[Gamescom] Hands-On: Safety First angespielt

Das skurrilste und zugleich lustigste Spiel auf der diesjährigen Gamescom war wohl Headup Games‘ Safety First.

Stellt euch vor, es ist ein düsterer und gewitterträchtiger Abend. Unheil liegt in der Luft. Eure Großmutter ahnt noch nichts, als sie den Salon betritt und ihr altes Vintage-Radio etwas zu laut aufdreht.

Plötzlich – ein Knacken in der Leitung. Etwas knistert und dann ... Kabelbruch. Aber nicht nur einer, mit einem Schlag brechen alle Kabel im gesamten Haus. Und nur ihr könnt sie wieder fixen.

Nicht etwa, weil eure Spielfigur ein meisterlicher Elektriker ist - nein! Ihr seid in Besitz der magischen, gelben Reperaturflüssigkeit, das aus der Kanne der Macht kommt, die ihr zwischen euren Beinen haltet.

Aber Schluss mit dem Blödsinn! Ihr seid ein Strichmännchen mit einem unübersehbaren Geschlechtsteil zwischen euren Beinen, aus dem ihr auf Knopfdruck urinieren könnt. Ganz einfach. Das mit den Kabelbrüchen soll wohl wirklich so sein, macht aber natürlich absolut keinen Sinn.

Viel kniffliger ist hingegen die Steuerung. Ihr müsst Safety First mit einem Gamepad spielen, braucht dafür aber lediglich die beiden Thumbsticks, denn es ist ein physikbasierter Twin-Stick-Puzzler. Aber Vorsicht: Sollten eure Beine mal zu weit auseinander geraten (und ja, das ist uns schon im 2. Tutorial-Level passiert), reißt das ganze Männchen blutig entzwei und lässt einen markerschütternden Laut los, der an den bekannten Wilhelmsschrei erinnert.

Ihr schiebt also eure Füße Schritt für Schritt vorwärts, um an die dubiosen Kabelbrüche zu gelangen. Um sie zu reparieren, müsst ihr euch genau darüber stellen und per Knopfdruck urinieren. Landet die Flüssigkeit im Ziel, ist das Level geschafft und das nächste kann kommen.

Solltet ihr mal keinen Erfolg haben (und glaubt uns, das passiert laufend), könnt ihr das Level beliebig oft wiederholen. Irgendwann ist das Game sogar so gnädig und erlaubt es dem Spieler, das Level zu überspringen, solltet ihr es wiederholt nicht schaffen.

So hält das Spiel auch länger bei Laune und man freut sich schon auf die Rätsel, die da kommen. Insgesamt 69 Level bietet Safety First, eines schwerer als das andere und sehr vielfältig von den Ideen her. Von Tunneln, durch die man gaaanz vorsichtig durchrutschen muss, über Gräben, die es zu überspringen gilt, bis hin zu stampfenden Blöcken, die man schnell passieren muss – alles ist dabei. 

Das Spiel ist in sehr einfacher Grafik gehalten, was es nicht minder spielenswert macht. Es bereitete uns immer wieder Vergnügen, zu sehen, in welchen absurden Situationen das Männchen alle Gliedmaßen verliert und mit welchem Sound dies unterlegt wird. Selbst wenn wir mal aus dem Bild fliegen, hören wir noch mit Verzögerung dieses leise Zerreißen und Stöhnen und wissen "Autsch, das war nichts".

Da es ein sehr kurzweiliges Vergnügen ist, das man auch immer wieder nach Belieben pausieren kann, könnten wir uns das Spiel auch bestens als Mobile Game vorstellen.

Safety First soll im September aber erst einmal Steam und somit den PC erobern und soll 2017 auch für Xbox One und Playstation 4 erscheinen.

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