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Prüfstand AMD-Plattform: 13 Speichermodule mit 14 Boards

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Anfang diesen Jahres hatten wir Athlon-64-Platinen mit der Maßgabe untersucht, zwei doppelseitig bestückte Speichermodule aufzunehmen. An dieser Hürde scheiterten jedoch einige Kandidaten. Etliche Wochen hatten die Hersteller nun Zeit, an der Speicherkompatibilität ihrer Produkte zu feilen. Zeit, in der wir insgesamt 13 verschiedene Speichertypen und auch zusätzliche Motherboards ins Testlabor holten. Das Ziel ist eine umfangreiche Übersicht, wie aktuelle Platinen samt Athlon 64 (C0- und CG-Steppings) mit insgesamt 1 GB Hauptspeicher umgehen.

Leider hat AMD dem ambitionierten Anwender eine nicht zu verachtende Einschränkung beschert: Der Speichercontroller des Prozessors ist laut Spezifikation nicht in der Lage, zwei doppelseitig bestückte Speichermodule mit 200 MHz Takt (DDR400 alias PC3200) zu betreiben - laut Hersteller sind in solch einer Konfiguration maximal 166 MHz bzw. DDR333 zulässig. Doch wer kauft schon einen leistungsstarken Prozessor, um dessen Potenzial durch langsam arbeitenden Speicher im Keim zu ersticken?

Das Angebot im Fachhandel ist für AMD-Systeme wenig erfreulich: Einseitig bestückte DDR400-DIMMs mit 512 MB pro Modul sind selten - es dominieren oft die so genannten "Matched Memory"-Pakete, worunter die Hersteller zwei garantiert gleiche DIM-Module verstehen. Unter den schimmernden Kühlelementen im Edel-Look verbergen sich, ganz klar, fast immer profane 2x8 256-Mbit-Speicherchips pro Modul.

Sinnvoll sind die Paare tatsächlich für den Zweikanalbetrieb, da zwei einzeln erworbene Speichermodule aus verschiedenen Fertigungen stammen können und im Zweifelsfall den Betrieb mit Idealtimings vereiteln. Natürlich greifen Anwender gern zu dieser paarweisen Speicheroption, da diese für einen möglichen Zweikanalbetrieb bestens geeignet ist und zudem den Preis für ein einzelnes 1-GB-DIMM praktisch immer unterbietet. Darüber hinaus vertragen DIM-Module mit 1 GB oder mehr nur selten schnelle Timings.

Wir haben uns für diesen Test bewusst über die von AMD vorgegebene Spezifikation hinweggesetzt. Grund dafür ist nicht nur die Dominanz von zweiseitig bestückten 512-MB-Modulen. Verblüffend ist vielmehr die Tatsache, dass zwei Motherboards in diesem Vergleichstest sehr wohl in der Lage sind, eine solche Konfiguration mit allen verwendeten Speicherpärchen fehlerfrei in Betrieb zu nehmen.

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