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AMD Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition: ATIs Vielauge

AMD Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition: ATIs Vielauge
Von , Chris Angelini

Die letzte Märzwoche stand ganz im Zeichen der neuen Nvidia GeForce GTX 480 und 470, die schon sehnsüchtig erwartet worden war. Kurz darauf stellte auch ATI eine neue Grafikkarte vor oder, besser gesagt, eine neue Variante einer bekannten Karte: die Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition. Diese Karte und ihre Vorstellung stellen das genaue Gegenteil der neuen Nvidia-Karten dar. Wo Nvidia immer wieder den Seiltanz zwischen strikter Geheimhaltung und gezielter Informationsstreuung probte, ist die Eyefinity 6 Edition von vornherein so etwas wie ein offenes Geheimnis gewesen. Tatsächlich zeigte ATI ein frühes Sample dieser Karte bereits im September zur Vorstellung der HD 5870. Letzten Monat eilten dann Vertreter von ATI zu den verschiedensten Publikationen und verteilten fröhlich Sechs-Monitor-Konfigurationen mit einer Gesamtauflösung von 5760 x 2160 an die Tech-Journaille. Schnell fanden die ersten Bilder dieser riesigen leinwandartigen Monitorwände ihren Weg ins Netz, und die Gamer-Gemeinschaft blickte das erste Mal auf einen Multi-Monitor-Aufbau mit sechs Displays in zwei Reihen. Den Anblick beeindruckend zu nennen, wäre wohl gepflegtes Understatement.

Das Einzige, was ATI nicht von vornherein durchblicken ließ, war die zu erwartende Performance. In den vergangenen sechs Monaten hat AMDs Treiber-Team an der Software gearbeitet, die Eyefinity 6 ermöglicht. Noch sind zwar nicht alle Probleme vollständig ausgebügelt, aber es ist jetzt sehr viel einfacher, eine komplexe Multi-Monitor-Konfiguration einzurichten und zu nutzen als noch vor einem Monat mit der ersten Version des passenden Catalyst-Treibers, der uns zur Verfügung stand.

Endlich im Test-Labor: Eyefinity 6

Offenbar waren uns die Pixel-Götter wohlgesonnen, denn ATIs PR-Team stellte uns großzügigerweise nicht nur eine sondern gleich zwei Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition Boards mit je 2 GByte Videospeicher zur Verfügung.

Die Eyefinity-6-Variante ist mit knapp 28 cm exakt so lang wie ATIs Referenz-Version der HD 5870 1 GB. Da sie aber ein zweites Gigabyte GDDR5-Speicher mitbringt, trägt sie je einen 6-poligen und einen 8-poligen Stromanschluss. Zur Erinnerung: Bei der normalen HD 5870 sind es zwei 6-polige Anschlüsse. AMDs offizielle Angabe zur Leistungsaufnahme liegt mit 34 Watt auch leicht über den 27 Watt der 1-GB-Karte, während der Stromverbrauch unter Last von 188 Watt auf 228 Watt überraschend stark um 40 Watt ansteigt.

Wie kommt es zu dem größeren Videospeicher? Die Eyefinity-6-Karte kann über seine sechs Mini-DisplayPort-Anschlüsse ebenso viele Monitore ansteuern. Jeder der Ausgänge schafft dabei eine maximale Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten. Schließt man tatsächlich alle sechs möglichen Displays an, kommt man so auf eine Fläche, die 7680 x 3200 misst. Das zwingt eine 1 GB-Karte locker in die Knie und dürfte selbst bei einem 2-GB-Modell die Bildwiederholraten in den Keller drücke.


Radeon HD 5870 Eyefinity 6 Edition 2GB
Radeon HD 5870 1GB
GPU; Fertigung
Cypress; 40nm
Cypress; 40nm
GPU-Takt
850 MHz
850 MHz
Stream Prozessoren
1.600
1.600
Speichertyp
GDDR5
GDDR5
Speichertakt / Datenrate
1.200 MHz / 4.800 Mb/s
1.200 MHz / 4.800 Mb/s
Speichermenge2GB
1GB
Speicherdurchsatz
153.6 GB/s
153.6 GB/s
Leistungsaufnahme (max.)
228W
188W
Leistungsaufnahme (idle)
34W
27W

Ganz so hart traf es unsere Testkarte dann aber doch nicht, denn unser Testaufbau bestand aus sechs Dell-TFTs vom Typ P2210H, die auf 22 Zoll jeweils 1920 x 1080 Pixel anzeigen. Insgesamt kamen wir so auf 5760 x 2160 Einzelne Bildpunkte oder 12,5 Megapixel. Auf dem Plan stehen nun verschiedene Tests, die die Unterschiede zwischen der Radeon HD 5870 1 GB und der Eyefinity 6 mit 2 GB aufzeigen sollen. Außerdem wollen wir wissen, ob eine 2-GB-Karte ausreicht, um auf sechs 22-Zoll-Monitoren zu spielen, und wie groß das Performance-Plus ausfällt, wenn man zwei Eyefinity-6-Karten im CrossFire-Modus zusammen steckt.

Man verzeihe es uns, wenn wir uns an dieser Stelle, mit zwei solcher Karten vor unseren 2 x 3 Monitoren stehend, nicht nur metaphorisch die Hände reiben. Bevor wir zu den Benchmarks kommen, gehen wir aber noch auf den besagten Testaufbau ein. Bei einer Sechs-Monitor-Konfiguration gibt es nämlich einige Stolpersteine zu beachten.

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Alle 25 Kommentare anzeigen.
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  • f1delity , 22. April 2010 16:06
    Ich find die Karte sehr gut, vor allem im Vergleich zu meiner alten HD4870 sehr leise ^^.

    Der Test ist fein, allerdings erschließt sich mir nicht der Sinn, warum nicht konstant AAx8 genutzt wurde oder der Test später mit 2560x1600 gebencht wird. Oder wird das noch irgendwann nachgereicht?
  • benkraft , 22. April 2010 16:14
    2560 x 1600 wurde im Text erklärt:
    Zitat :
    In diesem Test mussten wir 2560 x 1600 leider ausklammern. Unser 30-Zöller Dell 3007WFP benötigt ein dual-link DVI-Signal, da er noch keinen DisplayPort-Eingang besitzt. So ein Signal kann der Mini-DisplayPort-Anschluss der Karte aber nur über einen aktiven DisplayPort-auf-DVI-Adapter wie diesen bereitstellen, den wir aber leider nicht rechtzeitig für unseren Test geliefert bekamen.


    Wegen 8xAA - der letzte Chart auf Seite 11 sollte die Antwort geben.
    Ansonsten zitiere ich den letzten Absatz des Fazits:
    Zitat :
    Wer auch mit drei nebeneinander stehenden Displays glücklich wird, der ist auch mit der Radeon HD 5970, 5870 oder 5850 gut bedient. Deren Grafikleistung reicht aus, und der kleinere Grafikspeicher von „nur“ 1 GB wirkt sich erst aus, wenn man die Kantenglättung voll hochdreht. Hat man das vor, braucht man aber ohnehin eine zweite Karte (mit 2 GB), um neben dem Frame Buffer auch für die nötige Grafik-Power zu sorgen – womit man automatisch bei einer CrossFire-Kombination aus zwei Eyefinity-6-Modellen landet.
  • f1delity , 22. April 2010 16:56
    Sorry, scheine nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein. Das mit 2560x1600 hatte ich gelesen, ich meinte ja nur, wieso der Test dann jetzt rausgeht statt 2-4 Tage später, dafür aber mit den High-Resolution ergebnissen.

    Zumal mich da interessiert hätte wie stark die 5870 im Vergleich zur Eyefinity 6 einsackt oder ob sie dies macht, für eine zwote Eyefinity 6 werd ich sicherlich nicht nochmal 500€ hinlegen, eine langt, zumindest zur Zeit.
  • aarfy , 22. April 2010 21:05
    stimmt - interessant wäre eher ein Mischkonfiguration der Eyefinity mit z.B. einer normalen 5870 oder etwas derartigem gewesen. Wozu soll ich mir noch eine Karte mit 6 Ports in den Rechner stecken - wenn ich "nur" 6 Displays betreiben möchte.
  • xxl-et , 22. April 2010 22:13
    Seit der Vorstellung von Infinity macht mich ja die Vorstellung von drei Pivot-gedrehten 22° Schirmen an. Hab bisher meinen alten 19° 4:3 und den 22° 16:10 auf dem Schreibtisch und möchte nie mehr ohne 2 Screens! Spielen+Fernsehen, Schreiben und Exceln und mit Infinity vielleicht auch Zocken mit Fadenkreuz ohne Unterbrechung?! Aber inwiefern ist eine unkonventionelle Auflösung von 3150x1680 denn in Spielen möglich?!
  • benkraft , 22. April 2010 22:49
    aarfystimmt - interessant wäre eher ein Mischkonfiguration der Eyefinity mit z.B. einer normalen 5870 oder etwas derartigem gewesen. Wozu soll ich mir noch eine Karte mit 6 Ports in den Rechner stecken - wenn ich "nur" 6 Displays betreiben möchte.


    Weil du nur dann zwei Karten mir 2 GB Speicher bekommst. Bei einer Mischkonfiguration verpufft der Vorteil einer 2-GB-Karte, weil immer die kleinere der beiden in CrossFire limitiert.
  • Desertdelphin , 23. April 2010 11:11
    Also grade beim Daddeln der Spiele die so "gut" auf 6 Monitoren laufen, wie Dirt 2 oder Hawk, empfehle ich ganz klar einen HD-TV. Gleiche Fläche für weniger Geld.

    Ein normaler 42 Zöller ist dann zwar nicht ganz so breit, aber die Fläche ist die selbe und es gibt keine störenden Rahmen. Wer dann ultrabreit möchte: Cinemadisplays.

    2 displays machen event. bei strategiespielen sinn, wobei supreme commander das einzige ist, und ich es nie angenehm fand mit 2 displays zu spielen, aber ansonsten ist es für office anwendungen gedacht. Aber zeigt schön die Power die in so einer Karte steckt :) 
  • Sic , 23. April 2010 12:20
    Das Problem an den 42 Zollern ist, das die meisten eine maximale Auflösung von 1920*1080(1260) bieten. wenn man also nicht grade 3-4m entfernt sitzt alles leicht verpixelt aussieht und noch dazu wirkt durch die Entfernung der Bildschirm auch wieder kleiner. Des weiteren sind grad für Zocker die Reaktionszeit von dunkel zu hell meist übertrieben hoch.
  • mareike , 23. April 2010 12:25
    5760 x 2160

    statt der cf lösung wäre es was den hardwareeinsatz angeht effektiver wenn eine 5870 1gb die oberen 3 monitore rechnet (5760 x 1080) und eine 2. die unteren 3.
    müste per treiber machbar sein und die bildhälften syncronisiert werden (game auf 6 monitoren).

    aber der aufwand für so ein kleines marktsegment wäre wohl unangemessen. und welcher hardware hersteller will schon einen effizienten hardware einsatz ;) 

    wenn man aber sowieso verschiedene dinge auf den monitoren hat müste der splitt auf 2 nicht cf karten doch besser sein ? (um die teuren 2gb karten zu vermeiden??)

    :) 
  • Anonymous , 23. April 2010 12:59
    naja viele Strategiespielen sind aber halt auch so programmiert dass du mit mehreren Monitoren nicht mehr vom Schlachtfeld siehst als mit einem, damit keiner bei Multiplayerspielen im Vorteil ist.

    Seh das sonst wie Desertdelphin. Zum Spielen ist das meiner Meinung nach nix, da hat man doch mit nem großen Monitor dieselbe Fläche, oder man holt sich gleich Beamer+Leinwand, hat dann zwar ne geringere Auflösung, dafür aber auch keine Rahmen, und die Rahmen würden mich persönlich viel mehr stören als die geringere Auflösung
  • mareike , 23. April 2010 19:15
    da müste man doch auch mehrere beamer nutzen können (6) dann hast du die auflösung und keine rahmen ;) 
  • benkraft , 23. April 2010 19:18
    Zitat :
    da müste man doch auch mehrere beamer nutzen können (6) dann hast du die auflösung und keine rahmen ;) 


    Boah - ich stell mir gerade 3 Dinge vor:
    1 - Wie krank sieht denn bitte ein Aufbau von 2 x 3 Beamern an einer Decke aus?
    2 - Wie groß muss die Projektionsfläche sein, damit sich das ganze lohnt?
    3 - Wie lange braucht man wohl, bis man die Dinger nahtlos ausgerichtet hat?

    Aber die Idee finde ich geil, muss ich gestehen. :D  :sol: 
  • mareike , 23. April 2010 19:21
    ideen an sich kosten ja zum glück noch nichts *fg*

    @ benkraft

    macht doch mal einen beamertest, dann bekommste die von den herstellern für lau ;) 
  • Anonymous , 24. April 2010 02:14
    Sowas gibt es schon in Forschungseinrichtungen und Universitäten, finde allerdings gerade keinen Link.
  • Denken , 26. April 2010 13:32
    Bin ich der einzige dem das vollkommen bekloppt vorkommt?

    Ich meine mal ehrlich! Wozu auf 6 Monitoren zocken, wenn es auch 1 Beamer tut!
  • lrlr , 26. April 2010 14:22
    blöd nur, dass das menschliche Auge solche Auflösungen gar nicht wahrnehmen kann..

    (und bei dem rahmen um jeden monitor.. naja..)
  • dontcryjustfly , 26. April 2010 22:56
    sieht ja alles ganz putzig aus...wenn das muss es schon das hier sein:

    http://www.vizworld.com/2010/01/tacc-tiled-display/
  • gs85 , 26. April 2010 23:44
    Die Beamer Idee ist geil, aber besser währe noch 6 HD-Beamer so anzuordnen, dass man damit ein 3Monitorsystem mit 3D Bild in 120Hz an die Wand werfen kann. Der Treiber müsste dann die Bilder gezielt synkronisieren und an den jeweiligen Beamer übertragen.

    Also 3 Beamer fürs rechte Auge und 3 fürs Linke, das ganze übereinander gelegt und schon hat man 120hz auf 7650*1600. Fehlt nur noch die Shutterbrille!
  • moses , 28. April 2010 18:24
    Hallo,
    habe mir die Karte nun auch gekauft (HIS HD 5870 Eyefinity 6) und hoffe nun auf Hilfe durch euch:
    Ich hatte auch schon vor dieser Karte immer mit 4 Monitoren über eine Matrox-Karte gearbeitet. Performance: praktisch keine Media-Leistung.
    Das war auch nicht notwendig für mich. Nach dem Lesen der ersten Bewertungen habe ich nun die neue Karte gekauft und eingebaut.
    Wie habe Ihr es denn geschafft mehr als zwei Monitore anzusteuern?
    Wenn ich auf einen 3. Monitor erweitern möchte, sagt mit das Catalyst-Center (V. 10.3b) unter Win7-64, dass ich zuvor einen anderen (also einen der zwei aktiven) dazu erst deaktivieren muss.
    Hat jemand eine Ahnung, warum ich nicht mehr als 2 Monitore ansteuern kann?
    Wenn bei mir alles läuft, gebe ich gern auch einen Kommentar ab.

    Danke und Gruß
    moses
  • benkraft , 28. April 2010 18:41
    Hi, vielleicht können wir das ja diagnostizieren! :) 
    Was für Monitore hast du denn (also, welche Anschlüsse nutzen die).
    Hast du die zu einer Gruppe zusammengefasst)?
    Werden alle Monitore erkannt, oder werden eh nur zwei gefunden?
    Oder gibt es nur dann ein Problem, wenn du den Desktop erweitern statt spiegeln willst? Versuchst du, bei der Medienwiedergabe über drei Monitore zu strecken?
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