AMD Ryzen: Unterschiedliche Quadcore-Konfigurationen möglich

Wenn am 11. April der erste Ryzen-Prozessor mit vier CPU-Kernen zu den Händlern kommt, dürfte sich so mancher potentielle Interessent die Frage stellen, wie diese eigentlich unter der Haube gestaltet sind. Denn spätestens anhand der Sechskern-Prozessoren wird offenkundig, dass zwei Weg für deren Gestaltung möglich sind. Zum einen können sie aus einem aktiven CCX-Modul bestehen, das die vier Kerne mitbringt. Zum anderen sind genauso zwei Module mit jeweils zwei aktiven CPU-Kernen denkbar.

Schon im Vorfeld wurde darüber spekuliert, dass der Hersteller defekte Ryzen-7-Chips recyclen und aufbereitet als Ryzen-5- bzw. Ryzen-3-Modelle mit vier Kernen auf den Markt bringen könnte. Nun zeichnet sich ab, dass AMD wohl beide Konfigurationen - 4+0 und 2+2 - für seine Quadcore-Chips verwenden wird. Nach einer Auswertung von Hardware Unboxed sollen sich dabei unterm Strich keine großen Leistungsunterschiede ergeben, wenngleich die 4+0-Konfiguration einen kleinen Vorteil besitzt, der mit dem L3-Cache zusammenhängen soll.

Die Vierkern-Ryzen besitzt einen acht Megabyte großen L3-Cache. Bei einem CCX-Modul mit vier aktiven CPU-Kernen steht somit der gesamte für das Modul angedachte Speicher zur Verfügung; werden zwei Kerne von jeweils zwei CCX-Modulen genutzt, wird der L3-Cache auf jeweils vier Megabyte begrenzt. Auch wenn die Kommunikation zwischen den Modulen schnell ist, wird insbesondere für den Datenzugriff mehr Zeit benötigt, wenn ein CPU-Kern auf den Cache-Speicher des anderen CCX-Moduls zugreift. Allerdings sollen sich diese Abweichungen nicht in der Praxis auswirken.

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1 Kommentar
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  • fffcmad
    Scheinbar laesst sich das ueber sehr schnellen RAM mit guten Timings bei hohen Takt etwas ausgleichen.
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