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Lautstärke und Wärmeentwicklung

ATI Radeon 5870: DirectX 11, Eyefinity und jede Menge Power
Von , Chris Angelini, Fedy Abi-Chahla

Geht es um die allerneusten Grafiklösungen, kommt man nicht umhin, ein paar Worte über deren Lautstärke und Wärmeentwicklung zu verlieren. Es sind ungewollten Nebenwirkungen, die komplexe GPUs mit hohen Taktraten unter hoher synthetischer 3D-Last zeigen.

Fangen wir erst einmal mit Nvidias GeForce GTX 285 an. Solange man nur eine dieser Karten im Gaming-Rechner verbaut, muss man sich wohl eher keine Gedanken machen. Steckt man aber zwei davon in ein X58-Mainboard wie das ASUS Rampage II Extreme, das hier als Testplattform dient und dessen Erweiterungsslots gerade so weit auseinander liegen, dass man Grafikkarten doppelter Bauhöhe darin verbauen kann, dann wird es eng – und zwar auch thermisch. Wir mussten beiden Karten von Hand eine Lüftergeschwindigkeit von 100 Prozennt verordnen, damit sie uns in Spielen wie S.T.A.L.K.E.R. nicht sofort abstürzten – ansonsten hätte der Lüfter nicht schnell genug hoch gedreht. Auf diese Weise erreichten wir zwar volle Stabilität, allerdings auch einen Lautstärke von mehr als 54 dB (A).

Nicht, dass es bei der GeForce GTX 295 viel besser aussah. Diese Karte erreichte im FurMark einmal sogar 99 Grad Celsius. An dem Punkt brachen wir unsere Lautstärkemessungen ab aus Angst, die Karte könne uns wortwörtlich abrauchen. Der Geruch, den die Karte dabei verströmte, ließ uns jedenfalls schon das Schlimmste befürchten. Als wir den Test abbrachen, dröhnte die GTX 295 mit 54,6 Dezibel vor sich hin.

Den Spitzenreiter im negativen Sinne stellte aber ein Paar HD 5870 dar, die zusammen 54,7 Dezibel erreichten. Die Karten erreichten dabei einen Spitzenwert von 100 Grad. Dann schaltete sich der beschriebene Schutzmechanismus ein und regelte die Karte herunter, bis sie 99 Grad erreichte. Kaum gab er die GPU aber wieder frei, stieg die Temperatur wieder, und das Spiel begann von Neuem.

Overclocker, und zwar speziell diejenigen, die sich mehr als eine Radeon HD 5870 leisten können, müssen eine wirklich gute Kühlung in ihrem Gehäuse gewährleisten, denn die 5870 benimmt sich ein wenig anders, als ATIs andere High-End Boards. Sie ähnelt eher einer GeForce GTX 295, die ebenfalls ihre heiße Abluft ins Gehäuse bläst.

Im Leerlauf ist eine einzelne Radeon HD 5870 minimal lauter als ihre Vorgängerin, etwa gleich laut wie zwei GTX 285 im SLI-Verbund und etwas leiser als die GeForce GTX 295. Am meisten beeindruckt die Radeon HD 4870 1 GB, die hörbar weniger Krach macht als die anderen Karten, obwohl sie nur 0,6 dB (A) leiser ist, als die GTX 285.

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