Qualcomm Hydra: 64-Bit-SoC für Server

In den vergangenen Jahren versuchten immer wieder Hersteller, ARM-Prozessoren für Server auf dem Markt zu landen. Doch richtig durchsetzen konnten sich die Chips bis jetzt nicht.

Der Anbieter Calexda, der als einer der ersten verkündete, entsprechende Chips für Server entwickeln zu wollen und dazu sogar eine Partnerschaft mit ARM einging, musst zwischenzeitlich Konkurs anmelden. Und AMD hat Pläne für einen Opteron auf der Basis der Cortex-A57-Architektur mit der Anmerkung auf Eis gelegt, dass die Zeit für ARM-Chips in Servern noch nicht reif sei.

Doch die Idee ist längst nicht vom Tisch: Qualcomm entwickelt offenbar unter dem Codenamen Hydra einen eigenen Server-Prozessor, der auf dem ARMv8-Befehlssatz basiert, ähnlich wie die Krait-Kerne jedoch ein darüber hinaus von ARM unabhängiges Core-Design aufweist.

Genauere Details wurden jedoch nicht bekannt. Möglicherweise entstammt der Serverchip der gleichen Entwicklung wie der Kyro-Kern, der im kommenden Jahr im Snapdragon 820 verbaut werden soll. Auch hinsichtlich einer geplanten Markteinführung von Hydra, der wohl schon seit längerem in den Entwicklungsabteilungen des Herstellers Gegenstand der Beschäftigung ist, sind keine Informationen nach außen gedrungen.

Sollte Qualcomm der Einstieg in der Servermarkt gelingen, könnte sich der Hersteller ein zweites Standbein neben dem hart umkämpften Markt für Mobilprozessoren aufbauen, auf dem schon manche Branchengröße - wie etwa Texas Instruments und zuletzt Nvidia - nicht Schritt halten konnte und Anbieter wie Mediatek den Druck erhöhen.

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