Röhrentechnologien
Unsere Testkandidaten haben ein gemeinsames Merkmal - die Kathodenstrahlröhre (Cathode Ray Tube, CRT). Im Inneren einer solchen Röhre herrscht Vakuum. Bei Erhitzung der Kathode, die am Röhrenhals sitzt, werden Elektronen ausgesendet. Die Elektronenkanone bündelt die Elektronen und feuert sie in Richtung der Anode, welche den Strahl zur Vorderseite der Röhre lenkt. Sobald der Strahl die Kanone verlässt, wird er von zwei elektrisch geladenen Spulen abgelenkt. Die eine ist für die vertikale, die andere für die horizontale Ablenkung. Elektronen haben das Bestreben, zur positiven Ladung zu wandern, während sie von einer negativen Ladung abgestoßen werden. Je nach gewünschter Wirkung kann man also mit den Spulen die Ladung und somit die Richtung des Elektronenstrahls beeinflussen.
Monitore, die Farbbilder darstellen sollen, besitzen drei Elektronenkanonen, von denen jede für eine Grundfarbe zuständig ist: rot, grün und blau. Diese Technologie ist unter dem Namen "additives Farbmodell" bekannt. Die Farbtöne auf der Glasscheibe ergeben sich aus den drei Farben, die in unterschiedlicher Intensität gemischt werden und werden durch Leuchtpunkte an der Röhrenoberfläche aktiviert. Diese Punkte liegen so nahe beieinander, dass sie von unseren Augen nicht mehr als drei einzelne Punkte, sondern nur noch als ein einziges Pixel wahrgenommen werden.
Rein theoretisch ergeben sich hierdurch identische Farben, doch unterscheiden sich die von den jeweiligen Herstellern angewandten Technologien hauptsächlich in der Art und Weise, wie der Strahl die Maske vor der Glasscheibe trifft.
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