Transporter Sync: USB-Festplatte mit Fernzugriff gleich private Wolke

Transporter Sync verwandelt eine USB-Festplatte in einen sicheren Cloud-Speicher. Der Zugriff auf die heimische Wolke erfolgt unterwegs via iOS- und Android-Apps. Damit niemand mitlesen kann, ist der Datenverkehr mittels AES verschlüsselt.

Wie schafft man es, die Daten zwischen den Servern eines Cloud-Anbieters und dem PC oder Mobilgerät zu übertragen, ohne dass übermotivierte Geheimdienste vom Schlage einer NSA mitlesen können? Klar, Verschlüsselung hilft – allerdings sollte man dabei einen großen Bogen um Anbieter aus den USA machen, es sei denn, man hat "nichts zu verbergen". Denn so wie es sich aus den Unterlagen von Edward Snowden darstellt, kann die NSA die Clouds US-amerikanischer Anbieter durch eine Hintertür betreten und sieht somit sämtliche Daten im Klartext, verschlüsselte Übertragung hin oder her.

Da letztlich nur das sicher ist, was man selbst in den Händen hält beziehungsweise selbst kontrollieren kann, bietet sich die eigene Cloud als Alternative an. Genau das klappt mit unserem Testkandidaten, dem Transporter Sync. Das von Connected Data entwickelte Gerät verwandelt jede USB-Festplatte in eine private Cloud. Während Transporter Sync und USB-Massenspeicher in den eigenen vier Wänden bleiben, gelingt der Datenaustausch mit anderen Windows- oder Mac-Rechnern über freigegebene Ordner oder von unterwegs auch mit Android- und iOS-Smartphones. In jedem Fall kommt dabei eine 256 Bit starke AES-Verschlüsselung zum Einsatz. Wir haben uns das interessante Gerät näher angeschaut.

Transporter Sync im Detail

Connected Data bietet seinen Cloud-Speicher in zwei Ausführungen an. Am interessantesten dürfte die von uns getestete Variante Transporter Sync sein, die vom Hersteller auf 99 US-Dollar veranschlagt wird: Transporter Sync benötigt zwingend eine USB-Festplatte als Speichermedium, dürfte damit aber immer noch preiswerter sein als die Tarife klassischer Cloud-Anbieter, bei denen viel Speicherplatz auch entsprechend viel Geld kostet.

Die zweite, deutlich größere Variante nennt sich Transporter (ohne Sync) und besitzt im Gegensatz zum Transporter Sync eine eingebaute Festplatte. Bereits mit einem zwei TByte großen Laufwerk an Bord kostet der Transporter aber bereits 249 US-Dollar und geht damit nicht mehr als Schnäppchen durch, zumal man für diesen Preis gleich zu einem vollwertigen NAS greifen könnte.

Zurück zum Transporter Sync: Der 5 x 10 x 10 Zentimeter kleine und 230 Gramm leichte Cloud-Generator kommt laut Hersteller mit jeder USB-2.0- oder USB-3.0-Festplatte zurecht, wobei das Schnittstellentempo auf USB 2.0 beschränkt bleibt. Für die Netzwerkanbindung gibt es einen Gigabit-Ethernet-Port, an den das mitgelieferte Ethernet-Kabel passt. Rechts daneben wird das ebenfalls im Lieferumfang enthaltene 5-Volt-Netzteil angesteckt.

Die vier LEDs am Transporter Sync zeigen Aktivitäten wie Dateiübertragung oder Synchronisierung an und informieren mittels Ampelsystem über den aktuellen Status. Blinkt beispielsweise die Power-LED grün, fährt der Transporter Sync gerade hoch. Eine gelbe oder rote Leuchte bei der Kapazitäts-Anzeige weist auf einen geringen oder keinen freien Speicherplatz hin. Über die Desktop-Software lassen sich die LEDs bei Bedarf aber auch abschalten.

Für den Datenaustausch eignen sich Windows- und Mac-PCs ebenso wie Mobilgeräte unter Android und iOS. Für letztere stellt Connected Data passende Gratis-Apps zur Verfügung, während es für die Schreibtisch-Rechner jeweils eine kostenlose Software gibt. Der Transporter Sync unterstützt die Netzwerkprotokolle SMB und CIFS für Media-Streaming.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    also zum sicheren und bequemen teilen von kinderfotos mit oma und opa ungeeignet - schade...
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  • quixx
    Die Links, die ein Uploader vergibt, sind von derartiger Kryptik, dass nur ein Link in einer EMail eine realistische Bekanntmachung ist.

    Wenn die NSA bei dem Hoster "mithört", so kann man dem Beamten viel Freude an seinem Dia-Abend, nein Arbeitstag mit wildfremden Familienfotos wünschen.

    ADSL kann beim Zocken keinen externen Client gebrauchen.
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  • quixx
    Eine Platte mit USB2.0-Speed verschlüsselt zu sharen geht mit NAS wohl billiger und mit mehr Funktionsumfang.
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