Hinter der etwas kryptischen Bezeichnung „Eterno A6 Superior-RTX“ verbirgt sich ein Gehäuse mit durchaus ungewöhnlichem Aufbau: Das Mainboard wird an der (aus der Perspektive der Frontalansicht) linken Seite und zudem um 180° gedreht verbaut, so dass der Prozessor unten, die Grafikkarte hingegen oben positioniert wird. Innovative, aber rein optische Spielerei oder tatsächlich ein Garant für messbare Vorteile hinsichtlich der Kühlung? Wir testen die Hardware im Kopfstand.
Der überwiegenden Anzahl unserer Leser wird Inter-Tech auf dem Gehäusemarkt bisher vor allem durch eine Reihe von Low-Cost-Gehäusen für den Einstiegsmarkt ein Begriff sein, die den meist gehobenen qualitativen Ansprüchen der Gemeinde der PC-Selbstbauer nicht unbedingt genügten. Dass man aber auch fähig ist, im hart umkämpften Bereich der günstigen Mittelklasse zu punkten, möchte man mit den aktuellen Eterno-Gehäusen der Baureihe A6 zeigen. Neben dem ungewöhnlichen Innenaufbau im RTX-Format mit einem daraus resultierend auf der rechten Seite angebrachten Sichtfenster, blauer Lackierung des Innenraums sowie einer blauen Beleuchtung von Lüftern und Elementen an der Front will man vor allem Anwender mit einer Vorliebe für das Ungewöhnliche ansprechen. Vorerst werden hier mit dem Eterno A6 Superior sowie A6 Confident zwei sich allein durch die Frontblende unterscheidende Varianten der RTX-Gehäuse angeboten, der Innenaufbau ist bei beiden allerdings identisch.
Für einen Preis von etwa 40,-€ erwartet den Käufer ein Hardwareheim mit einem hohem Wiedererkennungswert, das sich zudem mit einem USB-3.0-Anschluss, sinnvoll platzierten Luftfilterelementen und Möglichkeiten zum Kabelmanagement auf der Höhe der Zeit befindet. Da das Gehäuse durch seinen inneren Aufbau und das Vertauschen der Position von Grafikkarte und CPU vom Kühlkonzept sämtlicher anderer aktuell erhältlicher Midi-Tower-Gehäuse abweicht, haben wir es in verschiedenster Testszenarien einem wahren Test-Marathon unterworfen.
- Einführung und Übersicht
- Verpackung und Lieferumfang
- Technische Spezifikationen
- Ersteindruck und Bildergalerie: 360° Außenansichten
- Kühlung und Staubschutz
- Montage: Netzteil und Kabelverlegung
- Montage: Optische Laufwerke
- Montage: Festplatten und SSDs
- Montage: Mainboard und Grafikkarte
- Testaufbau
- Testbedingungen
- Messungen I: Temperatur und Lautstärke bei aktiv gekühlten Komponenten
- Messungen II: Temperatur und Lautstärke bei passiv gekühlter Grafikkarte
- Messungen III: Temperatur und Lautstärke im Semipassiv-Betrieb
- Messungen IV: Temperaturentwicklung nach Umdrehen der Gehäuselüfter im Deckel
- Fazit & Empfehlungen

Wirklich innovativ wäre es wenn beide Front-USB-Ports den 3.0 Standard hätten und auch eine voll belegte Abzweigung zur alternativen Nutzung als USB 2.0 vorhanden wäre!
Ich könnte mir, aufgrund der sehr guten Ergebnisse in den semipassiv-ausgeführten Tests, schlichtere und hochpreisigere Gehäuse mit dem Formfaktor RTX vorstellen, die als zuverlässige Mediacenter im Wohnzimmer auch an heißen Sommertagen ihre Aufgabe verrichten. Und das bei der richtigen Lüfterwahl lautlos.
gibt ohne ende bastelprojekte im netz wo leute sich sowas selbst bauen.wär schön wenn man sowas auch von der stange bekäme.
Näää danke
@Falkenhorst: Denk aber dran, dass es hauptsächlich der Grafikkarte zugutekommt, da die eben bei meinem Aufbau relativ unmittelbar in der Nähe der Deckellüfter war. Der Prozessor wird wärmer als bei normalen Aufbauten - auch wenn die Gesamttemperatur natürlich absolut in Ordnung war. Die Temperaturen kannst du auch in anderen (normalen) Gehäusen erreichen - da passt dann aber eventuell der frontale Luftstrom nicht, der die Grafikkarte versorgen müsste (ich hatte beim Vergleichsgehäuse im Test sehr gute Ergebnisse, wenn ich den 120mm Lüfter vorne frei schwebend und leicht schräg installert habe, aber das ist natürlich eine Bastellösung). Beim getesteten Gehäuse hast du quasi "out of the box" einen angemessenen Abtransport die Warmluft passiver Grafikkarten.
Unterschied RTX/BTX:
Bei BTX verfügen die Mainboards über ein völlig anderes Layout (Position der CPU, der Chipsätze auf dem Board an sich), sind also mit aktuellen ATX-Mainboards nicht vergleichbar. Zudem sitzt das Netzteil oben.
Letzteres gilt auch für das Lian Li - dass das nun kein tiefgreifend gravierender Unterschied ist, ist klar
Was mir wirklich gut gefallen hat ist die Tatsache, dass ein Hersteller in dem Preisbereich mal von der Norm abweicht und den Mut hat, von der geltenden Norm abzuweichen. Die Unter-50€-Kategorie ist ansonsten nicht gerade ein ausgezeichneter Quell der Eigenständigkeit und Innovation. Und beim Lian Li zahlt man immerhin für ein Seitenteil so viel wie hier für das ganze Gehäuse.
Hatte mit BTX nix zu tun, entspricht aber genau dem hier gezeigten Innenleben.
Ist also nix revolutionär neues, sondern nur was aufgewärmtes mit neuem Namen.
Ich hab mich schon die ganze Zeit beim Lesen des Artikels gefragt, was denn so neu und innovativ ist. Dass RTX aber größtenteils mit dem Luftstrom und der Umsetzung zu tun hat, ging irgendwie an mir vorbei.
btw: Da ich hier bei TH neu im Team bin - ich freue mich über konstruktive Kritik, Wünsche etc. Ich kann sicher nicht alles umsetzen, was an Wünschen aufkommt (für jeden Test gibt es nur ein begrenztes Zeitkontingent, wenn ich mich nicht gerade aus persönlichen Motiven dazu entscheide, mal so richtig komplett zu eskalieren), aber ein faux pas wie das Auslassen der gesonderten Vorstellung des RTX-Formats sollte sich somit ausschließen lassen