Immer schön cool bleiben: Sapphire RX Vega64 Nitro+ im Test

Leistungsaufnahme im Detail

Leistungsaufnahme bei verschiedenen Lasten

Die Leistungsaufnahme im Gaming-Loop liegt mit den gemessenen ca. 327 Watt deutlich über der 300-Watt-Marke und damit auch über dem, was beim Referenzmodell gemessen wurde. Dafür gibt es die konstantere Leistung bei annehmbarer Geräuschentwicklung, also immerhin etwas. Leistung kommt nun mal auch von Leistungsaufnahme und am Chip selbst kann auch Sapphire ja nichts ändern. Nur eben an den Rahmenbedingungen bis hin zu Kühlung, Spannungen und Power Limit.

Die korrespondierenden Spannungen für beide Loops im Werkszustand zeigt das nachfolgende Diagramm:

Normeinhaltung am Mainboard-Slot

Mit maximal 2,7 Ampere (Torture) liegt die Karte noch knapp unterhalb der Hälfte dessen, was die PCI SIG mit maximal 5,5 Ampere (66 Watt) für die 12-Volt-Schiene am Mainboard-Slot festlegt. Im Gaming Loop liegt man mit 2 Ampere noch viel weiter darunter, ebenso beim maximalen Übertakten. Insgesamt ist das Balancing also vorbildlich umgesetzt worden und der Mainboardslot wird kaum ernsthaft belastet.

Detailgrafiken: Leistungsaufnahme und Ströme

Wir haben zur besseren Veranschaulichung alle Messergebnisse auch noch einmal als detaillierte Kurvenverläufe in den untenstehenden Grafiken erfasst. Naturgemäß fallen die Leistungsaufnahme-Spitzen beim Gaming dabei am größten aus. Mit Peaks von bis zu 388 Watt kann man aber gut leben, weil diese nur sehr kurzzeitig auftreten.

Die dabei fließenden Ströme verhalten sich äquivalent:

Wenn das Power Limit auf den Maximalwert gesetzt wird, steigt die Leistungsaufnahme noch einmal um ca. 60 Watt im Mittel an, was sich natürlich auch im Kurvenverlauf niederschlägt. Bis zu 421 Watt sind es nun als Spitzenwert, denn aber jedes moderne Netzteil locker ausbügeln können sollte. Diese kurzzeitig erreichten Spitzen muss man kennen, jedoch auch nicht überbewerten. Gute Hardware vorausgesetzt.

Auch hier erreichen die Ströme schon einmal bis zu 33 Ampere, aber eigentlich hätte man sich den dritten 8-Pin-Anschluss schon sparen können, denn man liegt nur knapp oberhalb der Norm, wenn überhaupt.

Beim Stresstest fallen die kurzzeitigen Spitzen deutlich niedriger aus, auch wenn die Leistungsaufnahme noch einmal etwas oberhalb der fürs Gaming liegt.

Auch jetzt folgen die fließenden Ströme brav dem Kurvenverlauf und zeigen keine Auffälligkeiten.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
6 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • ShieTar
    Zitat:
    Es steht allerdings auch nichts dagegen, das Geld für diese Karte auszugeben, wenn man denn zu den Glücklichen gehört, die überhaupt eine ergattern können.

    Ausser vielleicht der Tatsache das es eine gute GTX 1080 schon fuer 150€ weniger gibt? Und eine 1080 Ti fuer nichtmal 50€ mehr?
    0
  • FormatC
    Die aber ihrerseits bestimmte Dinge nicht so gut können, dafür andere besser? Ich hätte mir auch für fast das gleiche Geld eine sogenannte deutsche Premium-Marke als Auto kaufen können, die angeblich alles besser kann und länger halten soll. Nur folge ich Emotionen und gewissen privaten Überlegungen, warum ich genau dies NICHT getan habe. Und bisher bin ich immer gut damit gefahren. :)
    0
  • ShieTar
    Mit den Transportmitteln des letzten Jahrhunderts kenne ich mich nicht aus, hätte aber gedacht das die mehr als 750€ kosten. Aber irgendwie tut das auch nichts zur Sache.

    Das es abseits vom Cryptoterrorismus Dinge gibt, die eine Vega 64 besser kann als eine 1080 Ti wäre aber noch zu beweisen. In den von dir veröffentlichten Benchmarks habe ich auf jeden Fall nichts gefunden, was auch nur Ansatzweise für eine Vega 64 sprechen würde, solange sie im Preis nicht auf das Niveau der GTX 1080 fällt.
    0
  • FormatC
    Versuchs mal mit Rechnen. ProRender kann in einer Workstation ein Segen sein und für DaVinci Resolve gibt es von NV auch nichts so recht Passendes. Es gibt für Grafikkarten nicht nur das Gaming. Und wir hätten noch so schöne Dinge wie Low-Level-APIs. Da wird es zum jetzigen Stand für NV reichlich düster. Vega in der FE war eine grandiose Offerte für die, die was damit anfangen können. Gaming, nun ja. Je nach Spiel. Unter Wolfenstein 2 (ich habe beide Karten unter Wasser) ist sie kaum schlechter als die 1080 Ti. :)
    0
  • ShieTar
    Under in die Render-Workstation verbaust du eine Vega64 mit 8GB anstelle der FE mit 16GB? Moeglich, aber den passenden Test solltest du noch in den Artikel einbauen. Ansonsten kommt dein Fazit halt so ziemlich aus dem nichts und steht im Widerspruch zu den Testergebnissen auf den 12 Seiten davor.
    0
  • FormatC
    Compute-Benches gibt es wie Sand am Meer, da reicht googlen. Ich habe die FE und die normale RX in der Workstation. Die können gut miteinander. Und da die FE die primäre Karte ist, laufen sogar die Pro-Treiber auf der normalen RX sauber mit. Das ist sicher ein Bug und so gar nicht gewollt, aber es funzt. Und solange das gut geht, why not? Für eine zweite P6000 fehlt mir das Kleingeld.

    Da ich US-kompatibel bleiben muss und die aktuell keine Workstation-Sachen nehmen, bleibt so etwas erst mal außen vor. Aber - da bin ich guter Dinge - es wird sich gravierend etwas ändern. Wenn ich den Umbruch mit überlebe. Stay tuned ;)

    Es ändert nichts am überzogenen Preis, doch solange die Kunden den zu zahlen bereit sind, währe AMD samt Boardpartnern doch megahohl, die Kohle einfach liegen zu lassen. Da zählen die Meinungen Eingeweihter wie Deine und meine einen alten Furz. Es wird mitgenommen, was man kriegen kann. Angebot und Nachfrage. Straßenpreise können sich nun mal nicht nur nach unten bewegen. Traurig, aber wahr.
    0