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RAID-Zutaten: LSI MegaRAID 9280-24i4e und Samsung SS-1605

Blickpunkt RAID-Controller: Einstellungen für RAID-Systeme (Teil 2)
Von , Achim Roos

Für schnelle SSDs stellt die Serial-ATA-Schnittstelle mittlerweile einen Flaschenhals dar. Besonders leistungsfähige Produkte stoßen bereits an die Grenzen von SATA 3 Gb/s und in einem RAID-Verbund ist dieses Limit schnell erreicht. Damit unser SSD-RAID nicht von dieser Einschränkung aufgehalten wird, haben wir uns für den RAID-Controller LSI MegaRAID 9280-24i4e entschieden. Als RAID-Laufwerke verwenden wir fünf SSDs der Samsung-Produktreihe SS-1605. Beide Systemkomponenten stellen wir im Folgenden genauer vor.

Der RAID-Controller: LSI MegaRAID 9280-24i4e

Der 9280-24i4e setzt auf den ROC (RAID-on-Chip) LSI SAS2108 und bietet 24 interne sowie vier externe SATA/SAS-Anschlüsse. Als Schnittstelle dient ein x8 PCI Express-Interface nach 2.0-Standard, das theoretisch eine Datenrate von 4000 Mb/s ermöglicht. Der 9280-24i4e setzt einen Expander auf dem Controller ein, um seine SATA/SAS-Anschlüsse zur Verfügung zu stellen. Letztlich basieren die 24 Ports damit auf acht internen SATA/SAS-Anschlüssen, die jeweils eine nominelle Bandbreite von 6 Gb/s bereitstellen. Im Controller sitzen außerdem 512 MB DDR2-800 Cache-Speicher und je nach Modell auch eine Backup Battery Unit (BBU), die dafür sorgt, dass Daten auch nach einem Stromausfall im Cache gespeichert bleiben.

Mehr als 5 SSD-Laufwerke hätten den LSI MegaRAID 9280-24i4e übrigens schnell an seine Leistungsgrenzen gebracht. Wie wir in unseren Extrem-RAID aus 16 SSDs feststellen mussten, schafft der LSI-Controller aktuell nicht mehr als 150.000 IOPS und erlaubt einen maximalen Datendurchsatz von rund 1600 MB/s. Durch unsere Tests wurde der LSI-Controller indes nicht ins Schwitzen gebracht, da alle Benchmarks unterhalb der beiden Maximalwerte blieben.

Des Weiteren haben wir auf dem Testsystem die „Fastpath“-Software installiert, mit dem sich laut Hersteller die I/O-Zugriffe auf die angeschlossenen SSDs deutlich beschleunigen lassen. Über die genaue Vorgehensweise schweigt sich LSI aus und spricht lediglich etwas kryptisch von einem speziellen Lowlevel-Zugriff auf die SSDs. Dafür soll das Fastpath-Feature mit jedem beliebigen Flash-Laufwerk funktionieren und die Schreib- und Leseleistung merklich erhöhen. LSI will mit Fastpath gegenüber einem nicht beschleunigten System eine etwa 2,5-fach höhere Schreibleistung und eine doppelt so hohe Leserate erreichen.

RAID aus 5 SSDs: Samsung SS-1605

Die RAID-SSDs kommen von Samsung und tragen die Produktbezeichnung SS-1605 (MZ3S9200XACP). Insgesamt fünf dieser Laufwerke haben wir am LSI MegaRAID 9280-24i4e betrieben. Jede SSD verfügt über eine Kapazität von 200 GB, arbeitet mit SLC-NAND-Flash und einer 3 Gb/s SATA-Schnittstelle mit Unterstützung für TRIM und Native Command Queuing (NCQ). Samsung spricht von bis zu 260 MB/s Leserate und 245 MB/s beim Schreiben. Leider fanden wir im Datenblatt keine Angabe zur Kapazität des verwendeten Cache.

Mit 1,7 W bei Untätigkeit benötigt diese SSD deutlich mehr als Consumer-Modelle. Unter Last soll jedoch schon bei 3,7 W das Maximum erreicht sein. Festplatten nehmen gut vier Mal mehr Leistung auf. Im Unterschied zu vielen Festplatten darf die Betriebstemperatur der MZ3S9200 zwischen -10°C und 60°C liegen. Samsung bietet auch eine Variante mit 100 GB Speicherkapazität an.

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  • Anonymous , 26. Juni 2011 12:58
    Wer Raid braucht sollte auf einen guten Controller zurückgreifen!
    Ich habe keins und werde es in Zukunft auch nicht einrichten, ist mir zu anfällig.
    Der Test ist aber Ok bis auf das Raid 0 mit 4 ssD, wer braucht soetwas!
    Raid 0 mit mehr als 2 Laufwerken ist aus meiner Sicht überflüssig,
    da die Gefahr des Datenverlustes extrem hoch ist. Ich kann auch keinen effektiven Vorteil erkennen, wenn alle Daten auf einem Raid0 liegen.
    Dazu kommt noch, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Raids 0 mit der Anzahl der Festplatten steigt
  • simpsonsun@guest , 25. April 2012 19:16
    ich schliesse mich dem vorgänger an.
    wenn 4 platten vorhanden sind,es sich dabei auch noch um ssd's handelt,
    sollte genügend geld vorhanden sein.
    wenn man dann ein raid verbund erstellt, sollte es doch bitte ein raid 5 sein.
    ich selber nutze zwei "promise" controler, an denen jeweils ein raid 5 verbund werkelt.
    der erste controler hat 4x750 gb, die dem system als laufwerke mit 1,5 tb und 0,75 tb
    zur verfügung stehen.
    der zweite hat 4x1,5 tb, die in 3 laufwerke mit 1,5 tb konfiguriert wurden.

    abgesehen von der geschwindigkeit ist die datensicherheit bei raid 5 ziehmlich hoch.
  • Sullivan@guest , 7. August 2012 11:45
    Sorry, ihr habt den Benchmark nicht verstanden
  • derich0815 , 17. Juni 2013 11:44
    Meiner Meinung nach ein vollkommen unsinniges Szenario!

    Warum sollte man an einen 1100 € teuren 24-Kanal-Controller VIER Laufwerke hängen? Was mich eher interessieren würde, wäre die Leistung mit 16, 20 und 24 Laufwerken im Raid 5/6, vielleicht noch mit einem Vergleich zwischen Desktop-HDDs wie der Seagate Barracuda und Raid-HDDs wie der WD Red.

    MfG