Den kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen (engl.) zufolge musste Chip-Hersteller AMD auch im dritten Quartal wieder Verluste hinnehmen. Immerhin gab es bei den Grafikkarten gute Nachrichten: AMD hat nach eigener Aussage seit ihrer Markteinführung im September 2009 mittlerweile 25 Millionen DirectX-11-fähige ATI-Grafikkarten an den Mann gebracht.
Die Umsätze haben gegenüber dem zweiten Quartal zwar um 11 Prozent nachgegeben, liegen aber immer noch 33 Prozent über denen des Vorjahresquartal. ATI's operatives Ergebnis lag im vergangenen Quartal bei 1 Million US-Dollar im Vergleich zum 33 Millionen US-Dollar in Q2/10 und 2 Millionen US-Dollar in Q3/09.
Mit den aktuellen Neuvorstellungen hofft AMD/ATI natürlich, die Anzahl verkaufter DX11-Grafikkarten noch schneller in die Höhe zu treiben. Wir sind gespannt!

"Einmal mehr trieben jedoch Kosten von 186 Millionen US-Dollar für die ausgekoppelten AMD-Werke zu Globalfoundries das Unternehmen neben weiteren Postionen in die roten Zahlen. Denn der operative Gewinn lag bei von Analysten nicht erwarteten 128 Millionen US-Dollar. Die Marge stieg konzernweit auf 46 Prozent."
Eigentlich positive Zahlen also, keine Negativen. An der Börse gings am Tag gleich nach der Veröffentlichung deshalb auch sprunghaft rauf, was sich aber im Lauf der Zeit wieder relativiert hat
Joo... So kann man das natürlich auch lesen.
Weil ich nicht beim Quartalsbericht ins Detail gehen wollte, sondern eigentlich nur die runde Zahl von 25 Millionen verkauften Einheiten hervorheben wollte.
"Den kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen (engl.) zufolge musste Chip-Hersteller AMD auch im dritten Quartal wieder Verluste hinnehmen. Immerhin gab es bei den Grafikkarten gute Nachrichten"
Die Quartalszahlen waren gut, das liest sich hier aber ganz anders.
Minus, egal woher und wovon, stehen in der Bilanz als Minus da und kommen auch so rein.
Das in Gewissen Sparten Gewinn gemacht wird interessiert keine Sau.
In jeder Firma gibts Abteilungen, die einen mörderischen Gewinn erwirtschaften und andere, die eigentlich nur Verlust einfahren.
Und was ist was?
Genau das eine ist die "Produktion mit Verkauf" und das andere zB Personalabteilung.
Es ist ja nicht so, dass AMD nur in Sparten Gewinn gemacht hat, sondern im Ganzen. Aber wenn da halt wieder Abschreibungen und Kram dabei sind, dann interessiert das was am Ende rauskommt niemanden. Dass jetzt de facto wegen den Abschreibungen etc ein Verlust dasteht, der eigentlich keiner ist, interessiert nicht. Das Geschäft an sich ist rentabel.
Wenn er schreibt: "Immerhin gab es bei den Grafikkarten gute Nachrichten", dann impliziert er damit, dass die anderen Zahlen schlecht gewesen seien, was aber nicht stimmt, wenn man die Zahlen nicht nur oberflächlich betrachtet. Und deshalb bedarf es hier eben eventuell der Korrektur. Das ist das Einzige was ich damit sagen wollte.
Ich mag AMD viel lieber als die Intel- und Nvidia-Maffia, okay, aber ich schreib keinen Scheiß. Ich begründe alles, was ich schreibe.
Ich für meinen Teil bin mir fast sicher, dass jetzt, nachdem einige Jahre ins Land gezogen sind, die Übernahme von ATI ein genialer Schachzug sondersgleichen war. Ursprünglich war ich vehement dagegen, aufgrund AMDs wirtschaftlicher Lage, aber der Fakt, dass wir jetzt Fusion APUs und die einzig brauchbaren Mainboardchipsätze mit integrierter Grafik sehen, straft meine frühere Skepsis lügen.
Die nicht ganz so prickelnden Quartalszahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass AMD mit (auch finanziell!) moderatem Aufwand sehr viel zu reißen imstande ist. Und diese Worte von jemandem mit einem Intel/Nvidia System, da legst dich nieder.
Einen Intel Quad wie den i5 760er hätte ich mir einfach nicht leisten können, und der i3 war damals auch wesentlich teuerer mitsamt des passenden Boards. - Allerdings wäre der auch deutlich flotter gewesen.
Nun denne, Hauptsache, es gibt überhaupt Konkurrenz am Markt: Super Schade, dass Intel vorerst Larrabee eingestampft hat. - Das Geld hätten sie ja, um das No-How (Freuscher Verprecher, sorry...Know-How) zu erwerben, und die Produktionskapazitäten.
Der Innovationsdruck in Sachen Leistung sinkt, Preis, Stromverbrauch und integrierte Grafik werden bedeutender. AMD hängt vielleicht noch einen Tick-Tock zurück, aber in der heutigen Zeit merkt man das irgendwie gar nicht so recht.