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Sequentielle Performance vs. übertragende Datenmenge

Samsungs neue SSD 830: Jetzt mit 6 Gb/s am Start
Von , Andrew Ku

Wir führen alle unsere Iometer-Tests zur sequenziellen Performance bei einer Queue-Tiefe von 1 aus, um so typische Desktop-Szenarien zu simulieren. Allerdings gibt es viele Fälle, unter denen eine SSD in einem Enthusiast-System es mit höheren Queue-Tiefen zu tun bekommt. Genau dann heben sich SSDs nämlich besonders von der klassischen Festplatte ab.

Dieses Mal nutzen wir ATTO, um 2 GB an Daten mit einer Queue-Tiefe von 2 sequenziell zu lesen und zu schreiben. Doch wir sprachen eben von „höheren Queue-Tiefen. Warum also nur eine Queue-Tiefe von 2? Nun, selbst wenn man SSDs wirklich viele Zugriffe auf einmal zumutet, arbeiten sie die anstehenden Anfragen so schnell ab, dass Queue-Tiefen von 2 oder sogar 3 bei einem normalen Desktop-System eine absolute Seltenheit sein dürften.

Außerdem lässt sich ATTO gut nutzen, um Datentransfers mit verschiedenen Größen zu simulieren. 128 KB ist zwar die übliche Blockgröße, mit der die sequenzielle Performance gemessen wird, doch gibt es auch Situationen, in denen man es mit größeren oder kleineren Übertragungen zu tun hat. So kann ein Block schon mal 1 MB groß sein, während DLLs und Dateiabhängigkeiten nur 4 KB oder weniger messen.

Bei einer Queue-Tiefe von 2 kann sich Samsungs 830 (256 GB) endlich vor Intels SSD 510 mit 250 GB schieben, die für ihre hohen sequenziellen Geschwindigkeiten bekannt ist. Allerdings fällt der Vorsprung mit nur 10 MB/s nicht gerade riesig aus.

Beim sequenziellen Schreiben tut sich die 830 verglichen mit einigen der anderen Laufwerke ein wenig schwerer. Speziell die SandForce-2-Laufwerke können hier gegenüber den Tests mit einer Queue-Tiefe von 1 an Performance zulegen. Allzu groß ist der Rückstand von Samsungs 830 allerdings nicht, und so etabliert sich der Neuzugang in diesem Durchgang sogar als bester Kandidat ohne SandForce-Controller.

Samsungs 830-Laufwerk mit 256 GB dominiert beim Schreiben auch dann noch, wenn wir die Queue-Tiefe auf 4 erhöhen. Erneut fällt der Vorsprung aber nicht allzu groß aus. Insgesamt ähnelt die Performance des Samsung-Laufwerks der von Intels SSD 510. Der Unterschied ist allerdings, dass das 830-Laufwerk bei Transfergrößen zwischen 32 KB und 256 KB etwa 10 bis 20 MB/s schneller ist.

In diesem Feld sticht Samsungs 830 hervor – allerdings im negativen Sinne. Die meisten Laufwerke erreichen mit steigender Queue-Tiefe eine höhere Performance. Bei der 830 mit 256 GB scheint aber das Gegenteil der Fall zu sein, denn bei ihr bricht die Transferrate im Vergleich zum Durchlauf mit einer Queue-Tiefe von 2 um bis zu 100 MB/s ein, wenn die Größe der zu verschiebenden Blöcke steigt.  

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