MIT entwickelt Prozessor mit 110 Kernen

Ein Forscher des MIT präsentiert mit der Execution Migration Machine (EM²) einen Prozessor mit 110 Kernen, der mit einer interessanten Idee aufwartet, wie der Kommunikationsaufwand der einzelnen Kerne untereinander deutlich reduziert werden kann: Bei akuellen Mehrkern-Systemen bekommt jeder Thread einen präzisen Kern zugewiesen, über den auch der Zugang zu den Daten im L2- oder aber auch L3-Cache geregelt wird. Und das verlangt nach reichlich Kommunikation zwischen den Kernen und reduziert damit auch die Effektivität des Prozessors insgesamt.

Bei EM² werden die Caches über einen eigenen BUS angebunden. Ein Hardware-Mechanismus untersucht, ob ein jeweiliger Thread Daten eines anderen Kerns benötigt und transferiert diese im Fall des Falles direkt in den entsprechenden L2-Cache des Prozessors, der eben diesen Thread ausführt.

Den Forschern zufolge ist eine Übertragung der Daten zwischen den einzelnen Caches effektiver als der vielfache Speicherzugriff. In einigen Fällen konnte der Traffic zwischen den Kernen um das 14-fache gesenkt werden. Im Vergleich zu einer klassischen Architektur soll der Performance-Gewinn bei rund 25% liegen - was derzeit jedoch nur schwer nachgeprüft werden kann. Denn EM² bleibt zunächst ein Prototyp, der in einer Strukturbreite von 45 nm gefertigt wurde und eine Grundfläche von 10 x 10 mm benötigt.

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