Samsung Galaxy Note 8: 1000-Euro-Flaggschiff mit kleineren Akku

Mit dem Galaxy Note 7 und seinen sich selbstentzündenden Akkus hatte Samsung im vergangenen Jahr ein Debakel erlebt. Kurz nach dem Marktstart musst das Smartphone wieder vom Markt genommen werden. Nun soll die Neuauflage den Ausrutscher wieder vergessen machen, und dazu setzt Samsung einmal mehr auf seinen an den Seiten abgerundeten Bildschirm, der in diesem Fall eine Diagonale von 6,3 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 18,5:9 zur Verfügung stellt, zudem wird eine Auflösung von 2960 x 1440 Pixeln geboten.

Beim Prozessor greift Samsung auf den Exynos 9 Octa 8895 zurück, der aus vier hauseigenen Mongoose-Kernen mit einem Takt von 2,3 GHz sowie vier ARM-Cortex-A53-Kernen besteht, die 1,7 GHz schnell sind. Als GPU wird die ebenfalls von ARM stammenden Mail G71 genutzt, die 20 Cluster mitbringt. Daneben steht dem SoC, das in einer Strukturbreite von 10 nm gefertigt wird, ein sechs Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite.

Beim Datenspeicher geben sich die Koreaner vergleichsweise knausrig. Ein Speichervolumen von 64 Gigabyte ist zwar alles andere als schlecht, allerdings lassen sich derartige Konfigurationen (inklusive eines schnellen Prozessors) bei deutlich günstigeren Smartphones finden. Dieser kann mit Hilfe von microSD-Karten erweitert werden, wobei Kartengrößen bis 256 Gigabyte unterstützt werden. Als Betriebssystem findet sich Android 7.1 vorinstalliert auf dem Datenspeicher.

Ein Highlight des Galaxy Note 8 ist sicherlich die Kamera - die auch gegenüber dem Galaxy S8 ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist: Der Hersteller setzt erstmals auf eine Dualkamera, deren zwei Linsen jeweils Aufnahmen mit zwölf Megapixeln bewerkstelligen, wobei eine der beiden für die Tiefenschärfe und als Teleobjektiv genutzt wird. Sie bietet eine geringere Lichtempfindlichkeit von f/2,4, während bei der zweiten ein Blendwert von f/1,7 geboten wird.

Die Schnittstellenauswahl ist ebenfalls auf der Höhe der Zeit: Das LTE-Modem unterstützt nicht nur alle (hierzulande) gebräuchlichen Frequenzbänder, sondern leistet im besten Fall bei Downloads eine Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mb/s; beim Uplad sind Übertragungsraten von bis zu 150 Mb/s möglich. In WLAN-Netzen wird selbstverständlich der schnelle ac-Standard unterstützt. Für das Anschließen von Peripherie wird auf Bluetooth 5.0 gesetzt. Außerdem gehört ein NFC-Chip und ANT+ zur Serienausstattung.

Punkten will Samsung auch beim Energiesystem des Phablets. Der Akku ist mit 3300 mAh zwar deutlich kleiner als beim vermaledeiten Vorgänger, dafür aber kann das Note 8 kabellos geladen werden, wobei die Qi- und PMA-Standards unterstützt werden.

Derart viel Highend-Technik hat natürlich auch einen stolzen Preis. Das Galaxy Note 8 soll 999 Euro kosten und kann ab sofort als Version mit einem oder zwei SIM-Kartenslots vorbestellt werden, bei den Farben kann zwischen schwarz und gold gewählt werden. Außerdem legt der Hersteller diesen frühen Vögel beim Fang ihres Wurmes noch eine DeX-Docking-Station kostenlos bei.

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