Download the Tom's Hardware App aus dem AppStore
Die Referenz für aktuelle News aus dem Technologiebereich
Ja Nein

Professioneller Standard: Creative Audigy-Soundkarten

von

Soundblaster-Karten, von Creative seit Ende der Achtziger auf den Markt gebracht, sind im Soundkartenbereich ein Leistungsstandard. Seit den ersten Modellen mit ISA-Bus hat sich beachtenswertes getan: Die Soundblaster-Karten halfen bei der Einführung eines Digitalaudio-Standards mit zuerst 8, dann 16 Bit für den PC. Hinzu kam die Simulation von Musikinstrumenten, die zur Soundsynthese so genannte Wavetables (Notenblätter) nutzten. Durch die Unterstützung der Formate MPU401 und General Midi wurde die Erschaffung downloadbarer Soundfonts, also Definitionen für bestimmte Klangbilder, möglich. Kürzlich entwickelte man kostengünstige Verfahren zur Verwaltung von Mehrkanalsound und 3D-Raumklang. Besonders Spiele und Heimkinos profitieren davon.

Im März 1993 übernahm Creative die amerikanische Firma E-Mu, eine wichtige Marke für elektronische Musikinstrumente und bekannt für seine Synthesizer und Sampler. Es ist deshalb nicht überraschend, einen Prozessor mit dem Label E-Mu in der Audigy-Serie zu finden. Effekte wie Chorus oder Time Stretch messen sich mit den besten Synthesizern auf dem heutigen Markt. Der Prozessor auf der "Live!"-Soundkarte war kein anderer als der berühmte 10K1, auf dem E-Mus Reputation basiert. Für viele war erfreulich, diesen DSP auf einer Mainstream-Soundkarte zu finden, denn konventionelle elektronische Musikinstrumente mit dem 10K1 sind vergleichsweise teuer. Diese kleine Revolution wurde möglich, weil der Prozessor im Profi-Bereich bereits seine Forschungs- und Entwicklungskosten mehr als eingespielt hatte.

Für seine neue Reihe verwendet Creative einfach den E-Mu-Nachfolger 10K2, den das Marketing Audigy taufte. Dieser Chip bietet 32-Bit-Verarbeitung und ist, wie ursprüngliche Name schon andeutet, doppelt so leistungsstark wie sein Vorgänger: 2000 MIPS Rechenpower sind geboten. Er kann unterschiedliche Klangquellen unabhängig in Echtzeit modellieren, verarbeiten und positionieren. Dies ist ein wichtiger Vorteil bei dreidimensionalen Sound (Raumklang), Spielen, Kino, Surround-Mix etc. Creative hat diesen Prozessor mit Digital-Analog- und Analog-Digital-Wandlern (DAC & ADC) verbunden, die 24-Bit-Samples bei 96 KHz auf die Beine stellen. In der Praxis sollte es möglich sein, den Klang mit der Karte in 24 Bit bei 48 KHz in Echtzeit zu verarbeiten. Zuvor waren diese Spezifikationen die einsame Domäne professioneller Soundkarten.


Verlinken:
Als erster diese kommentieren !
X
Abschicken

Kommentare

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich

Newsletters


OK