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Raijintek Triton im Test: Nachfüllbare AIO-Wasserkühlung für unter 75 Euro

Raijintek Triton im Test: Nachfüllbare AIO-Wasserkühlung für unter 75 Euro
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All-In-One Wasserkühler sind beliebt, stehen aber oft in der Kritik: Zu unflexibel, zu kurze Schläuche, schnell zugesetzt und vor allem zu teuer. Raijintek will mit der modifizierbaren Triton nun den Spagat schaffen: Einfach, performant und preiswert.

Was verbirgt sich eigentlich hinter der Triton genau? Der Lösungsansatz von Raijintek ist genial und einfach zugleich. Man bietet die Einfachheit einer ganz normalen, vorgefüllten All-In-One Wasserkühlung für den PC, lässt dem Kunden aber auch die Möglichkeit offen, diese zu reinigen, mit eigenen Schläuchen zu versehen oder mit den Farben zu spielen.

Damit wäre dieses System optional sogar auf Grafikkarten erweiterbar - nicht schlecht für einen Kampfpreis von nur 75 Euro.

Ja, es ist wirklich kein Schreibfehler: Raijintek bietet mit der Trition eine komplette, ab Werk voll befüllte AIO mit 240-mm-Radiator, zwei 12-cm-Lüftern samt Steuerung, 40 cm langen, transparenten Schläuchen und drei Farben zum Selbsteinfärben.

Optisch macht das transparente Pumpengehäuse mit der eingebauten LED ebenfalls eine Menge her, so dass wir fast schon geneigt sind, irgendwo nach einem Pferdefuß zu suchen.

Wie gut kühlt eine 75-Euro-Wasserkühlung wirklich und wie gestaltet sich der Umgang mit der Triton beim Reinigen oder Umbauen? Diesen Fragen werden wir genauso nachgehen wie einem Lautstärketest und dem Praxiseinsatz, der härter kaum hätte sein können: Das Herunterkühlen eines auf 4,5 GHz getakteten Intel Core i7 5960X.

Unmöglich? Doch - es geht! Wie gut, das lesen wir später. Zunächst erst einmal schauen wir auf die in der Tabelle zusamnmengefassten technischen Daten:

Raijintek Trition
Formfaktor:
geschlossene Kompaktwasserkühlung (Closed Loop AIO Water Cooling)
Pumpe:
Abmessungen: 3,8 x 5,6 x 3,9 cm
Heatsink: 100 % Kupfer, vernickelt.
Lager: Graphitröhrchen und Keramikachse
Durchsatz: 120 l/h
Lautsärke: 20 dB(A)
MTBF: 50000 Stunden
Drehzahl: 3000 U/min
Spannung: 12 Volt (DC)
Leistungsaufnahme: 4 Watt
Radiator:
27,5 x 12,0 x 3,2 cm
100% Aluminium
für 2x 12-cm-Lüfter
Schläuche:
40 cm transparent, 13/10 Standardschlauch (0,5 Zoll)
optional änderbar
Lüfter:
2x 12,0 x 2,5 cm
1000 bis 2600 U/min (±10%)
Durchsatz: 38,889 - 100,455 Cubic Foot/min.
Druck: 0,744 ~ 4,819 mm H2O
Geräuschentwicklung: 21,6 - 36,6 dB(A)
Stromstärke: 0,08 - 0,48 Ampere
Leistungsaufnahme: 0,96 - 5,76 Watt
Anschluss: 3 Pin
Füllmenge:
350 ml ±5%  (vorgefüllt)
Kompatibilität:
Intel-Sockel: LGA 2011 / 1366 / 115X / 775
AMD-Sockel: FM2+ / FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 
Preisempfehlung:
75 Euro

Nun geht es los, denn es kribbelt schon in den Fingern!

Alle 39 Kommentare anzeigen.
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  • Derfnam , 25. September 2014 06:50
    Der Li-La-Launebär in mir hätte gern ne andere Farbe gesehen, aber gut^^.
    Was zu den Lüftern: waren die grad zur Hand, sind das die AIO-Referenzlüfter (wenn ja: warum?) oder warum so teure Öschis?
  • FormatC , 25. September 2014 07:18
    Die Silent Wings 2 ließen sich letztendlich (mit) am besten (und leisesten) übers Mainboard steuern, allerdings waren die schwarzen Noiseblocker auch nicht viel schlechter. Einige andere Favoriten kamen mit den engen Lamellen nicht klar (Druck). Wer nutzt eigentlich wirklich die beigelgten Standardlüfter der ganzen AIO Kühler? Ich kenne keinen.

    Es ist nur so:
    Zum direkten Vergleich ist es nun mal besser, einheitlich fremde, aber funktionierende Lüfter auf allen Systemen zu verwenden. Die ganzen Hersteller legen immer so hochdrehendes Zeug bei, wohl um in den Reviews besser abzuschneiden, wenn auch mal mit niedrigeren Spannungen getestet wird. Es gibt nämlich die billigen Lüfter auch in weniger geräuschvoll, aber das ist dann wohl schlecht für die Benchmarks. Nur mal so eine Vermutung :D  Tja, ich lasse das Mainboard mit regeln, so dass schlechtere Kühler dann automatisch auch etwas höhere Lüfterdrehzahlen benötigen. Sonst bräuchte ich bei festen Drehzahlen ja auch keine Lautstärkemessungen machen. In der Realität wird man aber so ein Konstrukt immer temperaturgeregelt laufen lassen, es sei denn, man macht einen 480er dran. ;) 

    Und: Farben mischen geht leider nicht. Aus Blau und Rot wird lustigerweise Gelb.
  • Faboan , 25. September 2014 09:26
    danke für den test, sowas ist immer gut.

    schön wäre ein regelmäßiges roundup der AIOs.da kommen ja auch dauernd neue produkte auf den markt (die dann auch gerne die gleichen bauteile verwenden nur anders labeln) neben dem roundup könnte th ein eigenes pendant ausgewählter einzelteile zusammenstellen und gegen die AIOs antreten lassen.wäre echt interessant.
  • Tesetilaro , 25. September 2014 09:56
    schlönes ding, auch wenn ich in Sachen Rechner damit immernoch nicht zum planschkind werde - vermutlich weil mir ein tutorial zum saubermachen aus berufenem Munde fehlt *zaunpfahl schwing*

    scherz beiseite, wenn sich mal zeit findet, wäre ne anleitung zum saubermachen von sowas toll, ich werds aber trotzdem noch so lange wie möglich bei luft belassen *g*
  • Hans Gurke , 25. September 2014 09:58
    Gibts auch noch irgendwo Werte mit den Referenz Lüftern? Hab ich übersehen.
  • FormatC , 25. September 2014 10:01
    Du meinst sicher die Originallüfter. Nein und die Begründung steht sowohl im Artikel als auch hier in den Posts :) 

    Und für alle, die sich dafür interessieren:
    Sie sind lauter, aber NICHT besser. Die Temperaturen sind bei voller Drehzahl maximal 1-2 Kelvin niedriger, dafür messe ich fast 43 dB(A) für die Geräuschentwicklung. Das ist fast schon unerträglich.
  • Hans Gurke , 25. September 2014 11:21
    Aber normal teste ich doch etwas so, wie es ausgeliefert wird? Oder im Vergleich Referenz & Stock Lüfter?
  • FormatC , 25. September 2014 11:57
    Auch für dich noch einmal als Eigenzitat:

    Zitat :
    Zum direkten Vergleich ist es nun mal besser, einheitlich fremde, aber funktionierende Lüfter auf allen Systemen zu verwenden. Die ganzen Hersteller legen immer so hochdrehendes Zeug bei, wohl um in den Reviews besser abzuschneiden, wenn auch mal mit niedrigeren Spannungen getestet wird


    Aber damit die liebe Seele ihre Ruhe hat, habe ich die werte mit den Originallüftern noch in Klammern angehängt. Allerdings sind die uninteressant wie ein Kropf ;) 

    Wir bereiten für demnächst ein Roundup mit vielen AIO-Wasserkühlern vor, da gibt es dann alles im Detail :) 
  • Faboan , 25. September 2014 12:11
    mitgelieferte lüfter mit schlechten eigenschaften haben, soweit mir bekannt, alle AIOs gemein.es fällt mir daher nicht schwer das auch ohne testwerte zu glauben.
    vor allem nicht bei der quelle die schon mehrfach kompetenz bzw ahnung unter beweis gestellt hat.
    ich persönlich bin für so pauschaltipps ala "nimm was anderes, der standard taugt nichts" immer recht dankbar.spart mir zeit und ärger.ich muss dann auch nicht mehr wissen wie schlecht sie wirklich sind.
  • Nephilim13 , 25. September 2014 12:28
    man da krieg ich auch schon fast lust mir sowas einzubauen. problem für mich ist, dass die grafikkarte viiieel eher an die grenze kommt und die cpu noch massig luft hat. sinnvoll wäre also eher die graka unter wasser zu setzen ;D das würde dann ja auch deutlich mehr leistung ermöglichen, ob der prozi jetzt mit 4 oder 4,5 ghz läuft, das brauch ich eigentlich nie^^ aber klasse testbericht.
  • FormatC , 25. September 2014 12:56
    Ich orientiere bei der Triton eh auf die Core Variante ohne Lüfter (siehe letzte Seite). Zumal Caseking sicher wieder interessante Bundles mit Lüftern anbieten dürfte. Dann sind die originalen Lüfter eh obsolet.
  • Big-K , 25. September 2014 17:19
    Die Dinger stehen und fallen mit der der Pumpe. Lüfter kann man immer wechseln und selbst bei gleicher dBA ist die Pumpe doch erheblich nerviger als das Lüftergeräusch. Vor paar Jahren hatte ich mal ne H100 aber nach 10 min. wieder rausgeschmissen das ging gar nicht.
    Hab jetzt ne eheim in nem Towerkühler mit zwei Autoschwämmen schwingungsisoliert da fragt mich Besuch immer ob die Pumpe überhaupt läuft.
  • FormatC , 25. September 2014 17:58
    Mag sein, aber rechne mal alles zusammen ;) 
  • Headyman , 25. September 2014 18:38
    Ja die guten Eheim, da hört man nur noch die Luftblasen..., hatte auch mal vor Jahren ein Innovatek Set mit 220V(!) Eheim, aber der Preis...

    Ich versteh eh nicht, warum die Pumpen keinen Standard 12V Stecker kriegen.
    Beim Zusammenbau meiner neuen Corsair AIO bin ich nach Einschalten zur Steckerleiste gehechtet, so laut war die Pumpe, weil zuwenig Drehzahl am 3PIN-Stecker anlagen.
    War so laut, hab gedacht die Pumpe ist hin, war aber nur zu wenig Drehzahl.
    Drehzahlregelung find ich völlig albern für die Pumpen.
  • FormatC , 25. September 2014 19:34
    Dafür hat man bei der Triton ja den Molex-Adapter, den man abziehen kann. Das ist nicht schlecht, da man beim Befüllen nicht ein dusseliges Kabel rumbammeln hat. Flüsterleise ist die Pumpe nicht, dafür ist das Prinzip mit der festen Mainboardmontage und dem anfallenden Körperschall nun mal nicht geeignet. Aber wer eh noch irgendwo leichte Geräusche erzeugt, wird sie kaum hören. Im gedämmten Gehäuse ist dann auch faktisch Unhörbarkeit angesagt.

    Wer es schafft, seine Grafikkarte damit zu koppeln, hat schon mal einen großen vorteil, denn der Preis ist fast unschlagbar. Das darf man nie vergessen, wenn man über 300++ Euro Kühlungen redet.
  • Big-K , 25. September 2014 22:04
    Die eheim kompackt 300 oder 600 liegen beide unter 20 euro. Der tower war nen restposten sockel 775 oder älter gabs für 35 in der bucht. Problem ist dann nur das 230V Kabel da wirklich dich rein zu bekommen.
    Teuer sind wirklich nur die gpu kühler. Radiatoren gibt's halt auch von bis grad nen 400mm zugelegt macht echt süchtig das immer weiter auszubauen ;-)
  • FormatC , 25. September 2014 22:52
    Naja, die Aquarienpumpen mit 230V in einen PC einbzubauen... Eine wirklich gute WaKü mit allen Teilen bekommst Du neu kaum unter 300 Euro hin. Es sind die Kleinteile und das ganze Zubehör, die ins Geld gehen. Leider, denn es macht wirklich süchtig :) 
  • Big-K , 26. September 2014 01:42
    Die Pumpe sitzt ja nicht im PC was ich aber jetzt nicht so kritisch sehe wie die ganzen wasser führenden Komponeten im Gehäuse zu haben.
    Ja ok 300 waren es mittlerweile schon aber da sind eben auch zwei full cover gpu blocks.
    Aber man kann dann auch lustige sachen machen. Im Sommer steht der Radiator draußen auf der Fensterbank dann is drinnen eh schon zu warm, und im Winter kann man sich die Füße wärmen.
  • Tesetilaro , 26. September 2014 08:54
    Dir ist klar, damit hast Du dich endgültig als vollnerd geoutet @big-k! :p 
  • Faboan , 26. September 2014 09:16
    hatte mit waküs vor den AIOs immer berührungsängste.mein vertrauen ist da immer etwas, naja...schwer zu kriegen ;D eigentlich wollte ich das auch mal ändern, aber mir ist das einfach zuviel geraffel wenn ich dann mal was austauschen will/muss etc.
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