Fazit: Interessanter Ansatz mit ein paar Defiziten
Um seine portablen Festplatten für potenzielle Kunden attraktiver zu machen, bietet Seagate ein Zusatzprodukt an, mit dem externe Speichergeräte in ihrer Funktion stark aufgewertet werden. Das Seagate FreeAgent DockStar verwandelt so eine an und für sich simple FreeAgent Go Festplatte in ein Speichergerät, mit dem sich Daten unkompliziert über das Internet zur Verfügung stellen lassen.
Seagate greift hierbei auf die Online-Dienste des Anbieters Pogoplug zurück, was einen relativ umfangreichen Einrichtungsvorgang sowie eine Zwangsregistrierung mit sich bringt. Durch die starke Verknüpfung der Hardware mit dem Pogoplug-Online-Service sind Anwender allerdings von diesem Dienst abhängig, was zwangsläufig die Frage aufwirft, wie man über das Internet an seine Daten gelangt, sollte dieser mal durch technische Probleme seitens des Anbieters nicht erreichbar sein. Sicherlich darf auch die Frage gestellt werden, was passiert, wenn Pogoplug seine Dienste zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen ganz einstellen muss.
Hiervon jedoch einmal abgesehen, stehen tolle Zusatzfunktionen wie eine automatische Indexierung oder die Aufbereitung von Inhalten als Bildergalerien zur Verfügung und auch Nutzer von sozialen Netzwerken werden darin unterstützt, gleich ganze Ordnerinhalte über mehrere Kommunikationskanäle wie Twitter oder Facebook bereitzustellen. Was allerdings auch ein großer Nachteil sein kann wenn man versehentlich den falschen Ordner freigibt, und so womöglich private Dateien für jeden Zugänglich macht.
Eine weitere interessante Möglichkeit auf seine Dateien zugreifen zu können führt über die Installation eines kleinen Dienstprogramms, das die DockStar-Festplatten im Windows Explorer als Laufwerke einbindet. Hierüber können auch mehrere Nutzer gleichzeitig auf das DockStar zugreifen, allerdings gibt es hier keine Möglichkeit Zugriffsberechtigungen festzulegen.
Sollte man allerdings im Sinn haben, auf recht günstige Art und Weise eine persönliche Cloud im Internet unterhalten zu wollen, ist das Seagate FreeAgent DockStar sicherlich keine schlechte Wahl. Vor diesem Hintergrund sind auch die relativ geringen Datenübertragungsraten im lokalen Netzwerk zweitranging, denn bei der primären Verwendung des DockStar als Cloud-Engine hängen die Transferraten von der Bandbreite der eigenen Internetleitung ab. Und wenn es mal etwas schneller gehen soll, dann lassen sich die am DockStar angeschlossenen Geräte abnehmen und direkt mit einem PC verbinden.
Eine sehr interessante und vor Allem kostengünstige Lösung. Ich wollte für unser Minibüro (2 Arbeitsplätze mit LAN) ohnehin noch eine externe HDD besorgen. Die Dockstation + Seagate Platte kostet ja nicht viel, und uns geht's um einen möglichst unkomplizierten Austausch über den gemeinsamen Explorer und "relative" Datensicherheit.
>"relative" Datensicherheit.
in dem fall würd ich relativ auch unter Anführungszeichen setzen...
mal abgesehen davon dass der "zwangsinternet anschluss" (+ phone home) eine frechheit ist..
ist das KO kriterium ja die datenrate beim schreiben (0,4 bis 3 mb/sekunde)
pfff... zwangsinternet mit registrierung .... kein usb3 ... kein Kauf!
Und wenn man sein Pogoplug-Laufwerk (natürlich vorher bei Pogoplug abmelden) wieder direkt als USB-Platte an einem PC hängen hat, sieht man, dass neben einer ID-Datei .ceid auch gleich ein Unterverzeichnis namens .cedata mit vielen kleinen Dateien und Unterverzeichnissen vorhanden ist (zumindest wenn die Platte gut gefüllt ist), in dem so eine Art Index aller Dateien angelegt ist. Das ist der Grund, weshalb ich davon Abstand nehmen will, diesen Service weiter zu nutzen. Wer weiß denn schon, wer dank Pogoplug sonst noch alles auf die Daten zugreifen kann. Alternativen zur Registrierung sind im Web beschrieben.