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UPDATE: Smartphone-Tuning: Android rooten und ROM tauschen

UPDATE: Smartphone-Tuning: Android rooten und ROM tauschen
Von , Yannick Guerrini

Android lässt sich dank seines Linux-Kernels längst nicht so umfassend blockieren wie etwa Apples iOS oder Microsofts Windows Phone - zum Glück für die Nutzer, die mit etwas Fingerspitzengefühl ihr Smartphone selbst aktualisieren können.

Update:
9. April 2014

Die originale Fassung dieses Artikels ging im Februar 2013 online. Mit dem heutigen Update haben wir den damaligen Beitrag um neun neue Geräte aktualisiert, die in den Überschriften entsprechend markiert sind. 

Folgende Geräte sind neu:

  • HTC One
  • LG Optimus G
  • Motorola RAZR i
  • Samsung Galaxy S3 LTE (GT-I9305)
  • Samsung Galaxy S4 LTE (GT-I9505)
  • Samsung Galaxy S4 Mini LTE (GT-I9195)
  • Sony Xperia SP (Huashan)
  • Sony Xperia Z (Yuga)
  • Sony Xperia Z1

Wir haben außerdem stichprobenartig die alten Anleitungen auf Richtigkeit überprüft. Sollten euch dennoch Fehler auffallen, dann gebt uns bitte einen Hinweis, damit wir entsprechende Korrekturen anbringen können.

Das Betriebssystem Android, das erstmals von Google im November 2007 angekündigt wurde, ist keine vollständige Eigenentwicklung des Suchmaschinengiganten. Es basiert vielmehr auf einem Linux-Kernel und richtet sich nicht nur an Smartphones und Tablets, sondern an Mobilgeräte im Allgemeinen.

Das erste Smartphone, das das Betriebssystem nutzte, war das HTC Dream, das im Oktober 2008 auf den Markt kam. Es folgten bis heute eine Vielzahl von Herstellern, die das System für eigene Geräte nutzten.

Das Smartphone rooten

Auch wenn die Hersteller nicht zuletzt auf Druck von Google mittlerweile ihre Smartphones bei Marktstart mit einem aktuellen Android ausstatten müssen und sich auch die Bereitschaft zu Updates in der letzten Zeit gefühlt gebessert hat, ist das Rooten eines Smartphones nach wie vor ein sinnvoller Schritt, wenn das jeweilige Gerät mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden soll.

So lassen sich etwa Erweiterungen wie das rSAP-Protokoll einspielen, die die Zusammenarbeit von manchem Smartphones mit der Musikanlage des Autos - etwa bei Audi und VW - verbessern kann.

Natürlich ist das Interesse der Hersteller an gerooteten Smartphones gering, weil Nutzer zu viel an den Geräten verändern können. Dementsprechend versuchen sie, die Rechte zu beschränken. Bei einem Linux-System ist das natürlich nicht ganz so einfach, dementsprechend schnell hat die Android-Community - vor allem Mitglieder des XDA-Developers-Forums - Anleitungen verbreitet, mit denen sich die Kontrolle über das eigene Gerät zurückgewinnen lässt.

Die große Mehrheit der aktuell auf dem Markt angebotenen Android-Smartphones kann "gerootet" werden. "Rooten" bedeutet, dass man die Administratoren-Rechte für das Gerät erlangen kann - und der Name kommt daher, dass der "allmächtige" Superuser bei Unix-Systemen Root heißt.

Danach kann man mit dem Smartphone machen was man will, beispielsweise den Prozessor übertakten. Das bedeutet natürlich auch, dass ein Smartphone gesperrt werden kann - und ist diese Sperre entfernt, verweigern Hersteller und Provider im Fall des Falles gern die Garantie.

Das Android-ROM tauschen

Wer sich von solch drakonischen Strafen nicht abschrecken lässt, weil das Gerät nicht mehr durch den Hersteller gepflegt wird, das Abenteuer lockt oder die vorab installierte Android-Variante mit einer herstellereigenen Oberfläche nervt, kann eine neue, sogenannte Android-ROM installieren, die eine alternative Version des Betriebssystems beinhaltet.

Diese Custom-ROMs werden von einzelnen Gruppen kompiliert und der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Sie können das jeweilige Smartphone nicht nur mit einer aktuelleren Android-Variante aufwerten, sondern bringen nicht selten Neuerungen auf der Interface-Ebene oder neue Funktionalitäten - etwa hinsichtlich der Sicherheit - mit und bereinigen einzelne Bugs.

Die Prozedur des Rootens und Flashens eines Android-Smartphones ist mit entspechenden Skripten mittlerweile zwar schon deutlich einfacher geworden, allerdings lauern immer noch viele potenzielle Fehler im Detail, so dass die Installation des neuen Betriebssystems schnell an den Nerven zehren kann.

Cyanogen-Community mit vielen ROMs und automatisiertem Installer

Hilfestellung bietet an dieser Stelle die CyanogenMod-Community, eine der größten in diesem Bereich. Sie pflegt nicht nur eine Vielzahl von Geräten, sondern entwickelt mittlerweile sogar direkt für Hersteller wie Oppo auf Smartphones angepasste Systeme und ist im Begriff, sich von einem Gemeinschaftsprojekt zu einem Unternehmen zu wandeln.

Den Entwicklern ist auch der CM-Installer zu verdanken, der aktuell noch in der Beta-Version zum Download angeboten wird und den gesamten Vorgang deutlich vereinfacht. Der Nutzer muss dazu lediglich auf dem Smartphone wie auf dem Desktop-PC eine entsprechende Anwendung installieren, beide Geräte per USB-Kabel miteinander verbinden und den Vorgang starten – der Rest läuft automatisch ab.

Alle 36 Kommentare anzeigen.
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  • catdeelay , 15. Februar 2013 08:00
    Hallo Waschbär, man kann nicht alles jedem recht machen und vorkauen. Einige müssen dann halt doch mal selbst googel betätigen.

    Hier gehts zu allen Custom ROMS vom P920:
    http://www.android-hilfe.de/custom-roms-fuer-das-lg-p920-optimus-3d/360094-jb-romsammlung-lg-p920-optimus-3d-custom-roms-basierend-auf-jelly-bean.html
  • IzNoGuD , 15. Februar 2013 08:23
    Liebes TomsHardware Team,
    Im Bereich für das Galaxy Ace schreibt Ihr unter Punkt 4:
    "dann muss ein Nandroid-Backup (im Wiederherstellungsmodus) erfolgen.."
    Könnt Ihr das bitte etwas präzisieren, muss/sollte man die Backups auch machen wenn keine Datensicherung notwendig ist?

    und im Abschnitt "Installieren des CyanogenMod 7.2.0 ROM"
    schreibt Ihr: "•Ist die Installation des CyanogenMod abgeschlossen, wird der Befehl «Install .zip from SD card»"
    Welche Install .zip?

    Vielen Dank für Eure Hilfe
  • IzNoGuD , 15. Februar 2013 08:24
    und was ist ein Nandroid Backub und bzw. wie macht man das?
  • texas , 15. Februar 2013 11:03
    Interessant wäre es gewesen auch auf die Vor- und Nachteile die das Ganze mit sich bringt einzugehen:
    "Warum sollte ich mein Smartphone flashen?".
  • ovaron , 15. Februar 2013 11:05
    Wieso sollte man denn beim HTC Desire das Radio-Modul aktualisieren? Der Schritt ist mir neu, was soll das denn bewirken?

  • campi , 15. Februar 2013 12:12
    ovaronWieso sollte man denn beim HTC Desire das Radio-Modul aktualisieren? Der Schritt ist mir neu, was soll das denn bewirken?


    Das Baseband (Radio Modul) zu aktualisieren kann zu besserem Empfang und/oder weniger Akku Verbrauch (Durch Netzverbindungen) führen.
  • matthias wellendorf , 15. Februar 2013 12:33
    @texas

    Eigentlich liegen Vor- und Nachteile auf der Hand. Eine neue Android-Version bringt oftmals nicht nur neue Funktionen, sondern auch eine Vielzahl von Verbesserungen. Das kann sich beispielsweise positiv auf den Akku-Verbrauch auswirken. Optimierungen können die Zusammenarbeit zwischen Hard- und Software verbessern und so zu Performance-Gewinnen führen. Bei Android 4.1 werden bei Updates nicht mehr die Apps als Ganzes heruntergeladen, sondern nur noch die wirklich aktualisierten Teile, was den Datenverbrauch reduziert.

    Die Nachteile beginnen mit einem eventuellen Verlust der Garantie. Zudem muss der Nutzer auf Zusätze verzichten, die ihm Hersteller oder Provider vergönnen. So gehören gerade bei leistungsstärkeren Geräten Office-Apps fast zum standardmäßigen Lieferumfang - nur bei Nexus-Geräten nicht (und das obwohl Quickoffice zu Google gehört). Und auch die alternativen ROMs wie der CyanogenMod verzichtet auf zusätzliche Apps. Die muss man sich aus dem Play Store selber laden - und im Fall des Falles auch bezahlen.
  • matthias wellendorf , 15. Februar 2013 12:42
    @IzNoGuD

    Ein Nandroid-Backup ist ein Image des gesamten auf dem Smartphone abgelegten Inhalt. Sollte beim Flashen etwas schiefgehen, kann man das Gerät damit wieder in den ursprünglichen Zustand zurücksetzen. Man kann das Backup im Recovery-Modus anlegen.
  • matthias wellendorf , 15. Februar 2013 12:50
    @IzNoGuD

    Nach dem Aufrufen des Befehls «Install .zip from SD card» kann eine zip-Datei aus dem Speicher ausgewählt werden, deshalb das Leerzeichen zwischen "Install" und ".zip". In diesem Fall sucht man das Archiv mit den Google Apps (gapps...)
  • Zyz , 18. Februar 2013 14:00
    Wollte das schon immer mal los werden:
    Ihr macht echt guten Content, lese immer öfters auf tomshardware.de. Viele lesenswerte Berichte die ihr hier habt.
    Macht weiter so :-)
  • matthias wellendorf , 20. Februar 2013 18:21
    Vielen Dank!
  • Oliver Pfeffer , 15. März 2013 15:34
    Ich finde das ja auch Alles toll!!! Habe jetzt s-off! Aber die Anleitung passt irgendwie nicht! Aber an dem Punkt wo steht: "Nun wird die Option «Flash .zip from SD card» und darauf die Datei Superuser-3.1.3-arm-signed.zip" Habe ich die Option zip from SD card" nicht! Komme nicht weiter... Wer kann mir helfen?
  • Nils Heintze , 30. Mai 2013 15:02
    hey ho
    super anleitung hat auch denke ich alles funktioniert bis auf das der cyanogenmod nicht startet
    er lädt die ganze zeit aber kommt nicht weiter was kann man da machen?
  • Nils Heintze , 30. Mai 2013 15:16
    hey ho
    super anleitung hat auch denke ich alles funktioniert bis auf das der cyanogenmod nicht startet
    er lädt die ganze zeit aber kommt nicht weiter was kann man da machen?
  • matthias wellendorf , 25. Juli 2013 13:01
    Dann wurde meistens nicht darauf geachtet, dass unmittelbar nach der Installation, noch im Recovery, die Befehle Wipe Cache, Wipe Dalvik ausgeführt werden müssen. Es hilft dann die Pakete einfach noch mal drüber zu bügeln und die Befehle danach korrekt auszuführen.
  • Stahlegg , 21. September 2013 22:42
    Ich habe die Beschreibung für das Wildfire S gelesen, und finde sie wirklich hervorragend geschrieben! Sehr einfach, verständlich, Step by Step, Klasse!!

    Bis zum Schritt 3: Das Wildfire S rooten hat auch alles super geklappt...

    Allerdings sollte ich die root.zip(SuperSU) die oben in der Beschreibung steht dann runterladen, und... naja, dropbox ist leer...

    Schlecht, denn nun stehe ich mit formatiertem Handy da, und kann nicht rooten, weil die Datei fehlt... Kann ich die noch von irgend jmd. bekommen?
  • matthias wellendorf , 23. September 2013 11:17
    Dass die Verzeichnisse mancher Dateien immer mal verschwinden kann leider nicht ausgeschlossen werden. Der Link sollte im Moment gehen: http://www.filecrop.com/82469349/index.html
  • Stahlegg , 23. September 2013 20:41
    Super, vielen Dank! Hat alles geklappt jetzt!
  • Kashban , 21. Oktober 2013 10:14
    Die Anleitung ist nicht ganz zutreffend: Den Download-Modus erreicht man mit Volume- + Home + Power, das Recovery mit Volume+ + Home + Power.
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