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MIT will den ersten funktionstüchtigen Quantenrechner entwickelt haben

Von , Matthieu Lamelot - Quelle: MIT | B 3 kommentare

Zusammen mit Forschern der Universität Innsbruck haben die Amerikaner einen Quantenrechner auf die Beine gestellt, der deutlich einfacher skalierbar sein soll als vorherige Entwürfe.

Der Quantenrechner gilt als einer der Anwärter, der das Potenzial hat, die aktuelle Rechnerarchitektur ablösen zu können.

Bisherige Entwicklungen waren allerdings nicht viel mehr als Grundlagenentwicklungen, die die theoretischen Möglichkeiten verdeutlichten.

Nun haben Wissenschaftler des MIT zusammen mit Forschen der Universtät Innsbruck einen Quantenrechner entwickelt, der die dreifache Geschwindigkeit bisheriger Implementationen haben und damit bereits Verschlüsselung knacken können soll, die bisher als sicher galten.

Eine wesentliche Komponente asymmetrischer Verschlüsselungen ist die Erzeugung eines öffentlichen Schlüssels, der aus der Multiplikation zweier Primzahlen generiert wird, wobei in der Praxis große Zahlen genutzt werden.

Mit einer Faktorisierung können diese beiden Primzahlen ermittelt werden - allerdings ist diese mathematische Aufgabe recht komplex und überfordert den Großteil aktueller Rechner. Eine Möglichkeit, die Verschlüsselung auszuhebeln, stellt der 1994 entwickelte Shor-Algorithmus dar - der jedoch nach einem Quantenrechner verlangt.

2001 präsentierte erstmals IBM einen Quantenrechner, der mit sieben Quanten-Bits (Qubits) die Zahl 15 faktorisieren konnte. Dieser konnte allerdings nicht wirklich skaliert werden, weil die sieben Qubits dem gleichen Molekül entstammten. Die neue Version des MIT und der Innsbrucker Forscher benötigt nur fünf Qubits, von denen jedes von einem einzelnen Atom repräsentiert wird und damit durch die Erhöhung der Atome eine einfachere Steigerung von Leistung und Größe des Systems verspricht.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Sicherheit von SSL- und SSH-Verschlüsselungen erledigt hat, doch der Weg bis dahin ist noch lang.

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  • just__ , 7. März 2016 22:17
    Der erste Absatz ist falsch und irreführend. Quantenrechner sollen und werden nie aktuelle Rechenarchitekturen ablösen. Sie sind nur bei sehr spezifischen Aufgaben sehr viel schneller, wie eben zB bei der Entschlüsselung. Der Beginn des Artikels suggeriert wieder mal, dass wir alle irgendwann unsere pcs mit Quantencomputern ersetzen werden, das wird nie der Fall sein.
  • just__ , 7. März 2016 22:19
    Der erste Absatz ist falsch und irreführend. Quantenrechner sollen und werden nie aktuelle Rechenarchitekturen ablösen. Sie sind nur bei sehr spezifischen Aufgaben sehr viel schneller, wie eben zB bei der Entschlüsselung. Der Beginn des Artikels suggeriert wieder mal, dass wir alle irgendwann unsere pcs mit Quantencomputern ersetzen werden, das wird nie der Fall sein.
  • petersch , 8. März 2016 00:21
    Zustimmung, just__. Ich meine, sag niemals nie, aber derzeit ist es nicht absehbar, dass die Dinger mal bei uns zu Hause rumstehen werden.

    Zum dritten Absatz ("...und damit bereits Verschlüsselung knacken können soll, die bisher als sicher galten"): Eine Verschlüsselung, die darauf aufbaut, dass niemand die Primfaktoren von 15 findet. Nahezu unknackbar, sicher ;) 

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