Es dürfte wohl niemanden überraschen, dass eine 500-Watt-Grafikkarte mit einer Kompaktwasserkühlung im Schlepptau einige spezielle Voraussetzungen hat. Hauptsächlich muss das Gehäuse groß genug für die zusätzlichen Anbaupunkte der Wasserkühlung und das Netzteil stark genug sein, um ordentlich Stromstärke bereitstellen zu können.
AMDs Radeon R9 295X2 ist eine 30,5 cm (12 Zoll) lange Karte (genauso lang wie die Radeon HD 7990), so dass man sie nicht in einem kompakten Gehäuse unterbringen kann. Außerdem braucht man noch Platz für den Wärmetauscher und seinen Lüfter, der am besten so montiert wird, dass die Luft direkt aus dem Gehäuse geblasen wird.
Sehr viele Gehäuse haben aber heutzutage einen Einbauplatz für Wärmetauscher im 12-cm-Format, so dass diese Bedingung kein Problem sein sollte. Aber wer zum Beispiel auch seinen Prozessor mit einer Kompaktwasserkühlung kühlt, braucht dann schon zwei solche Einbauplätze.
Chris montierte unsere R9 295X2 in einem 'Rosewill Throne'-Gehäuse, in dessen Rückseite bereits ein Intel-BXRTS2011LC-Wasserkühler verbaut war. Der Radiator der 295X2 musste also darüber installiert werden – und in praktisch allen Positionen bis auf eine kam er mit dem Kühlkörper des Spannungsreglers auf dem 'MSI X79A-GD45 Plus'-Mainboard ins Gehege. Natürlich haben wir gelinde gesagt ziemlich viel Equipment im Testlabor herumliegen, aber die Radeon R9 295X2 hatte um ein Haar nicht mit der ersten von uns gewählten Konfiguration funktioniert.

Alles in allem ist die Platzierung in einem Throne-Gehäuse aber kein Problem, man hat hier genug Platz. Aber wenn ein Gehäuse wiederum zu groß dimensioniert ist, können die nur 38 cm langen Schläuche zum Problem werden. Das Gleiche gilt für eine zweite Karte in einer Dual-Karten-/Quad-GPU-Konfiguration. Und natürlich würde man hier dann noch einen weiteren Montageplatz für den Wärmetauscher brauchen.
Bezüglich der Kompatibilität des Netzteils ist AMD etwas mitteilsamer. Zuallererst muss das Netzteil natürlich zwei 8-Pin-Stromanschlüsse haben und AMD empfiehlt, hier keine Adapter zu verwenden. Jeder dieser Anschlüsse muss eine Stromstärke von 28 Ampere liefern können und das Netzteil als Ganzes muss über die Energieaufnahme der Plattform selbst hinaus kombinierte 50 Ampere auf der +12-Volt-Schiene bereitstellen können.
Wie man sich leicht vorstellen kann ist es hier sehr vorteilhaft, wenn man ein Single-Rail-Netzteil sein Eigen nennt. Wenn man dagegen ein Multi-Rail-Netzteil besitzt, muss man im nächsten Schritt ausknobeln, wie die Anschlüsse die Rails unter sich aufteilen, so dass man die richtige Stromstärke für die AMD-Karte reservieren kann.
AMD gibt in seinen Presseunterlagen keine Empfehlung bezüglich der Watt-Zahl eines Netzteils, sondern äußerst sich stattdessen spezifisch zur Stromstärke. Aber machen wir mal eine schnell Überschlagsrechnung: Wenn man 550 Watt für die Radeon R9 295X2 ansetzt und beispielsweise eine übertaktete CPU auf 'Ivy Bridge-E'-Basis, Arbeitsspeicher, Festspeicher und eine Handvoll Lüfter hinzuaddiert, sehen alle Netzteile unter 1000 Watt irgendwie wie eine brenzlige Angelegenheit aus.
- Laut AMD nichts für Zaghafte
- Energieaufnahme und Design-Entscheidungen
- Diese Hardware braucht man für die Radeon R9 295X2
- Test-Hardware und Benchmarks
- Benchmark-Ergebnisse: Arma 3
- Benchmark-Ergebnisse: Assassin’s Creed IV: Black Flag
- Benchmark-Ergebnisse: Battlefield 4
- Benchmark-Ergebnisse: Grid 2
- Benchmark-Ergebnisse: Metro: Last Light
- Benchmark-Ergebnisse: Thief
- Benchmark-Ergebnisse: Tomb Raider
- Leistungsaufnahme: Einführung und Setup
- Leistungsaufnahme: Idle
- Leistungsaufnahme: Gaming
- Leistungsaufnahme: GPGPU
- Leistungsaufnahme: Vergleich und Übersicht
- Temperaturen und Geräuschentwicklung
- Fazit: AMDs Radeon R9 295X2 macht vieles richtig

P.S.: Mein Account macht immer noch Probleme. Kann nur von einem Rechner posten.
Ich freue mich ja das wir immerhin im GPU bereich noch Wettbewerb sehen von AMD.
Weil Mantle auf so einer CPU kaum noch echte Zuwächse ergibt. Wenn man den Sinn und die Absicht hinter Mantle verstehen will, dann muss man eine langsamere CPU einbauen. Denn nur wenn diese ins Limit läuft, bringt Mantle auch echte Vorteile. Sonst ist es eher marginal.
Buh AMD buuuuh.
<3 Test
Buh AMD buuuuh.
<3 Test
"Weil Mantle auf so einer CPU kaum noch echte Zuwächse ergibt. Wenn man den Sinn und die Absicht hinter Mantle verstehen will, dann muss man eine langsamere CPU einbauen. Denn nur wenn diese ins Limit läuft, bringt Mantle auch echte Vorteile. Sonst ist es eher marginal."
ist eher eine Ausrede , klar , skaliert es mit schwächeren CPU´s besser aber was hindert euch Mantle Benches zu machen wenn ihr schon so n Geschoss da habt .
Großes Lob an dieser Stelle, der Artikel hat mich echt fasziniert!
Sich über so ein Stück feine Hardware negativ auszulassen, das wäre schon borniert.
Schöner Artikel!
BTW:
Wir haben 550 USD für den Kurierversand zahlen müssen, damit die Karte aus den Staaten hierher zu mir ins Labor kommt. AMD in Deutschland hat uns leider bei diesem Sample ausgeschlossen. Wir waren wohl nicht liebevoll genug... Die Karte schicke ich auch wieder zeitnah zurück zu Chris. Tut mir leid, AMDs Bemusterung in DE ist schon sehr eigenartig.
"Weil Mantle auf so einer CPU kaum noch echte Zuwächse ergibt. Wenn man den Sinn und die Absicht hinter Mantle verstehen will, dann muss man eine langsamere CPU einbauen. Denn nur wenn diese ins Limit läuft, bringt Mantle auch echte Vorteile. Sonst ist es eher marginal."
ist eher eine Ausrede , klar , skaliert es mit schwächeren CPU´s besser aber was hindert euch Mantle Benches zu machen wenn ihr schon so n Geschoss da habt .
Wenn ein Feature richtig interessant ist, wird ihm auch irgendwann ein eigener Artikel gewidmet. Hier war es aus den von Igor genannten Gründen (noch) nicht für uns relevant. Und ich glaube wirklich nicht, dass man uns Nvidia-Fanboyz schimpfen kann.
Und @"mal schnell mittesten" (sinngemäß): Dieser Artikel ist wie alle unserer Grafikkarten-Launch-Artikel in enger Kooperation mit unseren US-Kollegen entstanden. Normalerweise haben wir eigene Test-Hardware, haben diesmal aber keine bekommen - komische Bemusterung seitens AMD.
Die Karte, mit der Igor letztlich getestet hat, war die unserer US-Jungs - und die kam am Motag vormittag hier in Deutschland an statt wie geplant am Freitag. Igor hatte also deutlich weniger als 24 Stunden Zeit, um die ganzen Energiaufnahme/-effizienz und Betriebsgeräusch-Parts auszutesten und Texte zu schreiben. Das musste dann ins Englische übersetzt und wiederum unseren anderen internationalen Partnern (Italien, Frankreich, ...) zur Verfügung gestellt werden - und zwar mit so viel Vorlauf, dass die das noch lokalisieren und rechtzeitig einpflegen konnten.
Das war eine Monster-Arbeit, die Igor da gestemmt hat. Ist jetzt wirklich nicht so, als würden wir Däumchen drehend in der Ecke sitzen und Löcher in die Luft starren...
Gut möglich, dass wir uns Mantle nochmal dezidiert vornehmen. Im Rahmen dieses Launches war es wegen dem Testgeräte- und dem daraus resultierendem Zeitmangel schlichtweg nicht möglich.