Samsung zeigt Interesse an AMD

Bei ARM-Prozessoren gehört Samsung nicht nur zu den großen Auftragsfertigern mit den modernsten Fertigungsverfahren, sondern entwickelt mit den Exynos-Chips leistungsfähige SoCs, die vor allem in den eigenen Mobilgeräten des Herstellers genutzt werden. Künftig könnten die Koreaner an dieser Stelle mit einem deutlich breiteren Angebot aufwarten, denn offenbar wird mit dem Gedanken gespielt AMD zu übernehmen.

Der Chipentwickler wäre eine lohnenswerte Ergänzung: AMD besitzt sowohl bei der Entwicklung von CPUs als auch GPUs ein enormes Wissen. Die Kombination aus beidem, die APUs, gelten als zukunftsweisend und sind selbst für die aktuellen Spielkonsolen von Microsoft und Sony - die Xbox One und die Play Station 4 - leistungsstark genug. Und auch bei den Highend-Grafikkarten konnte der Hersteller zuletzt den großen Konkurrenten Nvidia stärker unter Druck setzen.

Dabei dürfte für AMD vor allem die Finanzkraft von Samsung vielversprechend sein, denn der chronisch klamme Hersteller fiel in der Vergangenheit mit (Not-)Verkäufen von Firmenimmobilien und größeren Entlassungswellen auf. Frisches Kapital könnte somit zu einem Entwicklungsbeschleuniger werden.

Offen ist allerdings inwieweit eine solche Übernahme bisherige Lizensierungsabkommen, im Speziellen mit Intel, betreffen würde. Aufgrund einer Kreuzlizensierung kann AMD auf die x86-Patente Intels zugreifen, im Gegenzug werden die AMD64-Schutzschriften zur Verfügung gestellt.