteste CPU mit der Konkurrenz von AMD verglichen und die Systeme analysiert.
Knapp drei Monate nach unserer Vorschau auf Intels 65-nm-Presler-Doppelkernprozessor ist er jetzt auch im Handel erhältlich. Der erste Prozessor, der nach dem neuen Produktionsverfahren hergestellt wurde, ist wahrlich eine Extreme Edition und zum ersten Mal in seiner Geschichte ein wirklich viel versprechendes Pack.
Intel hat für seine aktuelle Desktop-Prozessorfamilie harsche Kritik einstecken müssen, weil ausnahmslos alle Pentium 4- und Pentium D-Prozessoren deutlich mehr Strom verbrauchen als die entsprechenden Modelle von AMD, aber im Durchschnitt weniger leisten. Die Probleme begannen Anfang 2004 mit dem 90-nm-Produktionsverfahren, das beträchtliche Leckströme verursachte. Diese führen zu einer hohen Wärmeabstrahlung, sodass Intel die beabsichtigten hohen Taktraten des Chips nicht realisieren konnte. Aber hohe Taktraten sind nun einmal eine Voraussetzung für das Funktionieren der kontroversen NetBurst-Prozessorarchitektur.
Wir haben zwei frühe Technologie-Previews auf Intels neue 65-nm-NetBurst-Produkte gebracht. Im ersten haben wir uns einen Single-Core-Pentium 4 der 6x1-Serie mit dem Codenamen Cedar Mill angesehen, im zweiten den Doppelkern Presler (Pentium D 900-Serie). Cedar Mill wird den aktuellen Pentium 4 ersetzen, Presler ist der Nachfolger der Pentium D 800- und der Pentium Extreme Edition 840-Serie. Wir nennen den Presler absichtlich Doppelkern und nicht Dual-Core, weil er zwei Cedar Mill-Einzelkerne in einem Prozessorpack vereinigt. Die Performance des Single Core unterscheidet sich nicht nennenswert von der des 90-nm-Prescott mit 2 MB, aber der Stromverbrauch könnte sowohl bei den Einzel- als auch den Doppelkernlösungen deutlich geringer sein.
Also haben wir gegenüber dem brandneuen 65-nm-Pentium Extreme Edition 955 auf Presler-Basis ziemlich hohe Erwartungen : Er wird nach einem hochmodernen Verfahren hergestellt, verfügt über den doppelten L2-Cache (2 x 2 MB statt 1 x 1 MB), höheren Systemtakt (FSB1066 statt FSB800) und einen um ca. 8,25 % gesteigerten Kerntakt. Reicht das endlich aus, um AMD die Performance-Krone streitig zu machen ?
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