Umbauanleitung: AMDs Radeon R9 290 auf Arctics Accelero Xtreme III umgerüstet

Der Arctic Accelero Xtreme III im Detail

Das Erfreuliche an der ganzen Aktion sind der günstige Preis, die einigermaßen passende Kompatibilität zur Radeon R9 290 und sein recht niedriges Gewicht. Im Vergleich zu den direkten Konkurrenten EKL Alpenföhn Peter und Prolimatech MK 26 ist der Kühler nicht nur der preiswerteste, sondern er besitzt mit den drei verbauten Modulen bereits schon Lüfter, die man bei den teureren Mitbewerbern erst noch dazu kaufen muss. Außerdem passt er mit einigen kleineren Einschränkungen wirklich auf diese Karte. Aber darauf werde ich dann beim Zusammenbau noch genauer eingehen. Ein echtes Hindernis gibt es jedenfalls nicht.

Technische Daten
Modell
Arctic Accelero Xtreme III
Heatsink / Heatpipes
Kupfer-Heatsink
5x 6 mm Kupfer-Heatpipes
84 Kühlfinnen (0,3 mm Aluminium)
Lüfter
3x 92 mm Lüfter (0.12 A / 12 V)
Drehzahlbereich:
900 - 2000 U/min (PWM controlled)
Geräuschentwicklung max.
0,5 Sone
Leistungsaufnahme:
4.32 W
Abmessungen Kühler
288 mm (Länge) x 104 mm (Höhe) x 54 mm (Tiefe)
Gewicht:
653 Gramm
Garantie
6 Jahre
Hersteller-Link
Arctic Homepage
Preis
ab ca. 42 Euro

Werfen wir vor dem Umbau schnell noch einen Blick auf den Lieferumfang. Zählt man die Einzelteile durch, dann stellt man schnell fest, dass insgesamt 4 kleine RAM-Kühler zu wenig mitgeliefert werden, denn die R9 290 hat insgesamt 16 Einzelmodule je 256 MB verbaut. Das ist allerdings nicht so katastrophal, wie es sich vielleicht liest, denn der RAM ist mit seinem Takt von 1250 MHz recht moderat ausgelegt und wird auch nicht so extrem heiß, dass es zum thermischen Gau führen wird. Trotzdem kann man sich mit einem Zusatzpäckchen weiter helfen, indem man z.B. noch ein Montagekit für die GTX 260/275/280 mit bestellt. Dann kommt man schon fast hin.

Eckdaten der Karte nach dem Umbau

Natürlich sind die Angaben zum Kühler selbst interessant, allerdings weiß man dann immer noch nicht, ob die so umgebaute Karte überhaupt noch ins Gehäuse passt. Deshalb haben wir die fertig modifizierte Karte noch einmal vermessen und gewogen.

Daten der umgebauten Karte
Einbaulänge
320 mm
Einbauhöhe
120 mm (ab Oberkante PCI-E Slot)
Einbautiefe
60 mm (2.5 Slot)
5 mm Rückseite (durch Backplate)
Gewicht
978 Gramm
Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
89 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • 7664stefan
    Bis auf den Kleber eine feine Sache! Gelid benutzt beim IcyVision Klebepads. Die sind zwar etwas frickelig bei der Montage, halten jedoch auch sehr gut und können später problemlos und ohne Rückstände wieder entfernt werden.
    Die Kühlkörper - Variabilität hin oder her - könnten allgemein mehr Fläche vertragen. Das würde die Montage weiter vereinfachen und auch die Kühlleistung verbessern.
    0
  • fffcmad
    @Format: Ich mag deine Artikel. Alles immer so schoen Praxisnah und aufschlussreich. :)
    0
  • Tesetilaro
    ich mag auch den schreibstil, selbst der relative laie rafft, AMD hat beim Referenzkühler verkackt!!! Der Versierte kann sich selber helfen und der Laie muß halt auf Partnerkarten warten oder Ohrenstöpsel tragen...
    1
  • FormatC
    Klebepads sind ein Risiko (hält nicht wirklich sicher) und zudem nicht sonderlich effektiv. Allerdings hat Gelid die VRM-Kühler zum Anschrauben - feine Sache.
    0
  • bossmaniac
    Auf einem offenen Teststand im klimatisierten Raum sind diese Werte schön und Gut, aber in einem Gehäuse mag das wieder ganz anders aussehen.
    0
  • Big-K
    Also bezüglich der mehrphasigen Abwärtswandler hab ich mal gelernt junktion Temperaturen bis 125-150 C° darf man machen.
    Und hab das bei meiner Tahiti auch mal getestet da nur die gpu unter Wasser läuft, und die reduziert den takt erst bei 115C°.
    Da kann also erst mal nichts kaputt gehen, gerade 90C° wie bei dir nicht.
    Das schwächere Glied sind da eher die caps in der Umgebung.
    Ist denn der Lochabstand immer gleich so das man immer den Selben VRM-Kühler anschrauben kann?
    0
  • FormatC
    Bei AMD ja. Gelid hat das ganz nett gelöst. 115 °C sind aber der Extremfall, es geht ja auch um die Langzeitstabilität. Ich mag generell nichts über 100°C, zumal bei vielen in den kleinen Midi-Towern schnell Ende Gelände sein dürfte.
    0
  • unclejune
    Interessant wäre zu wissen, ob die FA. Arctic jetzt reagiert und die fehlenden Kühlkörper beilegt. Die 290 wird ja sicherlich den Verkauf des Kühlers ankurbeln.
    0
  • FormatC
    Ich habe schon mal angefragt :)
    0
  • Big-K
    Weil dann Wasser kocht? :-)
    Nicht jeder hat so ein Kleiderschrank als Gehäuse.
    Gibts Adapter um den Lüfteranschluss der Graka zu verwenden dann hätte man auch die Regelung zurück. Ich mag generell nichts mit konstanter Drehzahl ;-)
    vor 24h bestellt und Karte ist immer noch net da -.-
    0
  • kawih
    Und ich hab mir nach der Ankündigung (die nächsten Kühler werden besser) seitens AMD schon Hoffnungen gemacht.
    Leider wurden wir alle schwer enttäuscht!

    Sehr guter Bericht! Aber mit diesem Kühler werden wohl auch so manche Boardpartner nicht mithalten können.

    Ein kleiner Fehler hat sich bei euch eingeschlichen, wo is er?:

    "...mit dem Arctic-Kühler bei 12 Volt (1150 MHz) bzw. 7 Volt (1100 GHz) und dann..."
    0
  • derLordselbst
    Eine Nachfrage zur Demontage:
    Ist es nicht erforderlich (oder sinnvoll) vor Abnahme des alten Kühlers die Grafikkarte mit Fön zu erwärmen? Ich habe beim Wasserkühlungsumbau von der Nvidida GTX 285 und Radeon HD7970 nicht anders lösen können.

    Die Kurzschlusswarnung finde ich übrigens sehr berechtigt! Beim ersten Versuch meine 7970 umzubauen, gab es eine Totalabschaltung. Erst beim Wechsel auf neue Wärmeleitpads funzte das Ganze (ich bin übrigens seeehr dankbar, dass ich ein Enermax Revolution Netzteil und kein Chinaböller als Netzteil eingesetzt hatte, da wäre mein PC bestimmt gegrillt worden...)
    0
  • FormatC
    Die Karte is neu und hat noch keinen Burn-In hinter sich. Man kann den Kühler wirklich leicht abnehmen, denn die Paste ist noch nicht ausgehärtet. :)
    0
  • fffcmad
    Bei der Chipgroeße muss man auch wissen, wie man den Kuehler richtig abnimmt. Selbst frische Paste kann da sehr gut kleben. Ich weiß noch das das damals bei AMD ein sehr großes Problem war. Stellenweise war es fast unmoeglich, den Prozessor nicht mit aus dem Sockel zu ziehen.
    0
  • FormatC
    Ich habe mittlerweile eine herstellerfrische 290 und eine 290X auseinander genommen. Dazu noch ein derzeit nicht näher zu bezeichnendes Nvidia-Produkt - das geht echt easy ab. GPUs haben keine Heatspreader und bei ihrer doch recht glatten Oberfläche dürfte da kaum was echt anbacken, was noch nicht "ausgebacken" ist. Ich hatte bei neuen Karten noch nie Probleme.
    0
  • 7664stefan
    :D Das ist ja wieder wie Weihnachten. :D
    0
  • fffcmad
    Ok, Glueck gehabt :)
    0
  • Big-K
    Hab immer noch keine trackingnummer, kann es sein das die Händler nur so tun als hätten sie Karten da?
    Was noch fehlt ist die Leistungsaufnahme bei 1150MHz, reicht dafür die Stromversorgung oder doch auch 2x8 pin warten?
    Was passiert wenn man die Spezifikationen überschreitet schmoren dann die Kabel durch ;-)
    0
  • FormatC
    Nene...

    Das Maximum liegt unter 300 Watt, trotz Powervirus und Max- OC.
    0
  • theo371
    Kannst du was dazu sagen, wie sich die Leistungsaufnahme entwickelt hat? Generell sollte sie ja sinken, durch die niedrigeren Temperaturen. Da wären Messungen doch recht interessant!
    0