Microsoft Project Scorpio: Erste Bilder des Entwickler-Kits

Mit Project Scorpio wird Microsoft im Vorfeld der Spielemesse E3 seine neue Spielkonsole vorstellen. Die grundlegenden technischen Details sind bereits in der vergangenen Woche öffentlich geworden, nun sind auch die ersten Bilder des Entwickler-Kits aufgetaucht. Optisch ist die Konsole der Xbox One S ähnlich, die vergangenen Jahr vorgestellt wurde, allerdings sind hier drei USB-Ports in der Front integriert, in er sich auch ein OLED-Display findet, auf dem diverse Informationen angezeigt werden können. Zur Steuerung sind hierzu fünf Knöpfe untergebracht.

Außerdem besitzt die für Entwickler gedachte Project Scorpio eine zusätzliche Netzwerkkarte, damit auch ein Debugging von Multiplayer-Spielen möglich ist. Zudem ist der Lüfter an der Rückseite untergebracht - eine Konzession an diese besonderen Nutzer, die dazu neigen, die Kits für ein schnelleres Arbeiten im Alltag übereinander zu stapeln.

Auch die Hardware ist im Vergleich zur Serienversion an einigen Stellen abgewandelt: So besitzt die Polaris-GPU bei diesem Modell 44 anstatt der üblichen 40 Compute Units; der GDDR5-Arbeitsspeicher wird von 12 auf 24 Gigabyte vergrößert. Schwächen im Spiel sollen so schneller erkannt - und letztlich ausgeräumt werden. Daneben verfügt die Entwickler-Konsole über ein leistungsstärkeres Datenkabel, mit dem Daten von einem Umfang von 100 Gigabyte in vier Minuten transferiert werden können, um Spiele schneller installieren und testen können. Bei den früheren Kits musste an dieser Stelle eine Wartezeit von 30 bis 45 Minuten einkalkuliert werden, wenn eine solche Datenmenge übertragen werden sollte.

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9 Kommentare
    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Voll die gute Idee!
    Damit man merkt, ob etwas ruckelt, wird eine viel leistungsstärkere Version ausgeliefert:
    10% mehr CUs, eine zusätzliche SSD, doppelt soviel Hauptspeicher.

    Ja, wenn das System deutlich schneller ist, dann fällt dem Entwickler bestimmt sofort auf, dass etwas so programmiert ist, dass es bei ihm noch flüssig läuft, jedoch die Endkundenvariante überfordern wird.

    Und was soll ein "leistungsstärkeres Datenkabel" sein?
    Zitat:
    Daneben verfügt die Entwickler-Konsole über ein leistungsstärkeres Datenkabel, mit Daten von einem Umfang von 100 Gigabyte in vier Minuten transferiert werden können

    100 GB in 4 Minuten
    100000 MB / 240s = 417 MB/s.

    Das geht sicherlich nicht von HDD zu HDD, sondern nur über die eingebauten SSDs.
    Was für ein Kabel und für welchen Bus / welches Protokoll wird denn da verwendet? PCIe? SATAIII? 10GbE? USB 3.1 Gen2? DAS wäre doch mal interessant gewesen.
    Ich tippe auf USB.
    Von der versprochenen Geschwindigkeit wird relativ wenig übrig bleiben, wenn auf die HDD kopiert wird. Ist zwar dann sequentielles Schreiben, aber nunja, HDD bleibt HDD.
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  • fred444
    @DERGHOSTRIDER Sie haben offenbar wenig Erfahrung mit Software/Spiele-Entwicklung?

    Das Debuggen (Fehlersuche) einer laufenden Anwendung verursacht einen Overhead.
    Um das Spiel also auf der Konsole "realistisch" debuggen zu können, ist mehr Leistung notwendig, als später in der Konsole verbaut sein wird.

    Und diese "Datenkabel" sind oft keine reinen Datentransfer-Kabel für die HDD. Es geht darum, Live-Analysen der Spiele zu erstellen.

    Für nicht-debugging Tests hatte bisher wohl jedes DevKit einfach einen Schalter, um die Leitung auf das Endkundenprodukt zu begrenzen.
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  • derGhostrider
    @Fred:
    Debuggen verursacht keine zusätzliche Grafiklast.
    Zudem frage ich mich, wieso die Debugging-Umgebung auf der Konsole laufen sollte, wenn das ominöse Kabel für "Live-Analysen" gedacht ist.
    Entweder oder.

    Und egal wie: Was mir immernoch im Artikel fehlt, sind irgendwelche technischen Details. Das ist oberflächlicher Mist, um technisch unbedarften Personen ein "boah" zu entlocken.
    Für spätere Endkunden ist diese Information zu dem "Kabel" vollkommen irrelevant. Für Technisch interessierte ist es Bockmist, da keine Informationen gegeben werden.

    Das war der Kern meines Beitrages. Daher hatte ich ein paar Vermutungen getätigt, was für eine Technik eventuell für den Datentransfer verwendet wird - diese Information fehlt. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob dort eventuell ZUSÄTZLICH zu USB oder PCIe oder was-auch-immer noch zusätzliche Datenleitungen zum Debugging rausgeleitet werden.
    Es könnte auch alles über IP laufen, vergleichbar mit IPMI v2.

    Und, um sich wieder im Kreis zu drehen: DIE INFORMATIONEN FEHLEN.

    So ist es nur PR-Müll. ein paar große Zahlen, die zeigen sollen, wie toll die Konsole ist, bei denen jedoch wichtige Details einfach fehlen.
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