OCZ RevoDrive Hybrid: Solid-State-Speed mit Festplattenkapazität
Inhaltsverzeichnis
- 1. OCZ Zwitter: RevoDrive Hybrid
- 2. Die Hardware: RevoDrive 3 plus 1 TB-Festplatte
- 3. Die Software: Caching mit Nvelo Dataplex-Antrieb
- 4. Test-Hardware und Benchmarks
OCZs RevoDrive Hybrid soll die Vorteile einer 100-GB-SSD und einer 1-TB-HDD auf einer x4-PCIe-Karte kombinieren: hohe Geschwindigkeit und viel Platz, schnell angebunden. Klappt das nur auf dem Papier oder geht die Rechnung auf?
Enthusiasten auf der Suche nach neuem Speicher haben die Qual der Wahl. Entweder könnte man sich eine preiswerte, jedoch recht langsame Festplatte mit ausreichend großer Kapazität zulegen, andererseits lockt die schnelle SSD, die allerdings pro Gigabyte deutlich mehr kostet und zudem spürbar weniger Kapazität bietet. Wie groß der Aufpreis für die höhere Performance bei der SSD ausfällt, zeigt ein Rechenbeispiel: Selbst nach der durch die Festplattenknappheit verursachten Preisanpassung ist eine 2-TB-HDD für etwa 130 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Für den gleichen Preis bekommt man bestenfalls eine SSD mit 120 GB. Bei der Festplatte liegen die Kosten damit bei 0,065 Euro pro GB; bei der SSD sind es ganze 1,075 Euro pro GB.
Wofür soll man sich also entscheiden? Für Kapazität oder Performance?
Wer nur ungern auf die Vorzüge beider Produkte verzichtet, der kann sich sein Budget entsprechend aufteilen und in ein kleineres SSD-Laufwerk und eine nicht ganz so große Festplatte investieren. Der Nachteil an dieser Lösung ist, dass der Anwender den Speicherplatz aktiv verwalten und dabei entscheiden muss, welche Daten auf welches Laufwerk wandern sollen.
OCZ will mit seinem RevoDrive Hybrid eine etwas einfachere Lösung bieten und kombiniert die Kapazität einer 1-TB-Festplatte mit einem 120 GB großen RevoDrive 3, das fürs Caching der Daten zuständig ist. Zumindest auf dem Papier bekommt man so eine Speicherlösung mit der Geschwindigkeit einer SSD und der Kapazität einer Festplatte, aber zum Bruchteil des Preises einer echten Flash-Lösung dieser Größe.
Mit einem Straßenpreis von knapp unter 400 Euro für die in Deutschland erhältliche Variante mit 100 GB Flash-Speicher erinnert das RevoDrive Hybrid zwar immer noch eher an eine SSD, aber der Pro-GB-Preis fällt mit 0,40 Euro deutlich freundlicher aus. Die 120-GB-Version der Vertex 3 kostet nach wie vor ca. 1,291 Euro pro Gigabyte, das RevoDrive 3 mit 120 GB sogar fast das Doppelte.
| Vertex 3 | RevoDrive 3 | RevoDrive Hybrid | |
|---|---|---|---|
| Modell | 120 GB | 120 GB | 1 TB + 100 GB RevoDrive 3 |
| Max. sequentielles Lesen | 535 MB/s | 975 MB/s | 910 MB/s |
| Max. sequentielles Schreiben | 480 MB/s | 875 MB/s | 810 MB/s |
| Max. zufälliges Schreiben (4 KB) | 80 000 IOPs | 120 000 IOPs | 120 000 IOPs |
| Straßenpreis | ab 155 Euro | ab 310 Euro | ab ca. 384 Euro |
| Preis pro GB | 1,291 Euro | 2,575 Euro | ~ 0,38 Euro |
Bislang haben SSD-Caching-Lösungen bei uns einen eher gemischten Eindruck hinterlassen. Intels Smart-Response-Technology gefiel uns vor allem deshalb, weil sie gleich in den Z68-Chipsatz integriert ist und man nur eine SSD 311 auf SLC-Basis für knapp über 100 Euro braucht, um sie zu nutzen. In der Praxis sind die Performance-Verbesserungen stark situationsabhängig und entsprechen kaum dem, was man sich von einer SSD letztlich erhofft. Das gilt im Prinzip auch für Add-In-Lösungen wie Highpoints RocketHybrid. Deshalb empfehlen wir Enthusiasten auch weiterhin eine Kombination aus SSD und herkömmlicher Festplatte.
So lautete zumindest bislang unser Fazit aufgrund der bisher getesteten Caching-Lösungen. Solche Produkte werden oftmals durch eine kleine SSD oder eine langsame Festplatte eingeschränkt. OCZ ist das erste Unternehmen, das eine völlig andere Lösung entwickelt hat: eine Kombination aus Solid-State-Laufwerk und magnetischem Speicher. Dieses Produkt bietet die Geschwindigkeit eines RevoDrive 3 ohne dabei auf die Kapazität einer herkömmlichen Festplatte verzichten zu müssen – zumindest laut Datenblatt.
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Für Power-User geeignet für mich weniger!
Schon wegen dem Preis!
Guter Beitrag von THG!
Warum hat die Crucial m4 im Testsystem noch die alte Firmware 0002?
Was ich nicht verstehe, warum sie da ein langsammes Laufwerk mit 5400U/min. verwendet haben... sie hätten doch statt der 1TB ein 750GB Laufwerk was zumindest auf 7200U/min läuft nützen können... von VelociRaptor mit 10.000U/min oder diversen SAS Laufwerken mal abgesehen... denke mal das zb. 100GB SSD mit zb. "nur" 300-600GB "besserer" HDD auch schon eine tolle Kombination gewesen wäre...
Ansonsten würde mich noch interessieren, wie weit es beim RevoDrive Hybrid ähnliche Probleme wie beim RevoDrive X2 bei aktuellen Boards gibt sobald man den Onboard-RAID-Controller auch nützen will
Schau Euch doch mal FancyCache von Romexsoftware.com an. Damit kann man im Grunde das gleiche machen, allerdings transparent im Betrieb, mit beliebig viel großem Festplattenspeicher dahinter und einer beliebig wählbaren SSD und auch wählbarer Cache-Größe und -Verhalten.
Obendrein derzeit kostenlos im Betatest, aber extrem stabil (habe es seit geraumer Zeit im Test). Eine Alternative, die mal in das Thema reinschnuppern wollen ist es allemal.
Das Teil schiebt ja jetzt ziemlich häufig zwischen Flash und HDD, wie sieht es bei Abstürzen aus? Sind die gerade in bearbeitung liegenden Daten dann futsch?
Kommentar und Bilder passen nicht zusammen:
"So sollte man es nicht machen: Die sekundäre Platte wird gecacht."
"So ist's richtig: Das RevoDrive ist das Primärlaufwerk und wird gecacht."
habe ich recht?
nein hast du nicht. Richtig ist richtig.