Ryzen 5: AMDs Mittelklasse-Prozessoren kommen am 11. April

Die Gerüchteküchte brodelte in den vergangenen Wochen um die AMD-Ryzen-Prozessoren regelrecht. Nun nimmt der Hersteller weiteren Druck aus dem Kessel und präsentiert Details zu den Ryzen-5-Chips, die zum einen mit sechs und zum anderen mit vier Kernen aufwarten, wobei allen Modellen gemeinsam ist, dass sie die SMT-Technologie unterstützen. Diese erlaubt das parallele Ausführen von zwei Threads pro Kern.

Außerdem verfügen alle Prozessoren der Baureihe über einen freigegebenen Multiplikator, können also frei übertaktet werden - sofern das Board mitspielt. Denn nur bei Mainboards mit X370- oder B350-Chipsatz ist das Übertakten möglich, dem einfacheren A320-Chipsatz (und damit den entsprechenden Boards) wurde diese Möglichkeit genommen.

Die leistungsstärkste Variante ist der Ryzen 5 1600X, der mit einem Basistakt von 3,6 GHz aufwartet und im Bedarfsfall bis zu 4,0 GHz schnell werden kann. Im Vergleich zu einem ähnlich ausgestatteten System mit einem Intel Core i5-7600K soll der AMD-Chip ein Leistungsplus von 69 Prozent bewerkstelligen. Als Bemessungsgrundlage wurden dazu die Multithread-Ergebnisse aus dem Cinebench-R15-Benchmark herangezogen. Das zweite Sechskern-Modell der Serie, der Ryzen 5 1600, verfügt über etwas geringere Taktraten von 3,2 GHz bzw. 3,6 GHz bei eingeschaltetem Turbo.

Das potenteste Ryzen-Modell mit vier CPU-Kernen ist der Ryzen 5 1500X, der standardmäßig mit einem Takt von 3,5 GHz zu Werke geht und im Turbomodus bis zu 3,7 GHz schnell werden, kann. Die kleinere Ausgabe, der Ryzen 5 1400 leistet noch Taktgeschwindigkeiten von 3,2 bzw. 3,4 GHz.

Die Ryzen-5-Prozessoren dürften mit einiger Spannung erwartet werden, und das nicht nur, aufgrund der Frage, ob ein (Windows-10-)Update Performance-Verbesserungen beim Spielen bringt. An vielen Stellen wurde im Vorfeld aufgrund der verhaltenen Taktraten über eher mäßige Leistungen im Vergleich zu Intels Mittelklasse-Chips spekuliert.

Bis zu entsprechenden Tests wird es jedoch noch etwas dauern: Die Prozessoren sollen am 11. April zu den Händlern kommen und sollen zwischen 249 und 169 Dollar kosten. Die europäischen Preise wurden noch nicht bekannt gegeben. Die Einsteiger-Modelle der Ryzen-3-Serie werden noch bis ins zweite Halbjahr auf sich warten lassen.

Modell
Takt (Standard)
Takt (Turbo)Preis
Ryzen 5 1600X3,6 GHz
4,0 GHz
249 Dollar
Ryzen 5 16003,2 GHz
3,6 GHz
219 Dollar
Ryzen 5 1500X3,5 GHz
3,7 GHz
189 Dollar
Ryzen 5 14003,2 GHz
3,4 GHz
169 Dollar
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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • moeppel
    Die Teile sollen auch weiterhin als Mutli-CCX Konstrukte erscheinen. Dürften in Spielen also ähnlich behindert werden, wie schon die R7 Geschwister.

    Bleibt spannend in wie weit das CCX Problem noch adressiert und/oder herum optimiert wird. Falls überhaupt jemals.

    Preisschilder an sich sind aber schon recht attraktiv ;)
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  • capparezza
    Die Vierkerner kommen doch mit einem CCX aus, ein CCX-Modul hat ja vier Cores.
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  • moeppel
    Anonymous sagte:
    Die Vierkerner kommen doch mit einem CCX aus, ein CCX-Modul hat ja vier Cores.


    Prinzipiell ja, trotzdem kommen sie als 2+2. Der 1600er als 3+3. Die funktionalen 4 CCX gehen an die R7er.

    Es weiß niemand wie es um die Yields steht bei Ryzen. Prinzipiell sind die R5s aber erst einmal recycelter 'R7 Schrott'. Funktionale 4c CCXs an die R5s zu vergeben, wäre die Hälfte eines R7s wegzuschmeissen.

    Außerdem gewährleistet man somit architektonische Gleichheit über die gesamte Produktpalette hinweg - was prinzipiell auch erwünwschenswert ist.

    Ob die Zen Optimiereung in Spielen dann letztlich kommen werden, weiß nach wie vor nur die Kristallkugel.

    Es kann aber sein, dass die H2 APUs als single CCX kommen. Da kann man durchaus gespannt bleiben, was diese leisten werden. Auch wenn das für die meisten 'Gamer' sicherlich zu wenig sein dürfte ;)

    EDIT: http://www.anandtech.com/show/11202/amd-announces-ryzen-5-april-11th

    Zitat:
    We have confirmation from AMD that there are no silly games going to be played with Ryzen 5. The six-core parts will be a strict 3+3 combination, while the four-core parts will use 2+2. This will be true across all CPUs, ensuring a consistent performance throughout.
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