Phicomm Energy M+ im Test: Gelingt der Einstieg in die Mittelklasse?

Der chinesische Hersteller versucht mit dem Energy M+ in der Mittelklasse zu überzeugen, doch abgesehen vom Prozessor gelingt das mit der gebotenen Ausstattung nicht so richtig.

Eine Mittelklasse gab es bei Mobilgeräten noch vor wenigen Jahren eigentlich nicht. Ordentliche Leistungen boten die High-End-Boliden; Geld sparen konnte man, wenn ein Vorgängermodell gekauft wurde. Und es gab natürlich die richtigen Billigkisten. Echte Midrange-Geräte gab es dagegen praktisch nicht.

Doch mittlerweile können auch vergleichsweise schlichtere Prozessoren im Alltag mit guten Leistungen mithalten. Dies zeigt sich in diesem Jahr in einer Art Pantentrezept für die Mittelklasse: Hinterm Display steckt bei einer Vielzahl von mittelpreisigen Smartphones Qualcomms Snapdragon 410, mit acht bis 16 Gigabyte Speicher und einem LTE-Modem als Kameraden.

Mittelklasse-Prozessor trifft auf wenig Speicher und kleine Kamera

Dies ist bei Phicomms Energy M+ nicht anders. Das 4,5 Zoll große Smartphone wird für 189 Euro angeboten und integriert als Hardware-Basis mit dem Snapdragon 410 einen Prozessor aus dem Hause Qualcomm, der auch ein LTE-Modem der vierten Kategorie (150 MBit/s Dowload, 50 MBit/s Upload) mitbringt. Zudem können zwei SIM-Karten genutzt werden. Der Datenspeicher ist mit acht Gigabyte für diese Klasse nicht mehr wirklich groß und auch die Hauptkamera kann mit ihrer Auflösung von fünf Megapixeln nicht beeindrucken.

Auch hinsichtlich der Software versucht sich Phicomm vergleichsweise aktuell zu geben. Als Betriebssystem wird Android 4.4.4 installiert, also die aktuellste Version des KitKat-Ablegers. Um den Entwicklungsaufwand möglichst gering zu halten, wird auf eine eigens angepasste Nutzeroberfläche verzichtet, was das User-Interface im Vergleich zu manch schicker Eigenkomposition namhafter Branchengrößen schon etwas altbacken wirken lässt. Ob es ein Update auf Android 5.0 geben wird, ist derzeit nicht bekannt.

Das weitere App-Angebot ist ebenfalls spartanisch: Abgesehen von den grundlegenden Google-Diensten liefert der Hersteller keine weiteren Dienste frei Haus.

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