Samsung Galaxy A7: Große Nummer, großes Smartphone

Das dritte Modell aus Samsungs aktueller Mittelklasse hört auf den Namen Galaxy A7 und ist nach den Modellen A3 und A5 das bisher größte Modelle der südkoreanischen A-Klasse – auch in Sachen Leistung.

Edles Phablet mit flotter Hardware

Die beiden kleineren Schwestermodelle unseres aktuellen Testgerätes hatten wir ja bereits im Test. In Bereichen wie Gehäuse, Display, Kameras und Bedienung werden wir uns daher etwas kürzer fassen. Dennoch handelt es sich beim Samsung Galaxy A7 nicht einfach um ein weiteres Modell einer Serie, das halt ein wenig größer ausgefallen ist.

Vor allem die technische Basis ist eine andere als beim Galaxy A5 und beim Galaxy A3. Samsung stattet das Galaxy A7 mit einem deutlich potenteren SoC aus als die beiden kleineren Schwestermodelle.

Zudem zählt das mit einem 5,5-Zoll-Bildschirm bestückte Smartphone bereits zur aktuell sehr beliebten Klasse der Phablets. Damit spricht Samsung wohl eine sehr große Zielgruppe an: Ein bezahlbares Phablet mit ordentlicher Leistung in gewohnt hoher Samsung-Qualität.

Und auch mit lieb gewonnenen Samsung-Tugenden: Denn im Gegensatz zu den aktuellen Topmodellen Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge spendieren die Koreaner ihrer A-Klasse weiterhin einen microSD-Slot – trotz Metallgehäuse.

500 Euro UVP ruft Samsung für das Galaxy A7 auf - sicher kein Schnäppchen. Phablets der oberen Mittelklasse sind aber rar gesät, erst recht mit potentem SoC und tollem AMOLED-Bildschirm. Online gibt es das Galaxy A7 derzeit schon zu Preisen ab rund 350 Euro - und die Preise werden sicherlich nicht wieder steigen.

Verarbeitung und Ausstattung

Zum Gehäuse des Samsung Galaxy A7 gibt es nach den Tests der beiden kleineren Geschwister nicht mehr allzu viel zu sagen. Vielleicht soviel: Trotz der größeren Abmessungen leidet die Stabilität nicht. Auch das A7 ist hervorragend verarbeitet, fasst sich außerordentlich hochwertig an und hat einen edlen Touch.

Im Vergleich zum Galaxy A3 und Galaxy A5 hat Samsung nochmals die Bauhöhe reduziert. Mit 6,3 Millimetern ist es satte 0,8 Millimeter flacher als das Apple iPhone 6 Plus. Die Kehrseite der Medaille: Die Hauptkamera ragt weit aus der Magnesium-Rückseite heraus. Auch beim Gewicht unterbietet das Galaxy A7 das etwa gleich große iPhone deutlich: Mit 141 Gramm ist das große A7 ein echtes Leichtgewicht unter den Phablets. Zum Vergleich: Bei Apples großem 6er stehen 172 Gramm zu Buche.

Während sich die beiden kleineren Geschwister der Galaxy A-Serie vom Innenleben her sehr ähneln, stattet Samsung das 5,5 Zoll große Galaxy A7 deutlich stärker aus. Der Qualcomm Snapdragon 615 ist zwar bereits vor gut einem Jahr vorgestellt worden, verbaut ist er bis dato aber nur in recht wenigen Geräten. Für uns ist das Samsung A7 sogar das erste Smartphone überhaupt, das mit diesem Achtkerner bestückt ist.

Er arbeitet nach dem big.LITTLE-Konzept, wonach vier Kerne auf maximale Leistung und weitere vier auf besonders moderaten Energiebedarf ausgelegt sind. Meist besitzen derartige SoCs zwei verschiedene Arten von Rechenkernen. Nicht so beim Snapdragon 615: Der 64-Bit-Prozessor besteht aus zwei Cortex-A53-Clustern mit je vier Kernen, die einmal mit maximal 1,7 GHz und einmal mit höchstens 1,0 GHz Taktfrequenz arbeiten. Letztlich dürfte die Leistung etwas höher liegen als bei einem auf Cortex-A9 basierenden Prozessor. Als GPU kommt eine Qualcomm Adreno 405 zum Einsatz - sicher kein Leistungswunder, aber gut gewählt für ein Smartphone der oberen Mittelklasse.

Mit der Modellnummer steigt auch die Auflösung. Waren es beim A3 nur 960 x 540 Pixel, kam das A5 schon auf HD-Auflösung. Beim Samsung Galaxy A7 steht nun Full-HD im Datenblatt, was angesichts der großen Bildschirmdiagonale und des Preises auch angebracht erscheint. Die Pixeldichte liegt bei 400 PPI, da sollten selbst feinste Strukturen einwandfrei dargestellt werden. Wie bei den kleineren A-Modellen gibt es auch beim A7 einen Super-AMOLED-Bildschirm – aus unserer Sicht die aktuell beste Display-Technik für Smartphones.

Bei der Ausstattung unterscheidet sich das A7 kaum von seinen Schwesternmodellen. Beiden voraus hat es die Unterstützung des 5-GHz-Bandes im WLAN, was bei starker Frequentierung Vorteile bringen kann. Ansonsten gibt es keine Unterschiede, und das bedeutet: 150-MBit-LTE, Bluetooth 4.0, GPS, NFC, ANT+.

In puncto Kameras verbaut Samsung die Technik aus dem A5 mit 13 Megapixeln am Heck und deren fünf an der Front.

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