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DirectCompute

ATI Radeon 5870: DirectX 11, Eyefinity und jede Menge Power
Von , Chris Angelini, Fedy Abi-Chahla

Der wohl am sehnlichsten erwartete Bestandteil von DirectX 11 ist DirectCompute. Diese Programmierschnittstelle ermöglicht es, Grafikkarten die DirectX 10, 10.1 und nun auch DirectX 11 unterstützen, für GPGPU-Berechnungen einzusetzen und erweitern dabei. Je neuer dabei die DX-Version ist, die eine Karte unterstützt, desto mehr Features lassen sich mit DirectCompute nutzen. Neben den Anwendungen wie Video-Konvertierung, was die proprietären Schnittstellen CUDA und Stream derzeit schon erlauben, sind das beispielsweise Bildbearbeitung und Post-Processing, Physikberechnungen, Ray-Tracing, KI- und Schattenberechnungen.

Die Entwicklung hin (zurück?) zu Spiele-Anwendungen ist interessant zu beobachten, denn bislang konzentrierte sich der Großteil der GPGPU-Anwendungen auf Video-Transkodierung und -Nachbearbeitung. Dazu zählen unter anderem CyberLinks MediaShow Espresso, ArcSofts SimHD und Elemental Technologies‘ Badaboom. Doch nun hält diese Technologie auch in Spielen Einzug. Letztlich liegt es wohl daran, dass Spieleentwickler nun durch ein standardisiertes Interface auf ATIs Stream Technologie zugreifen können. Wir vertreten schon länger die Meinung, dass erst ein solcher Standard die weitere Verbreitung von GPGPU-Anwendungen jeglicher Art wirklich vorantreiben würde.

Nehmen wir beispielsweise order-independent transparency. Wollte man bislang bei Verwendung von Alpha-Blending mehrere Objekte darstellen, die sich überlappten, mussten alle Objekte von vorn nach hinten sortiert werden, was einen großen Aufwand bedeutete. Ohne DX11 hätte der Hauptprozessor dadurch eine Menge Berechnungen durchführen müssen, und selbst dann konnte es sein, dass das Ergebnis optisch nicht korrekt war. DirectX 11 sortiert transparente Pixel mithilfe kleiner atomarer Operationen sowie Append Buffers in nur einem Durchgang. Der Unterschied ist in den folgenden Screenshots einer ATI-Demo gut zu erkennen.

DirectCompute kann aber noch viel mehr und ermöglicht Funktionen wie high definition ambient occlusion, contact-hardened shadows und depth of field post-processing. ATI demonstrierte sogar Drag-and-Drop-Transcoding in Windows 7. Als wir ATI allerdings fragten, mit welchen Tests wir DirectCompute selbst ausprobieren und die Leistungsfähigkeit der neuen Karten messen könnten, sagte man uns, dass derzeit noch keine Anwendungen verfügbar sind. Also müssen wir vorerst noch abwarten, bis Software-Entwickler DirectCompute für ihre Anwendungen nutzen, bevor wir uns dem Thema genauer widmen können. Die gute Nachricht: Aliens Vs. Predator, S.T.A.L.K.E.R. Call of Pripyat und Colin McRae: Dirt 2 sollen alle im Laufe der nächsten Monate erscheinen und DirectCompute auf die eine oder andere Weise nutzen.

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