AMDs neues Flaggschiff: Phenom II X6 1100T

Während wir ungeduldig auf Fusion warten, erhöht AMD regelmäßig die Taktraten der bestehenden Prozessoren, um so wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Strategie ist zwar nicht sehr innovativ, sie hat dem Unternehmen 2010 aber gute Dienste geleistet. Betrachtet man das Preis-/Leistungsverhältnis, so bietet der Chip-Hersteller mitunter die besten CPUs – auch wenn Intel das Spitzensegment weiter beherrscht. Mit das Beste an dieser Strategie ist jedoch, dass AMD in den vergangenen Jahren mit jedem neu vorgestellten schnelleren Prozessor der Unverbindlichen Preisempfehlung des Vorgängermodells gefolgt ist. Das ist auch dieses Mal nicht anders und führt zu Preissenkungen in der gesamten Produktlinie.

AMD wird zwar nicht ewig auf diese Strategie setzen können, allerdings bieten die Athlon II- und Phenom II-Architekturen auch weiterhin Spielrauf für noch höhere Taktraten. Der neueste Prozessor kann ohne großen Aufwand auf etwa 3,7 bis 4,0 GHz übertaktet werden. Demzufolge vermuten wir, dass die etwas niedriger getakteten Produktreihen bis zur Markteinführung der Fusion-Prozessoren Anfang 2011 noch eine höhere Taktrate spendiert bekommen. Die Neuankömmlinge heißen dieses Mal Athlon II X3, Phenom II X2 und Phenom II X6. Weitere Details hierzu finden Sie auf den folgenden Seiten.

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33 Kommentare
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  • Derfnam
    Ihr seid lustig: seit Monaten hat Intel als Nachfolgemodelle den i5 760 und den i7 930 zu den Preisen des i5 750 respektive i7 920 am Start, also CPUs, die gegenüber den Vormodellen mehr Leistung effizienter verfügbar machen (vom drastisch preisreduzierten i7 950 ganz zu schweigen) und ihr krebst mit den alten Dingern rum, testet brandneue AMDs und zieht somit ein Fazit, welches vor Einführung der neuen Intels gegolten hätte, aber jetzt einfach nicht mehr zeitgemäß ist.
    Schlechter Test.
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  • Gudi
    Dann wühl dich einfach durch diesen Test: http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=389092#content_start , da hast du keine "störenden" anderen CPUs bis auf den direkten Vorgänger und kannst dich ganz auf das getestete Modell konzentrieren.
    Wieso soll der Test wegen der Konkurrenzwahl schlecht sein? Er hinkt vielleicht ein wenig, aber deswegen die ganze Arbeit schlecht zu machen halte ich für daneben.
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  • modena
    Was wir nie vergessen wollen sind die Plattformkosten:

    i7 950 250€
    X58 MB mindestens 120€ mit mässiger Ausstattung
    3x2GB Billigspeicher 60€

    1100T 6 Kerner, offer Multi, 250€ oder 200€ für den 1090T (noch!)
    870X MB 75€ mit sehr guter Ausstattung
    2x2GB Billigspeicher 40€


    Und schon haben wir wieder jenstes gespart, sind in Spielen nicht langsamer und in vielen Anwendungen mal schneller, oft langsamer.
    Mit besserer Ausstattung versteht sich....
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  • pschmid
    @Derfnam: Leider ist es nicht möglich, ständig die neueste Hardware zu verwenden. Sowohl AMD als auch Intel stellen nicht jedes Produkt immer gleich zur Verfügung.
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  • Derfnam
    Stimmt, es hätte schlechtes oder falsches Fazit heißen müssen, Gudi.
    Beim Kartentest der 6850 & 6870 zB hat man ja auch nicht nur die GTX 460 mit 768 MB getestet, um mal einen in meinen Augen passenden Vergleich zu nennen.
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  • fffcmad
    Fazit: Zum Encoden brauchbar, aber besser mit SSD sonst kommt nichts mehr an. Fuer den Rest: Bei alter CPU bleiben wenn man einen schnellen Core2 Quad hat oder gleich ne I5 oder hoeher kaufen.
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  • Anonymous
    Zitat:
    Leider konnten wir unseren Test-Phenom II X6 1100T nur auf 4,0 GHz übertakten. Das ist für einen Sechs-Kern-Prozessor zwar ein beachtliches Ergebnis, damit erreichen wir allerdings nur das gleiche Niveau wie der ältere Phenom II X6 1090T

    Zeigt mir irgendjemanden, der seinen Prozessor in der Praxis auf über 4GHz laufen lässt??? Vor allem wenn man die Verlustleistung bedenkt. Also ich finde das Fazit vom OC doch stark übertrieben, fern ab von jeder Realität. Leute die OC betreiben kaufen sich wohl eher einen niedriger getakteten Prozessor, ist ja bekannt ist, dass zwischen den Chips eigentlich kein Unterschied ist, sondern nur der eingespeicherte Takt variiert.
    Selbst das Stepping (E0) ist das Selbe und selektiert wird wegen so einer kleinen Differenz bestimmt noch nicht. Deshalb ist es auch wenig verwunderlich, dass ein baugleicher Prozessor das Limit auch beim gleichen Takt hat. Was habt ihr erwartet?
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  • FormatC
    Zitat:
    Zeigt mir irgendjemanden, der seinen Prozessor in der Praxis auf über 4GHz laufen lässt?
    Wenn es meiner schaffen würde, dann ... Naja, 4.2 sind theoretisch schon drin, aber mit unmöglichem Aufwand. Die Thermik lässt dann meinen Schreibtisch fast zum Drachengleiter werden. ;)
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  • seppjo
    Schöner Test. Ich werde die Sechskerner mal weiterhin beobachten. Leider werden die Mehrkerner aus meiner Sicht noch nicht ausreichend von Systemen und Software unterstützt. Wäre es da nicht naheliegender den Cache aufzupumpen anstatt immer mehr Kerne zur Verfügung zu stellen? Bzw. die Architektur so zu optimieren das mehrere Befehle schneller abgeabeitet werden? Mit 4GHz scheinen wir ja die Obergrenze des praktikabel Möglichen erreicht zu haben.
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  • FormatC
    Mit Luft - ja. Und vor allem dann, wenn man den Strom selbst zahlen muss ;)
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  • epic-fail
    Vorallem weil AMDs Cool&Quiet seinen Dienst verweigert, wenn man den Basistakt auf über 3600 bzw an der Vcore schraubt, und somit im Idle weder Takt noch Voltage reduziert werden (Erfahrung beim x1090t).

    Da könnte AMD noch an ihren Black Editions feilen, damit die anvisierte OC-Klientel auch in den Genuss vom ökologischen Heiligenschein kommen darf!

    Ansonsten ist mir der Sinn des x1010 schleierhaft, da er nichts besser kann als ein minimal übertakteter 1090er, außer teurer zu sein versteht sich...
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  • Anonymous
    Zitat:
    Vorallem weil AMDs Cool&Quiet seinen Dienst verweigert, wenn man den Basistakt auf über 3600 bzw an der Vcore schraubt, und somit im Idle weder Takt noch Voltage reduziert werden (Erfahrung beim x1090t).

    mit k10stat und ähnlichem ist das problemlos möglich, diy c&q sozusagen, bei last hoher takt @oc und im idle extrem wenig stromverbrauch. bei thubans hab ich da aber selbst keine erfahrung
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  • klomax
    Lob für AMD, bei 45nm einen flotten 6 Kerner + Kastri-Turbo bei 125 Watt TDP herzustellen. - Es gibt schlechtere Bilanzen. Sobald der Schritt zu 32nm vollzogen sein wird, kann AMD mit den Modulen bei Zambezi herumspielen.

    Allerdings ist bei der Fertigungsgröße des Thuban nunmal das Ende der Fahnenstange erreicht.

    seppjoWäre es da nicht naheliegender den Cache aufzupumpen anstatt immer mehr Kerne zur Verfügung zu stellen?


    Das wäre mal eine Maßnahme, aber hier scheint man nichts ändern zu können.
    Die Intels sind alleine schon wegen ihres Caches sehr gut.
    Ich nehme an, das viel Cache = teuer ist, und irgendwie muss AMD sich ja bis ins untere/mittlere Segment sparen. :D

    Naja, mal gucken, wie ein Zambezi-Sechskerner dagegen abschneidet. - Der Thuban ist ein Auslaufmodell der AM2+/AM3-Generation, aber ein durchaus schönes...:)
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  • 1Hz
    Der passende Vergleich schiene mir ein Core i7-870 ... allerdings wundere ich mich über die extremen Unterschiede bei der Leistungsaufnahme, die zum Beispiel woanders deutlich geringer ausfallen ... ... bei Euren Tests würde das Ergebnis deutlicher zugunsten des i7-870 ausfallen - sonst liegt das schon dichter beieinander ... bei Intel könnte man dann auch noch den 875K nehmen, um bezüglich des Multiplikators Gleichstand zu schaffen ... so oder so aber die Übertaktungsfähigkeit wohl größer ... unterm Strich bei Spielen einen i5-760 - kommen entsprechende Anwendungen hinzu, ein i7-870 (oder 875K) ... von Sandy mal abgesehen
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  • modena
    Cool&Quiet funktioniert sehr wohl bei Vcore Veränderungen.
    So läuft mein Phenom II 955er dauerhaft auf 3.5Ghz mit 1.25V, also mit 0.1V unterhalb der Standardspannung. Bei der Taktreduzierung wird dann einfach die Vcore um denselben Wert reduziert. Das heisst anstatt ca. 1V bei 800 Mhz läuft meiner dabei automatisch mit 0.9V.

    Natürlich braucht es dabei eine CPU, welche das auch mitmacht....
    Ansonsten wie schon geschrieben wurde, mit K10Stat ist das alles selber
    frei zu regulieren.
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  • FormatC
    Zitat:
    Vorallem weil AMDs Cool&Quiet seinen Dienst verweigert, wenn man den Basistakt auf über 3600 bzw an der Vcore schraubt, und somit im Idle weder Takt noch Voltage reduziert werden (Erfahrung beim x1090t).
    Merkwürdigerweise scheint dann mein Board eine Ausnahme zu machen. Sowas aber auch... Voll frech.
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  • drno
    Ich sehe bei den Dingern nur eines, und zwar daß es hier angeraten ist,
    für anständiges Ablüftern von dieser CPU und dem Brett einen Lian Kasten mit ner Deckellüftung zu nehmen, damit der Puster seine wohlige Wärme gleich nach oben rausgeben kann. Besonders dann, wenn das Ding noch aufgedreht wird.

    http://www.caseking.de/shop/catalog/Gehaeuse/Lian-Li/Alle-Lian-Li-Gehaeuse/Lian-Li-PC-8FIB-Midi-Tower-black::14627.html
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  • borizb
    Tjoa, gäbs den übertakteten 760er nicht, wär so ein x6 schon was feines. Aber da nach wie vor nur wenige Anwendung überhaupt mehr als 3 Cores sinnvoll nutzen, stellt sich weiterhing die Frage warum ich heute etwas kaufen soll, dass erst in ein oder zwei Jahren zum tragen kommt, wenns da dann Chips gibt mit der doppelten Leistungs um weniger Geld. Lieber werd ich beim Quad bleiben, die nächste Kohle in Graka und SSD stecken und dann Ende 11 mitte 12 wechseln.
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  • FormatC
    Warum wohl kaufen sich leute einen fetten Achtzylinder oder seidenweichen Sechszylinder, wenns ein downgesizter Vierzylinder mit Turbo auch schafft? Reine Geschmackssache. AMD hat sein Ziel erreicht und Käufer gefunden. Mehr kann man als Firma doch gar nicht erreichen.
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