Spät stellt Samsung heute mit der 830-Serie SSDs vor, die Datenraten bis 6 Gb/s unterstützen. Schon auf dem Papier beeindruckt die Performance, und auch in der Praxis bringt der Neuling SandForce-2-Konkurrenz in Bedrängnis. Doch reicht es für den Sieg?
Inzwischen tummeln sich zwar viele verschiedene Hersteller im SSD-Markt, doch wenn man genauer hinschaut, stellt man eines schnell fest: Im Endeffekt unterscheiden sich die vielen Modelle nur in drei Punkten, nämlich dem Controller, dem NAND-Flash-Speicher und der Firmware. Natürlich haben nach wie vor die Controller den größten Einfluss auf die Performance-Charakteristika und die Features einer SSD. Vergleicht man zwei Laufwerke verschiedener Hersteller, die den gleichen Controller einsetzen, ergeben sich deshalb meist nur minimale Unterschiede. Beispiel: Ob das Laufwerk nun OCZ Agility 3 oder Corsair Force 3 heißt, die Performance fällt ähnlich aus. Doch darauf kommen wir demnächst in einem eigenen Artikel zu sprechen.
Wenn also der Controller das Herzstück und bestimmende Bauteil einer SSD ist, dann konkurrieren derzeit gerade mal eine Handvoll Firmen und deren jeweilige Technologien mit einander. Allerdings haben bislang nur Marvell und SandForce Controller am Markt, die mit Datenraten von bis zu 6 Gb/s aufwarten können. Intel hat zwar mit der SSD 510 auch ein Laufwerk mit entsprechender Datenrate im Portfolio, verlässt sich beim Controller aber nicht auf ein eigenes Design sondern auf einen Marvell-Controller.
| Samsung 830 | 64 GB | 128 GB | 256 GB | 512 GB |
|---|---|---|---|---|
| Schnittstelle | SATA 6Gb/s | SATA 6Gb/s | SATA 6Gb/s | SATA 6Gb/s |
| zufälliges Lesen mit 4 KB Blockgröße | 75 000 IOPS | 80 000 IOPS | 80 000 IOPS | 80 000 IOPS |
| zufälliges Schreiben mit 4 KB Blockgröße | 16 000 IOPS | 30 000 IOPS | 36 000 IOPS | 36 000 IOPS |
| sequentielles Lesen mit 128 KB Blockgröße | 520 MB/s | 520 MB/s | 520 MB/s | 520 MB/s |
| sequentielles Schreiben mit 128 KB Blockgröße | 160 MB/s | 320 MB/s | 400 MB/s | 400 MB/s |
Wenn man bedenkt, dass praktisch alle namhaften Hersteller (und sogar schon einige weniger bekannte) inzwischen Laufwerke mit der neuen 6-Gb/s-Schnittstelle im Angebot haben, ist Samsung mit seiner heute neu vorgestellten 830-Serie eigentlich recht spät dran. Dennoch sind die technischen Daten, die der Hersteller angibt, beeindruckend (siehe oben). Unabhängig von der Kapazität verspricht Samsung Leseraten von bis zu 520 MB/s, während die Modelle mit 256 und 512 GB beim Schreiben auf bis zu 400 MB/s kommen sollen.
Damit spielt die 830 Serie in der gleichen Liga wie Laufwerke mit SandForce-Controllern der zweiten Generation. Der größte Unterschied dürfte aber sein, dass Samsungs Baustein sich nicht auf Kompressionstechnologie verlässt, während bei SandForce das sogenannte DuraWrite dafür sorgen soll, dass die Anzahl der Schreibzyklen verringert wird, um so die Lebenserwartung der Flash-Chips zu erhöhen. Dieser Ansatz hat nur einen Nachteil, denn bei nicht komprimierbaren bzw. bereits komprimierten Dateien kommt das Laufwerk nicht auf seine theoretische Maximalleistung – und genau die geben die Hersteller natürlich zu gern bei den technischen Daten an.
Da Samsung aber ohne ein so marketingträchtiges Feature eine vergleichbare Performance bietet, muss man zu NAND-Bausteinen höherer Qualität greifen, um eine ähnliche Lebenserwartung gewährleisten zu können. Samsung genießt aber auch einen nicht unerheblichen Vorteil: Controller, Firmware und Flash-Speicher stammen aus eigener Entwicklung und Herstellung. Man ist also nicht von Drittfirmen abhängig, was die Entwicklung einfacher und preiswerter macht. Außerdem unterliegt man so weit weniger Qualitäts- und Verfügbarkeitsschwankungen bei den Bauteilen. Zudem kennt man auch das letzte Detail der verbauten Komponenten ganz genau.
| Hersteller | Crucial | OCZ | Samsung |
|---|---|---|---|
| Modell | m4 | Vertex 3 | 830 |
| maximale Datenrate | 6 Gb/s | 6 Gb/s | 6 Gb/s |
| Kapazität | 128 GB | 120 GB | 128 GB |
| UVP in US-Dollar (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) | $225 | $230 | $250 |
| Preis pro GB | $1,75 | $1,92 | $1,95 |
Aber Samsung hat noch ein weiteres Ass im Ärmel, denn man will die Konkurrenz auch preislich unter Druck setzen. Man sagte uns, dass die Preisempfehlung für die 128-GB-Variante der 830 in den USA bei 250 US-Dollar liegen werde. Das sind weniger als 2 Dollar pro GB und man ist damit nicht allzu weit von der OCZ Vertex 3 mit 120 GB entfernt.
Für die weiteren Modelle wollte uns Samsung noch keine Preise nennen. Allerdings werden sie sich wohl an denen der bisherigen 470-Serie orientieren, denn über kurz oder lang wird die 830-Familie diese ersetzen.
- Ist Samsungs 830-Serie die neue Über-SSD?
- Unte der Haube: Samsungs SSDs der 830-Serie
- Test-Hardware
- Benchmarks: Storage Bench v1.0
- Benchmarks: zufällige Performance mit 4-KB-Blöcken (Durchsatz)
- Benchmarks: zufällige Performance mit 4-KB-Blöcken (Reaktionszeit)
- Benchmarks: sequentielle Performance mit 128-KB-Blöcken
- Sequentielle Performance vs. übertragende Datenmenge
- PCMark 7: Storage Suite
- Wo ordnet sich Samsungs 830-Serie ein?


@TH Team Warum habt ihr die Firmware der Crucial SSD nicht aktualisiert?
Das Update der Firmware auf die Version 0009 bringt doch gut 20% mehr Leitstung.
Das würde natürlich auch die Ergebnisse deutlich verändern.Noch dazu habt ihr verschiedene Firmware Versionen verwendet.
Crucial m4 128 GB SATA 6Gb/s, Firmware: 0001
Crucial m4 256 GB SATA 6Gb/s, Firmware: 0002
Crucial m4 512 GB SATA 6Gb/s, Firmware: 0001
Warum gibt auch eigentlich kein AS SSD Bechmarks?
Er sagte, dass er die Firmware erst einmal auf Herz und Nieren testen wollte. Man ändert nicht, wenn ein Artikel mit Deadline ansteht, kurz vorher noch eine der Variablen. Immerhin haben wir jeweils nur ein Exemplar des Laufwerks (pro Größe).
Er sagte auch, dass er sich die Firmware 0009 in einem gesonderten Artikel anschauen wird. Kommt also noch
Zu AS SSD: Wenn ich Andrew richtig verstanden habe, sieht er darin keinen Vorteil, einen weiteren synthetischen Test neben ATTO und Iometer laufen zu lassen. Der Trace, den er verwendet, ist deutlich näher an der Praxis. Die Idee dahinter: Die maximalen (theoretischen) Werte sind schön und gut, aber wenn man sie nach zwei Wochen nicht mehr erreicht, sind sie irgendwie auch nicht viel mehr als Zahlen auf Papier. Daher eben der Storage-Bench-Ansatz plus ATTO und Iometer.
Entlich mal ein Tester mit Ahnung... Dazu ein guter Test.
@Chris: Die Firmware 0009 bringt neue Probleme im Standby und ansich nur bessere Lesewerte. Wobei keiner weiß auf welcher Basis: Also schlechtere Gc?
Bisherige Vergleiche haben gezeigt, das der Toshiba Toggle-NAND gleich schnell oder eher etwas langsamer ist (bei Sandforce 240GB Modellen.
Bei 128Gb Modellen sind die mit Toggle-NAND bestückten schneller. Das hat aber wohl nichts mit der Geschwindigkeit des NANDs zu tun (siehe 240GB-Modell) sondern ist der Tatsache geschuldet, dass die Toggle-NANDs nur 4 GB groß sind. Und 2 Dies pro Kanal (8GB Die * 2 * 8 Kanäle) sind langsamer als 4 Dies pro Kanal (4GB DIe * 4 * 8 Kanäle).
Im Fazit habt ihr noch ne unglaubwürdige Aussage drin.
Ihr behauptet im Desktop-Einsatz hätte man hauptsächlich srequentielle Datenzugriffe. Das mag ich bezweifeln. Die SSD nutzt ja keiner als Datenbunker sondern als OS-Laufwerk. Richtig ist, dass wenig Zugriffe mit hoher Queue-Depth (>5) erfolgen. Und somit stimmt das Fazit dann wieder, das die Samsung im Desktop-Einsatz zu empfehlen ist.
Ich leite mal den Punkt der Datendichte weiter. An sich würde ich dir erst einmal zustimmen, denn genau das war auch das Ergebnis unserer beiden Betrachtungen der m4-Familie und der 470-Serie bei verschiedenen Kapazitäten (höhere Kapazität = höhere Performance). Zum Patriot-Laufwerk kann ich noch nichts sagen.
Zum Fazit: Schau dir noch mal das Diagramm oben auf Seite 7 an.
Bei unserem Trace, der wie gesagt NICHT synthetisch ist sondern eine Aufzeichnung von Andrews tatsächlicher Aktivität an seiner Workstation, kamen wir zu folgendem Ergebnis:
"Sofort springt ins Auge, dass die meisten Vorgänge „null“ Sektoren entfernt passieren. In unserem Trace passieren also Zugriffe direkt neben- bzw. hintereinander. Mit anderen Worten, wir haben es mit sequenziellen Zugriffen zu tun. Wäre das Muster bei unser Trace vollständig zufällig, wäre keiner der Zugriffe null Sektoren entfernt."
Insofern hat man es durchaus überwiegend mit sequentiellen Zugriffen zu tun. Und natürlich reden wir dabei von
1 - Laufwerken ab 120 GB aufwärts, auf denen also nicht NUR das OS drauf ist
2 - Anwendungen, nicht Filmen, Bildern, etc... Insofern gilt der Punkt "Datenbunker" nur bedingt.
Naja so lange man nicht nachvollziehen kann, was da wirklich gelaufen ist ziemlich uninteressant.
Nur so viel: Wenn ich fast nur sequentielle Zugriffe habe, kann ich gleich ne Festplatte verbauen. Das was eine SSD ausmacht, sind die geringen Zugriffszeiten die sich beim zufälligen lesen/schreiben bemerkbar machen.
Eure Leser werden sicherlich die SSD als OS-Laufwerk nutzen. Und bei Programmstarts etc. oder beim booten sind sehr viel zufällige Zugriffsmuster dabei.
Weil uns Samsung (für den Launchartikel) erst einmal nur diese Größe zur Verfügung gestellt hat. Andere Größen sind bei uns schon in Kürze im Test, und zwar in einem zweiteiligen Vergleichstest aktueller SSDs.
AFAIK hat "DuraWrite" nichts mit Datenkompression zu tun.
Mittels der Kompression werden bei komprimierbaren Daten höhere Schreibraten erreicht und weniger Schreibzyklen verbraucht als bei nicht komprimierparen Daten.
Mittels DuraWrite hingegen wird bei intensiver Nutzung die Schreibrate soweit gedrosselt, dass die voraussichtlich noch zur Verfügung stehenden Schreibzyklen mindestens bis zum Ablauf der Garantieperiode reichen.
Beides dient also zwar einem ähnlichen Ziel, wird im zitierten Absatz aber gleichgesetzt und so auf irreführende und missverständliche (dem Anschein nach auch missverstandene) Weise miteinander vermengt.
Etwas weiter hinten im Artikel findet sich folgende Aussage:
"Kingston und OCZ nutzen beide die Kompressionstechnologie von SandForce, um ihre hohe Performance zu erreichen. Samsung kann nicht auf die DuraWrite-Technologie zurückgreifen."
Damit wäre meine oben in Klammern geäußerte Vermutung wohl bestätigt.
Also hier auf der Seite "Random-Read Performance mit 4 KB: Durchsatz"
http://www.tomshardware.de/Crucial [...] 849-4.html schneidet die 256er angeblich schlechter ab als die 64er wegen der 8KB Block Adressierung (8-GB-Pages ist nur ein Vertipper vom Redakteur).
Bei dem folgendem hauseigenen Test aber:
http://www.tomshardware.de/samsung [...] 878-5.html schneidet Sie ieder in der richtigen Reihenfolge ab. Einer Test von beiden kann NICHT STIMMEN. Im Samsung Test kommt die 256er M4 auf 214 MB und ist die zweitschnellste nach der 512er M4 und hier kommt Sie nur auf 72.6. Die anderen Platten stimmen in beiden Test ueberein, nur die 256er M4 nicht. Wo ist hier der Wurm?
Freue mich auf auf eine Rückmeldung
Freue mich auf auf eine Rückmeldung
Der kleine Unterschied.
http://www.ssd-test.de/warum-ssd-die-vorteile-und-nachteile.html